Fliegen

Hab‘ den Mut zu fliegen; ohne Fesseln aus Angst oder Unsicherheit.

Lass‘ dich vom Wind des Lebens tragen, frei und grenzenlos.

Flieg‘ nach oben, dem Himmel entgegen, durch weiße Wolken hindurch.

Ruh‘ dich auf deiner Wolke aus, um von oben zu sehen, wie wundervoll bunt das Leben ist.

Du

Liebes zukünftiges Du,

wenn wir uns treffen, dann möchte ich kein „vielleicht“ für dich sein; auch nicht ein „mal sehen“. Ich möchte von Anfang an ein „Ja“ für dich sein, ein „Ich mag dich“; so, wie du es für mich sein wirst.

Du musst mir nichts versprechen; vor allem nicht, mich niemals verletzen zu wollen. Es wird Momente geben, in denen wir genau dies tun werden; einander bewusst oder unbewusst verletzen. Vielleicht, weil wir es in diesem Moment nicht besser wissen. Wichtig ist nur, dass wir trotz allem beieinander bleiben, uns nicht verlieren. Ich versichere dir, dass ich bleibe; selbst dann, wenn unser Himmel nicht rosa eingefärbt ist. Es ist das einzige Versprechen, das ich dir mit Garantie geben kann.

Du brauchst mir keine Honigworte zu schenken oder mich mit Liebesgesten zu überschütten; sei einfach da, wenn ich dich brauche. Halte dich an dein Wort, halte mich; vor allem dann, wenn ich es einmal selbst nicht kann. Sei zufrieden mit dir, mit uns und mit dem, was wir einander haben. Wenn du es nicht bist, dann rede mit mir und sage mir, was du dir von mir wünschst. Ich werde ebenfalls für dich da sein, mich um dich kümmern; dann, wenn du es nötig hast und brauchst, in der Form, die du zulassen kannst. Wenn ich unzufrieden bin, dann sage ich dir, was mich bewegt und was ich mir von dir wünsche. Ich habe gelernt, das es nichts bringt, sich in Schweigen zu hüllen, unterschwellige Zeichen zu versenden oder durch eine Brille zu interpretieren. Lass uns beide klar sein, indem was wir uns voneinander wünschen; für ein uns.

Du bleibst immer ein du und ich ein ich; wir müssen keine Symbiose eingehen, um miteinander verbunden zu sein. Lass uns Dinge mit- und füreinander tun, doch unser ich ebenfalls nicht vergessen. Ich möchte mit dir zusammen sein, dich aber weder besitzen noch verändern. Ich brauche dich, weil ich es will; nicht, weil ich es muss

Du musst keine Saltos für mich schlagen, lass uns auch mal ruhen, ohne Worte beieinander sein; in der Stille, ein Hafen für den anderen sein. Oft fühle ich lieber, anstatt zu reden; fühlen möchte ich dich, in den Momenten, in denen wir zusammen sind.

Liebes zukünftiges Du, ich hoffe wir erkennen einander, wenn wir uns finden; ohne Angst, dafür mit viel Mut. Ich glaube daran, dass es irgendwann soweit sein wird; ich freue mich auf dich, auf uns – darauf, mit dir zu lernen und auf all die Momente, die wir zusammen erleben werden.

Lebensbaum

Sei wie ein Baum; wurzel dich fest in deiner Erde.

Lass dich von den Stürmen des Lebens, die deine Blätter aufwirbeln, nicht durcheinander bringen. Manche Blätter wirst du in diesen Stürmen verlieren, andere nicht; das macht nichts, es kommen neue hinzu.

Scheue nicht den Regen, der deine Blätter durchnässt und danach schlapp wirken lässt. Regen bedeutet nicht nur Nässe und Kälte, sondern auch Wachstum; dann, wenn der Regen vorbeigezogen ist.

Warte auf die Sonne, die deine Blätter trocken lässt; dein Gelb oder Braun wird sich verlieren, dein Grün kommt zurück, wenn du dich der Sonne entgegen streckst.

Du wirst immer weiter wachsen, dich wandeln, in jeder einzelner Phase deines Lebens; bei jedem Sturm, Regenfällen und auch bei Sonnenschein – solange du nicht vergisst, dich fest in deiner Erde zu verwurzeln.

Du bist dein eigener Lebensbaum, der mit seinem Kleid den wechselnden Zeiten des Lebens begegnen muss.

Gedicht

Du bist wie Poesie, die auf meiner Seele Verse reimt; mit jedem Wort, Zeile für Zeile, lässt du mein Inneres erklingen –

wir, zusammen, sind ein Gedicht.

Frei

Wie frei wären wir, könnten wir die Menschen um uns herum annehmen und erkennen; so, wie sie wirklich sind. Ohne Vergangenes, geformt aus Schmutz und Staub, auf sie zu projizieren.

Ohne Projektion bzw. Übertragung des Schmerzes, den uns Vergangenheitsmenschen irgendwann einmal zugefügt haben, würden wir aufhören, Erwartungen an unsere Zukunftsmenschen zu stellen, die diese niemals erfüllen können.

Wir würden unsere Zukunftsmenschen auch nicht für Wunden verantwortlich zu machen, die uns Vergangenheitsmenschen zugefügt haben, bzw. Verhalten vom ihnen hinsichtlich unseres erlebten Schmerzes eingefärbt interpretieren.

Wir wären frei, in unserem Denken und Fühlen. Vielleicht ist es nur ein Wunschgedanke, dieses Maß an Freiheit in seiner Wahrnehmung von Menschen und Situationen innezuhaben; ich möchte es trotzdem zukünftig versuchen, Menschen und Situationen auf diese Weise wahrzunehmen.

Einfach, weil ich meine Zukunft frei gestalten möchte bzw. mit meinen Zukunftsmenschen glücklich werden möchte; was ich nur kann, wenn ich sie nicht zu Vergangenheitsmenschen denke bzw. fühle.

Seelen

Seelen aneinander reiben,

eins zu werden, Liebe schreiben.

Seelen aneinander sehen,

Ruhe fühlen, Zeit bleibt stehen.

Seelen aneinander kennen,

selbst im Dunkeln, Namen nennen.

Seelen aneinander binden,

ohne Ketten, Heimat finden.

Kategorien

Zwischen links und rechts, schwarz oder weiß, ist es Leben, das sich für uns ergibt und sich uns zeigt.

Abseits bekannter Wege, finden sich neue, verborgene Pfade oder unbekannte Abzweigungen, die wir nur finden bzw. sehen können, wenn wir unser Kategoriedenken aufgeben.

Nehmen wir unsere Brille ab, erkennen wir die Zwischentöne und all die bunten Farben des Lebens. Wir werden selbst bunt, offen und tolerant, für das, was sich Leben nennt.

Leben ist niemals links oder rechts; auch nicht schwarz oder weiß. Leben ist bunt und besteht aus zig Wegen, die gegangen werden können; wenn wir bereit dazu sind, all die Farben zu fühlen und die vielen Wege zu sehen.

Zwischen

Zwischen Zeilen zeigt sich Liebe versteckt,

in leisen Tönen, meist zart bedeckt.

Zwischen Zeilen liest sich Liebe verhüllt,

in stillen Worten, durch Wärme erfüllt.

Prosa

Einzeln eher grau, kein pastell in Rosa,

zusammen dunkelbunt, ein Wir unsrer Prosa.

Herz

Ein Herz fragt nicht, wen es lieben soll oder darf; es liebt von sich aus, frei und bedingungslos. Menschen, Orte und das Leben.

Das ist Liebe; sie ist einfach da, ohne Zwang ergibt sie sich, fern von jeglicher Kontrolle oder zu erfüllenden Bedingungen.

Wir können diese Liebe spüren; in uns, in anderen, im Leben selbst – mit einem offenen Herzen, das diese Liebe zulässt.