Alle Farben deines Ichs,
malen Kunst – einzigartig;
wie ein eigner Pinselstrich,
bist du als Schöpfung einmalig.
Gedichte, Gedanken, Texte
Alle Farben deines Ichs,
malen Kunst – einzigartig;
wie ein eigner Pinselstrich,
bist du als Schöpfung einmalig.
Jedes Mal, wenn wir lieben, kommen wir unserem wahren Selbst ein Stück näher; wir lernen, wir wachsen und wir heilen – bis wir begreifen, dass die Liebe für uns selbst am wichtigsten ist.
Ich bin dein und liebe dich,
mit all meinem Sein, meinem Seelen-Ich.
Oft verlassen wir Menschen, da wir der Ansicht sind, dass sie uns nicht lieben; uns nicht genügend Aufmerksamkeit oder Respekt schenken. Dabei blicken wir nicht auf uns selbst; meistens lieben wir uns selbst nicht ausreichend genug, weshalb wir uns weder Aufmerksamkeit schenken noch respektvoll behandeln.
Daher haben wir verinnerlicht, dass wir nicht liebenswert sind, suchen im Außen nach Beweisen unserer Annahmen, um zu reinszinieren und beenden letztlich unsere Partnerschaften oder gehen erst gar keine ein.
Liebe fängt immer bei uns selbst an, in unserem Inneren, niemals im Außen. Erst, wenn wir uns selbst lieben und unseren Wert kennen, betrachten wir Partnerschaften nicht mehr als Tauschgeschäft, bei dem ein Mangel in uns ausgeglichen wird – wir lieben und fühlen uns geliebt, ohne nach Beweisen zu suchen.
Anstatt zu fühlen, verdrängen, vermeiden, projizieren oder grübeln wir – doch nicht unsere Gefühle sind unser Problem. Wir haben einfach nicht gelernt, mit ihnen umzugehen.
Wenn wir erfahren, dass Emotionen sicher sind, indem wir unseren Kindheitswunden Aufmerksamkeit schenken und sie versorgen, sind wir frei; wir fühlen und wir schwingen, anstatt zu fallen und mit unseren Gefühlen unterzugehen.
Information zum Projekt findet ihr hier: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2022/06/19/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-25-26-22-wortspende-von-onlybatscanhang/
Danke an Christiane, die Wortspende und alle Mitschreiber.
Sie fühlte sich blümerant, als sie vor dem Grab ihrer Mutter stand. Jahrelang hatte sie den Besuch der Grabstelle vermieden; die Erinnerungen an ihre Mutter-Tochter Beziehung und die Erkenntnis, dass vieles zwischen ihnen ungeklärt blieb, waren zu schmerzhaft für sie gewesen.
In ihrer Hand hielt sie einen Brief, den sie für ihre Mutter geschrieben hatte; alles, was sie ihr nicht mehr hatte sagen können, hatte sie hineingeschrieben.
Das letzte Mal, als sie miteinander gesprochen hatten, hatten sie miteinander gestritten. Dieser Streit hatte sie lange verfolgt; wie eine Schuld, die von Jahr zu Jahr schwerer wog.
Selbst jetzt noch schienen ihre Dämonen sie antanzen zu wollen, wollte sie ihre Vergangenheit erneut gefangen nehmen; Szenen ihrer ambivalenten und teilweise unterkühlten Beziehung liefen wie ein Film vor ihrem inneren Auge ab. Doch trotz all des Schmerzen, den sie in diesem Moment spürte, ließ sie sich nicht beirren; sie holte tief Luft und sammelte sich.
Den Brief auf die Grabstelle zu legen, fühlte sich wie ein Befreiungsschlag für sie an; sie sprach liebevoll mit ihrer Mutter und verabschiedete sich.
Auf der Fahrt nach Hause feierte sie ihre Wiedergeburt. Sie hatte sich von ihrer selbst auferlegten Schuld befreit und Frieden mit ihrer Vergangenheit geschlossen. Die Anwesenheit ihrer Mutter und ihr gemeinsames Band war deutlich zu spüren; beide hatten einander in Liebe vergeben.
Ein Teil von dir, der ewig ist,
wenn du längst gegangen bist,
liegt im Sein, das Verse schreibt –
Liebe, die für immer bleibt.
Wir scheitern nicht am Leben, sondern an uns selbst; an unseren vergessenen Verletzungen aus der Vergangenheit, die niemals heilen konnten und uns deshalb immer wieder unbewusst triggern.
In unserem Scheitern steckt daher auch immer die Chance zu wachsen und zu heilen; wenn wir uns öffnen, unsere vergessenen Verletzungen wahrnehmen und sie bluten lassen, damit sie anschließend heilen können.
Die meisten Dramen unseres Lebens lassen sich auflösen, wenn wir uns für die Liebe entscheiden.
Das Ego schreit, „ich will nicht verliern“;
die Angst raunt, „ich darf nichts riskiern“;
das Herz flüstert, „ich werd noch erfriern-
denn ohne Liebe, kann ich nicht existiern.“