Sonne

Es weht der Sturm, es strömt der Regen, das Herz bleibt stumm – für einen kurzen Augenblick.

Es braucht die Ruhe, die Zeit für sich, wartend auf die Sonne – sie kehrt irgendwann zurück.

Luftballon

Ich fülle einen Luftballon mit der Luft meines Herzens; mit meinen Wünschen, Hoffnungen und Träumen

– dann denke ich an sie, denk‘ an dich, lass ihn fliegen.

Linien

Dein Gesicht ist das schönste Kunstwerk, das ich jemals gesehen habe; die feinen Linien deiner Züge, deiner Lippen. Immer, wenn du schläfst, bewundere ich sie, zeichne sie mit meinem Finger nach; bis ich mich ganz in ihnen verliere.

Zu viel

Ich fühle; meistens zu stark und oft zu viel. Das Leben, die Menschen; das Schöne und das Traurige um mich herum.

Manchmal wirbelt dieser Strom der Gefühle zu sehr in mir; er verknotet mein Herz, bis dieser Knoten platzt und sich in Tränen löst.

Doch nicht alle Tränen sind von Übel, manche reinigen; dein Herz, deine Seele – all der „Schmutz“ von Außen, der sich im Inneren festgesetzt hat, wird weggespült.

Vielleicht fühle ich zu viel, zu stark; doch, das bin ich. Ich kann „nur“ fühlen, lieben und Wärme geben – für das Leben und die Menschen; „nichts“ fühlen, kann ich einfach nicht – nur der Hass und die Wut, sind beides „nichts“ für mich.

Zeiten

Halt mich fest; bis ich bereit dazu bin, meine Augen wieder zu öffnen, dem Leben entgegen zu treten. Solange möchte ich in deinen Armen liegen; mein Herz schlägt durch deine Wärme, meine Seele füllt sich durch dein Licht – und ich weiß, es wird Zeiten geben, in denen du ähnlich fühlst, mich brauchst; so, wie ich jetzt dich.

Wellen

Mein Boot schwimmt auf dem Meer, die Wellen schlagen dagegen; sie kommen mit voller Wucht und verschwinden leise, ebben sterbend ab. Manchmal bringen sie mein Boot fast zum Kentern.

Es ist kein Hafen in Sicht, für mein Boot; nur kurzweilige Ankermöglichkeiten, die keine Ruhe oder Sicherheit bieten. Sie fordern schnell zur Weiterfahrt auf; zurück ins dunkle, kalte Meer.

Mein Boot schwimmt weiter, umgeben von Wellen; die Gefahr zu kentern, ist ihm wohl bekannt. Es wirft seine Anker nur noch selten aus; es sucht einen Hafen, an dem es bleiben kann. So lange schwimmt es weiter, mit den Wellen; manchmal gegen sie, doch immer in der Gewissheit, dass es nie untergehen wird – selbst beim stärksten Wellengang.

Frieden

Unsere Welt ist friedvoll, sie benötigt uns Menschen, um es auch „sein“ zu können. Unser innerer Frieden ist es, der unsere Welt friedvoll macht. Ein Anfang hierfür könnte sein, Ehrfurcht, Zufriedenheit und Dankbarkeit zu empfinden; für das Leben, dass uns allen geschenkt worden ist.

Tragen

Von Zeit zu Zeit haben wir alle das Bedürfnis, getragen zu werden; von Menschen, die uns lieben – auch ohne unsere Maske „der Stärke“, in unseren schwachen Momenten.

Auch die schwachen Momente gehören zu uns; wir alle sind stark und schwach zugleich. In diesen Momenten brauchen wir Menschen, die uns mit ihrer Liebe tragen; wir sammeln Kraft durch sie, um wieder stark sein zu können.

Einstellung

Wir haben alle nur ein Leben. Wir sollten es mit der Einstellung leben, alles zu verdienen; vor allem das Gute.

Sterne

Nichts bleibt für immer; selbst die Spuren unserer Liebe verblassen irgendwann. Doch vielleicht ist es so, dass die Reste „unserer“ Liebe nach oben, in den Himmel steigen; wir werden zu Sternen, die, jedes Mal wenn sie aufblitzen, in dunklen Zeiten an die Liebe erinnern.