Midlife-Crisis

Simone liegt im Bett und fragt sich, ob das alles gewesen ist: Eine dahinplätschernden Ehe, in der langweilige Fernsehabende auf den Programm stehen und ein öder Job, in dem sie seit Jahren denselben Tätigkeiten nachgeht. Jeder Tag läuft gleich ab, nichts bewegt sich in ihrem Leben. Sie sehnt sich nach Aufregung, nach etwas, das ihre innere Leere, die sie in letzter Zeit immer öfter verspürt, füllt und insgeheim fragt sie sich, wie ihr Leben verlaufen wäre, wenn sie sich anders entschieden hätte. Irgendwann schläft sie über ihre Gedanken ein.

Am nächsten Morgen steht sie auf und macht sich fertig. Ihr Mann Robert ist längst im Büro. Sie greift nach ihrer Bürokleidung, schminkt sich und kippt sich hastig ihren Kaffee herunter. Ihre Uhr piepst. Es ist 07:30 Uhr, ihre Bahn kommt in fünf Minuten. Eilig rennt sie aus dem Haus. „Alles wie immer“, seufzt sie. 

Der Arbeitstag plätschert dahin. Simone tippt lustlos auf ihrer Tastatur und sehnt die Pause herbei: Immer dieselben Abschriften, die auf ihrem Schreibtisch liegen. Hätte sie doch bloß studiert. Modedesign vielleicht. Sie hatte es geliebt zu zeichnen und Kleidungsstücke nach ihren Vorstellungen zu entwerfen. „Machen wir gleich zusammen Mittag?“, fragt ihre Arbeitskollegin Tanja und unterbricht ihren Gedankenkreislauf. „Von mir aus“, antwortet sie. Gegen 12:30 Uhr gehen beide Richtung Katine. Der übliche Duft von Pommes und Hähnen liegt in der Luft. Ihr Magen zieht sich zusammen. Plötzlich ruft Tanja „Tobias“ und winkt einem Mann zu, den Simone noch nie gesehen hat. „Komm“, sagt sie und zieht sie am Arm in Richtung Eingang der Kantine. In Simone kribbelt es; endlich passiert etwas in ihrem Leben. Sie fährt sich durchs Haar, streicht ihr Kleid glatt und lässt Tanja gewähren. Nachdem sie sich vorgestellt hat gehen sie gemeinsam zu Tisch. Plötzlich schmecken ihr die Pommes mit Hähnchen.Was ein kleiner Flirt alles ausmachen kann: Simone unterhält sich angeregt, kokettiert und lächelt. Ihre Leere ist für einen kurzen Moment verschwunden. 

Nach dem Essen verabschieden sie sich und gehen zurück an ihren Arbeitsplatz. Während Tanja bereits wieder tippt blickt Simone aus dem Fenster und träumt vor sich hin: Sie stellt sich ihr Leben an der Seite eines Mannes wie Tobias vor. Sie malt sich aus, wie sie in schicken Bars Cocktails trinken oder im Cabrio über weite Straßen fahren. Ihr Mailgeräusch ertönt und reißt sie auf aus ihren Gedanken. Simone blickt auf ihren Posteingang und liest den Absender. Es ist Tobias. Ihr Herz klopft, nervös klickt sie auf seine Nachricht, um sie zu lesen: 

„Hallo Simone. Ich bin wahrscheinlich zu direkt, aber ich bin jemand der Chancen ergreift, wenn sie sich ihm bieten. Du gefällst mir und ich will dich kennenlernen. Wenn es dir auch so geht, dann lass uns heute Abend um 18:00 Uhr in der Pizzeria St. Antonio treffen. Vielleicht bis später, Tobias.“ 

Simone lächelt, seine Einladung kommt ihr Recht: Sie gibt ihr das Gefühl, dass sie aus ihrem festgefahrenen Leben ausbrechen kann, um ein Abenteuer erleben zu können. Trotzdem hadert sie den Rest ihres Arbeitstages mit sich, ob sie sich mit Tobias treffen soll oder nicht. 

Pünktlich zum Feirabend fährt Simone ihren PC herunter und verabschiedet sich von Tanja. Sie nimmt die erste Bahn und ergattert den letzten freien Sitzplatz. Während der Fahrt beobachtet sie die Fahrgäste. Ihr Blick bleibt bei einer Jugendlichen mit Rucksack hängen. Simone erinnert sich an ihre Schulzeit: Das Lernen fiel ihr schwer. Mit Ach und Krach hat sie ihr Abitur geschafft und sich dann für eine Ausbildung als Rechtsanwaltsgehilfin entschieden. Ein Studium im Bereich Modedesign hätte sie niemals geschafft. Sie kann zwar ganz passabel zeichnen, ist aber zu ungeduldig beim Nähen. Auch hasst sie es, im Mittelpunkt zu stehen oder ihre Leistungen vor anderen zu präsentieren. All dies setzt sie unter Druck. Viel lieber sind ihr feste Strukturen, wiederkehrenden Routinen und Routinen. Alles, was sie in ihrem jetzigen Job hat. Warum ist sie dann so unglücklich in ihren Beruf und denkt die falsche Entscheidung getroffen zu haben? Bevor sie weiter über die Gründe ihrer Unzufriedenheit nachdenken kann, ertönt ihre Haltestelle. Simone verlässt die Straßenbahn, blickt auf ihre Uhr und beschleunigt ihre Schritte. Ihre Entscheidung scheint gefallen zu sein. 

Zuhause angekommen macht sie sich schnell frisch. Kurz bevor sie das Haus wieder verlassen will, fällt ihr Blick auf ihr Hochzeitsfoto, das auf der Anrichte ihres Flures steht. 

Sie hatte Robert nach unzähligen Enttäuschungen kennengelernt. Simone hatte nicht mehr an die Liebe geglaubt und sich damit abgefunden ihr Leben alleine verbringen zu müssen. Robert hatte ihr von Anfang an gezeigt, dasss sie ihm wichtig war. Er war verlässlich, treu und akzeptierte sie so wie sie ist. Mit all ihren Launen und Macken. Sie sind seit 20 Jahren verheiratet. Auf einmal sieht sie seine leuchtenden Augen bei der Geburt ihrer Kinder, denkt an ihre freudvollen Urlaube oder an ihre glücklichen Geburtstagsfeiern im kleinen Schrebergarten. Wieso hatte sie ihren gemeinsamen Jahren und Erinnerungen so wenig Bedeutung gegeben und vergessen, wie glücklich sie in dieser Zeit gewesen ist? Das Piepsen ihrer Uhr holt sie in die Gegenwart zurück. Es ist 17:30 Uhr. Simone muss los, wenn sie pünktlich sein will. 

Sie steht vor dem Restaurant. Tobias sitzt schon am Tisch und wartet auf sie. Simone bemerkt, dass sie unschlüssig ist, ob sie zu ihm gehen soll. Sie fragt sich, ob ihre Leere wirklich verschwindet, nur weil sie eine bedeutungslosen Affäre beginnt. Vielleicht wäre sie für einen kurzen Moment glücklich, doch auf Dauer würde sich nichts in ihrem Leben verändern, weil die Gründe ihrer Unzufriedenheit woanders liegen: Simone steckt in einer Midlife-Crisis. Seitdem ihre Kinder ausgezogen sind, fühlt sie sich leer und einsam. Es ist niemand mehr da, der sie wirklich braucht oder für den sie da sein kann. Ihr wird klar, dass sich nur etwas ändert, wenn sie ihre Gefühle mit dem Menschen teilt, der sie am besten versteht. Simone holt ihr Handy aus der Tasche und ruft Robert an. 

Gegen 19:00 Uhr sitzen beide bei einem Glas Wein in ihrem Schrebergarten. Sie haben miteinander gesprochen und festgestellt, dass sie ähnlich fühlen. Nun schmieden sie Zukunftspläne. Zunächst wollen sie durch Italien reisen. Simone wollte auch schon immer mit einem Fallschirm aus dem Flugzeug springen. Davon weiß Robert noch nichts. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Das Leben gehört ihnen.

Koffer

Morgentau

Schwerelos schwer

Vielerlei


Dienstagsdrabble

Fieber, Wolken, Wimpern

Das Leben ist anstrengend für sie; wie ein Fieber, das sie ergreift und lahm legt: Sie fühlt zu viel, zu intensiv und wird von ihren Gefühlen umgeworfen. Sie seufzt, fragt sich, ob es immer so schwer für sie sein wird.

Dann blickt sie in die Wolken, spürt ihre Weichheit und lässt sich fallen. Ihr Herz schlägt ruhig, alles ist federleicht. Ihr wird klar, dass ihr intensives Fühlen eine wertvolle Fähigkeit ist. Wenn sie sich akzeptiert wie sie ist, wird es leichter für sie. Sie pustet eine herausgefallene Wimper mit einem Gedanken in die Luft: „Leben ist fühlen und ich bin.“


Er liegt neben ihr auf einer Picknickdecke. Beide teilen diesen Moment, der stille Nähe zwischen ihnen flüstert. Ihre Hände berühren sich leicht, spüren ein zartes Versprechen, das sehnsüchtig wartet. Sie fühlt seinen Herzschlag, es kribbelt in ihr. Als sie ihren Kopf zur Seite dreht und ihm in die Augen schaut, packt es sie wie Fieber: Beim Anblick seiner langen Wimpern und den fröhlichen Grübchen lächelt sie glücklich. Er zieht sie zu sich und küsst sie. Ihr wird heiß und kalt; sie begreift, dass sie zum allerersten Mal verliebt ist. Unter den Wolken küssen sie sich erneut. Die Zeit steht still.

Dienstagdrabble

Atem, Glas, Narbe

„Das sagst du immer. Ständig diese Vorwürfe von dir“, brüllt sie. Ihr Atem rast, sie ist auf Hundertachtzig. Er sagt nichts, dreht sich um und geht. Sie wird noch wütender und folgt ihm. Auf dem Weg bleibt ihr Blick am Spiegel hängen. Ihr Kopf ist purpurrot, ihre Augen blicken hasserfüllt. Sie erschreckt, dann wird ihr klar, was geschehen ist: Er hat ihre Narbe berührt und ihr Inneres ist wie Glas zersprungen. So kann es nicht weitergehen, sonst verliert sie sich in ihrem Gefühl nicht genug zu sein. Sie blickt in den Spiegel und sagt laut: „Ich sehe dich mein Kind.“


Sie ist empfindlich, zerbrechlich wie Glas: Bemerkungen anderer über sie lassen ihren Atem stocken und ihr Herz rasen. Das Leben ist wie ein Versteckspiel für sie. Sie läuft auf Zehenspitzen, damit sie keine Blicke auf sich zieht und ihre Narbe nicht getriggert wird. Wenn sie sich anpasst und nicht auffällt, nimmt niemand Notiz von ihr. Sie wird für andere unsichtbar; auch für ihre Ablehnung, die sie am meisten fürchtet. Tief in ihrem Inneren weiß sie, dass sie etwas ändern muss. Sie ist nicht glücklich und ihr ist klar, dass sie sich entscheiden darf: Für ein eindeutiges Ja zu sich selbst.

Die vier Kinder der Unendlichkeit und des Universums (Teil 2)

Teil 1:https://herzpoeten.com/2022/11/29/die-vier-kinder-der-unendlichkeit-und-des-universums-teil-1/

Wasser bemerkte, dass sie wie ein Mensch dachte und fühlte. Sie erinnerte sich an Purets Worte: „Gedanken sind der Anfang von allem. Wer unglücklich denkt, wird unglücklich sein“, sagte er einst zu ihr. „Wie meinst du das?“, hatte sie ihn gefragt. „Ein Gedanke ist wie ein Samen; er wächst, weil Menschen ihn immer wieder denken. Irgendwann ist er so groß, dass er ihnen die freie Sicht auf das Leben versperrt.“ „Und was bedeutet das für die Menschen?“ „Sie glauben ihrem Gedanken, weil sie die Welt nur noch durch seine Augen sehen. Schließlich werden sie eins mit ihm und vergessen, wer sie sind.“ „Was bedeutet das?“ „Sie fühlen sich wie ihre Gedanken, ohne zu wissen warum. Puret hatte Recht behalten. Wasser spürte, wie die Angst sie auffraß und sich ihre Erinnerungen an die Unendlichkeit und das Universum verloren. „Komm, wir müssen los. Die Schule wartet nicht auf uns“, rief Erde ihr zu. Zu viert verließen sie das Haus und machten sich auf den Weg.

Nachdem sie sich im Sekretariat gemeldet hatten, wurden sie in ihre Klasse geschickt. Die Lehrerin forderte sie auf, sich vorzustellen: „Nun, ja (…)“, druckste Feuer herum und sah Erde hilfesuchend an. „Das ist Farina, neben ihr steht Lulu, ich bin Erda und das ist Walisa. Wir vier sind Geschwister und freuen uns, euch kennenlernen.“ Das Herz von Wasser bekam einen Sprung. Ihr göttlicher Namen war durch einen weltlichen ersetzt worden. Sie fühlte sich verloren und einsam, ohne ihren göttlichen Funken, der sie an ihr Zuhause erinnerte. „Na dann Willkommen, ich weise euch eure Plätze zu“, sprach ihre Lehrerin.

Während all ihre Schwestern Sitzpartner erhielten bekam Wasser einen Einzelplatz. Niemand sprach mit ihr oder würdigte sie eines Blickes. Im Gegensatz dazu unterhielten sich ihre Geschwister angeregt mit ihren Sitzpartnern. Dann klingelte es zur Pause. Wasser war erleichtert. Sie wollte mit Erde über ihre Gefühle sprechen, um sie an ihren göttlichen Funken zu erinnern. Vielleicht konnte sie sich mit ihrer Geschwistern auf diese Weise wieder vereinen und nach Hause finden. Sie stand auf und bemerkte, dass sie alleine war. Ihre Schwestern waren ohne sie in die Pause gegangen. Ein großer Eiskristall zerschmolz auf ihrer Wange, sie zitterte vor Kälte. Weinend verließ sie das Klassenzimmer und ging auf die Toilette. Den Rest des Tages zog Wasser sich zurück. Nach dem Unterricht schlossen sich ihre Schwestern ihren Mitschülern an, während sie alleine nach Hause ging.

Beim Abendessen lauschte sie den oberflächlichen Gesprächen von Feuer und Luft über Jungs und Tanzveranstaltungen. Erde las in einem Mathematikbuch. Wasser stocherte in ihrem Essen rum und blieb still. Sie spürte eine Fremde zwischen sich und ihren Schwestern, die immer lauter wurde. Auch nach dem Abendessen blieb für sich, wälzte sich in ihren Kissen und fand keinen Schlaf. Ihr war eiskalt und sie dachte mit Schaudern an den nächsten Schultag.

Die Tage bis zum Schuljahr vergingen schnell. Die Schwestern entwickelten sich auseinander und sprachen kaum noch miteinander. Anstatt ihren Auftrag ihrer Eltern zu erfüllen, wurden sie zum Menschen: Sie verloren sich in ihren Gedanken und Gefühlen, die nicht der Liebe folgten, sondern dem Ego. Feuer war einzig und allein damit beschäftigt, Jungs um den Finger zu entwickeln. Stundenlang stand sie in ihrem Zimmer, schminkte sich oder probierte Kleider an. Sie fühlte sich allen überlegen und spottete über sie. Luft folgte Feuer, mit weniger Erfolg. Daher bemühte sie sich um andere und versuchte ihnen zu gefallen. Sie gab ihre Persönlichkeit auf und wurde unsichtbar. Im Gegensatz dazu hatte sich Erde dem Lernen verschrieben. Ihr Ziel war es Klassenbeste zu werden. Koste es, was es wolle. Dafür übernahm sie Extraaufgaben und nahm an kleinen Wettbewerben teil. Ständig verbesserte sie ihre Schwestern oder hielt ihnen vor, ihre Zeit nicht sinnvoll zu nutzen. Wasser bestand nur noch aus Angst und Wut. Alles was sie wahrnahm, verstand sie als Angriff gegen sich. Sie verhärtete immer mehr und blieb für sich. Ihr war ständig kalt und sie zitterte oft. An die Worte von Puret erinnerte sie sich nicht mehr. Auch nicht an die Unendlichkeit und das Universum. Sie hatte, wie ihre Geschwister, ihren ursprünglichen Namen vergessen. Jeder lebte für sich, mit dem Ziel, geliebt zu werden. Nicht um ihrer selbst willen, sondern für das, was sie taten.

Eines Tages kam es wegen des Abschlussballes zum großen Streit zwischen ihnen. „Du wusstest genau, dass ich mit Robert zum Ball gehen wollte“, giftete Luft. „Hast du dich mal im Spiegel angesehen? Ist doch klar, dass er mich gefragt hat“, erwiderte Feuer lachend. „Ach, jetzt hört doch auf. Ich kann es nicht mehr hören. Dieser blöde Ball. Ihr solltet lieber etwas Sinnvolles tun“, mischte sich Erde ein. Wasser spürte, wie ihr Zittern immer stärker wurde. Sie konnte die Kälte in sich nicht mehr aushalten und schrie: „Immer geht es nur um euch. Keiner von euch kümmert sich um mich. Ihr schließt mich ständig aus. Ihr seid entsetzlich, ich hasse euch und wünschte, ihr wärt nicht meine Schwestern.“ Plötzlich stritten alle laut miteinander: Sie schrien sich gegenseitig an, warfen sich lauthals Dinge vor und ließen kein gutes Haar am anderen. Wasser spürte wie die Kälte sie auffraß. Sie blickte auf ihre Hand, die zu Eis geworden war und erschrak. Dann bemerkte sie, dass Feuer in Flammen stand, während Luft kaum noch zu sehen war und Erde in sich zusammen fiel. Bevor es dunkel wurde spürte sie, dass ihr Herz zu Eis wurde.

Als Wasser die Augen öffnete, erblickte sie die Unendlichkeit und das Universum sowie ihre Geschwister. Sie erinnerte sich wieder an ihre Herkunft und ergriff das Wort: „Liebe Eltern, ich freue mich euch zu sehen. Ihr seid sicherlich enttäuscht von uns. Wir haben euren Auftrag nicht erfüllt, sondern sind dem Ego gefolgt und sind zum Menschen geworden. Bitte verzeiht uns.“ „Es gibt nichts zu verzeihen. Wir haben euch zur Erde geschickt, damit ihr das Leben kennenlernt und versteht, was es heißt, ein Mensch zu sein, der die reine Liebe sucht.“ „Sich in Gedanken und Gefühle zu verlieren, ohne es zu bemerken“, ergänzte Erde. Feuer senkte den Kopf: „Es tut mir leid, ich habe mich wirklich nicht gut benommen.“ „Das haben wir alle nicht“, sagte Luft. Wasser wurde neugierig: „Warum ist es euch wichtig, dass wir verstehen, was es heißt ein Mensch zu sein?“ Ihr habt so oft über die Menschen gelacht und ward der Ansicht, dass ihr es besser machen würdet als sie. Nun habt ihr gelernt, was es bedeutet zu leben und wie schwierig es ist, der reinen Liebe im Herzen zu folgen. Ohne den Gedanken und den Gefühlen des Egos zu verfallen. Wisst ihr, wir alle sind die Eltern der Menschen. Wenn ihr irdisches Leben endet, werden sie ein Teil der Unendlichkeit und des Universums. Wir geben ihnen ein Zuhause, bis sie wiedergeboren werden; in ein neues Leben, das erneut versucht, der reinen Liebe zu folgen. Wenn wir ihnen Wärme und Verständnis entgegenbringen wird ihnen das irgendwann gelingen.“ Die Geschwister nickten, umarmten sich und ihre Eltern. Sie würden sich daran erinnern, was es heißt ein Mensch zu sein und niemals wieder ihren Namen vergessen.

Juniverse

Die letzten Juniverse

Zyklop, Levianthan, Medusa, Golem, Irrlicht, Walküre, Feuergeist, Ungeheuer, fließen, Einhorn, Feuergeist

Juniverse

Faun, Waldschrat, Zentaur, Wölfe