Gedankenlosigkeit

Denke nach, bevor du etwas tust oder du zu jemand anderem etwas sagst; ein Wort ist schnell ausgesprochen, die Tat schnell ausgeführt.

Ohne es zu wollen, verletzt du Menschen, die du magst; durch Gedankenlosigkeit, die das Herz anderer eiskalt berührt.

Sieh hin / Hör zu

Jeder möchte mit seiner Seele gesehen und mit seiner Stimme gehört werden; vor allem von Menschen, die man mag und schätzt. Aber auch von anderen. Es gibt einem das Gefühl, bedeutsam zu sein. Man wird sozusagen „sichtbar“ als Mensch für andere und die Welt.

Menschen, die weder gesehen noch gehört werden, verstummen erst, dann verblassen sie und schließlich „verschwinden“ sie ganz; da sie niemand hört oder sieht , fühlen sie sich unsichtbar. Einmal darin gefangen, werden sie alles dafür tun, unsichtbar zu bleiben; sie haben sich daran gewöhnt. An die Unsichtbarkeit und daran, dass sie niemand hört.

Innerer Kritiker

Dein größter Kritiker bist du selbst; es ist die Stimme in deinem Kopf, die dir sagt, „Du bist nicht gut genug“ oder, „Du schaffst es nicht“.

Kämpfe nicht gegen sie an, wenn sie das nächste Mal spricht, sondern höre ihr aufmerksam zu. Gehe mit ihr ins Gespräch, immer wieder. Du wirst sehen, nach einer Weile hört sie dir zu und versteht, dass sie dich nicht mehr zu beschützen braucht; sie begreift, dass du sie nicht mehr brauchst und wird verstummen.

Was übrig bleibt – trotz Corona

Die heutigen Zeiten sind einzigartig. Für jeden von uns. Sie nehmen uns viel, vor allem zwischenmenschlich. Wenn uns so viel genommen, stellt sich die Frage, was uns noch bleibt. Auch wenn es nicht „viel“ erscheint, bleibt uns eine Menge.

Zwar haben wir einander nur noch „eingeschränkt“, doch uns bleibt immer noch uns; mit allem, was uns zum Menschen macht:

Wir können Mitgefühl und Interesse für andere zeigen, indem wir sie fragen, wie es ihnen geht und ihnen unsere Unterstützung anbieten.

Wir können Freude an kleinen Dingen empfinden und sie an unsere Lieben oder Fremde weitergeben. Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Wir können Menschen, die uns wichtig sind, mit lieben Nachrichten oder Anrufen den Tag verschönern und ihnen zeigen, dass wir an sie denken bzw., dass sie uns wichtig sind.

Wir können uns selbst und anderen etwas Gutes tun, auch in dieser Zeit. Ein Spaziergang kostet kein Geld, ein heißes Bad ebenfalls nicht; beides ist jederzeit möglich. Auch jetzt.

Wir können Dankbarkeit empfinden. Für unsere Gesundheit, für die gute Lebensmittelversorgung und für alle Dinge, die wir haben, aber meistens nicht ausreichend schätzen.

Wir können diese Zeit „gut“ für uns nutzen, um bei uns selbst anzukommen bzw. um uns zu stärken; mit Meditation oder Sonstigem.

Ihr seht, uns bleibt immer noch uns; wenn wir nicht vergessen, was uns zum Menschen macht.