Sie hatte sein Herz beschützt in ihren Händen gehalten, als es auseinander gefallen war. All die Risse hatte sie zärtlich berührt, ihnen neues Leben eingehaucht. Sein Herz fügte sich wieder zusammen, die Risse verwuchsen und wurden wieder rot. Er hatte sich in ihr gespiegelt, war an ihr gewachsen und sein Herz war durch ihre Lieber geheilt; es atmete wieder. Seine Heilung war spürbar für sie, denn ihre Seelen waren einander verbunden. Durch ihre gemeinsame Zeit, den Schmerz und die Liebe, die sie miteinander geteilt hatten.
Eines Tages öffnete sie ihre Hand und sagte zum ihm: „Du bist bereit, mich zu verlassen; loszufliegen, um dein Herz erneut zum Tanzen zu bringen.“ Er schaute sie erstaunt an, ein Stich durchbohrte sein Inneres. „Liebst du mich denn nicht mehr?“, fragte er. Sie erwiderte: „Ich liebe dich und werde dich immer lieben. Du bist ein Teil von mir, von meinem Herzen. Und weil ich dich liebe, lasse ich dich frei. Du bist mir nichts schuldig, wir sind einander gewachsen. Ich durch dich und du durch mich. Auch ich habe mich in dir gespiegelt und dadurch Heilung erfahren. Durch deine Liebe zu mir. Unsere Seelen werden für immer verbunden sein. Doch nicht durch Abhängigkeiten oder weil sie es müssen, sondern durch ihre tiefe Liebe zueinander. Eine Liebe, die frei ist, weil sie sich weder am anderen bereichern will noch von ihm verlangt.“
Er blickte sie an, in ihr Herz und begriff, dass er wahrlich der Liebe begegnet war.
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