Definition

Ich habe lange überlegt, was genau „Liebe“ ist oder bedeutet. Definitionen und Erklärungen dazu gelesen, mich mit Freunden sowie Bekannten zur Liebe ausgetauscht.

All dies hat mich zu dem Entschluss kommen lassen, dass es fast unmöglich ist, Liebe zu erklären oder zu definieren. Es gibt so viele unterschiedliche Arten von Liebe; Ausdrucksformen auch.

Liebe wird immer individuell empfunden, sie ist etwas „eigenes“ zwischen zwei Menschen; mit eigenen, individuellen Ausdrucksformen.

Manche fühlen Liebe „ganz“, für andere ist es das „Lebensilixier oder etwas“ Göttliches; es gibt auch Menschen, die Liebe eher nüchtern betrachten bzw. empfinden. All diese Ansichten und Gefühle zur Liebe haben ihre Berechtigung; sie zu bewerten wäre vermessen.

Ich denke, die „Kunst“ in der Liebe ist es, über den eigenen Horizont hinauszublicken; sich auch, auf andere Ausdrucksformen und Varianten einzulassen. Nicht an „seinem“ Modell von Liebe zu kleben, offen zu sein für andere Versionen von Liebe. Letztlich liegt es an der Kommunikation zwischen den Menschen, ob sich unterschiedliche „Arten von Liebe“ annähern können, so dass etwas „eigenes“ entstehen kann.

Es ist auch wichtig, die Liebe, die bereits um einen herum vorhanden ist, wahrzunehmen.

Fliegen

Dann kam der Wind, strich über ihr Gesicht, ihr Haar, ihre ganze Haut – hob sie gen Himmel empor. Sie ließ sich tragen, immer höher, Angst zu fallen hatte sie nicht. Zum allerersten Mal. Sie wusste es, in diesem Moment – sie war endlich frei und bereit dazu, zu fliegen.

Für eine liebe Freundin

Ich weiß noch, wie du mir von deinem Kummer erzählt hast. Du warst traurig, weil dich der Mensch, in den du dich verliebt hattest, auf den rosa Wolken alleine hat sitzen lassen. Die Schuld hast du bei dir gesucht, nicht bei ihm. Du hast dich gefragt, was du anders hättest machen können und warum er dich „alleine“ gelassen hat; einfach so, obwohl du selbst seine dunkelsten Seiten akzeptiert hattest. Du sagtest, dass du dich niemandem mehr öffnen kannst und, dass es sich nicht lohnt, jemandem sein Herz, seine Liebe, zu schenken.

Ich sagte dir, dass es mir leid tut, dass du auf jemanden getroffen bist, der mit deinem Herz, deiner Liebe, nicht umgehen konnte. Manchen Menschen können nicht bedingungslos lieben. Sie haben entweder Angst oder eine verletzte Seele; es war nicht deine Schuld. Niemand hatte Schuld, manchmal schaffen es zwei Menschen nicht, gemeinsam einen Himmel aufzubauen; diesem steht zu viel entgegen, trotz beidseitiger Gefühle. Ich bat dich darum, die Liebe nicht zu verteufeln, dein Herz nicht zu verschließen, damit du weiter an die Liebe glauben kannst.

Irgendwann wirst du auf einen Menschen treffen, der dich auf diesen rosa Wolken nicht alleine sitzen lassen wird. Jemand, mit dem aus diesen rosa Wolken ein gemeinsamer Himmel entsteht, der selbst Gewitterwolken oder Stürmen standhält. Er wird keine Angst haben, sich dir zu zeigen oder seine Gefühle zu äußern. Auch nicht, Verantwortung für sich, dich oder euch zu übernehmen. Er kann mit deinem Herzen, deiner Liebe umgehen und ist bereit dazu, sich ganz auf dich einzulassen.

Das alles wird aber nur eintreten, wenn du weiter an die Liebe glaubst. Lass dein Herz weiter offen, damit du diesen Menschen, wenn du auf ihn triffst, auch erkennen kannst.

Feel

Never be afraid to feel, that’s your heart; it’s not plastic.

Sometimes it will suffer, then it will heal; it is elastic.

Alles

Als alles auseinander fiel, von dem ich dachte, dass ich es „hätte“ oder „bräuchte“, blieb zurück, was wirklich „ist“.

Es zeigte sich, dass in diesem „ist“ alles steckt; alles, was ich wirklich habe oder brauche für mein inneres Glück.

Heilen

Sie verschloss ihr Herz aus Angst, verletzt zu werden. Sie vergaß, dass sie für sich ebenfalls etwas ausschloss, dass sie hätte heilen können: Liebe für sich und andere Menschen.

Regen

Dann, als der Regen kam, trat sie mitten in ihn hinein. Sie ergab sich der Nässe vollkommen, badete in ihr. Die einzelnen Regentropfen streichelten ihre Seele; zart und hart zugleich.

Jeder Tropfen verwusch einen Teil des Schmerzes, des Drucks oder der Zweifel in ihr; von Sekunde zu Sekunde fühlte sie befreiter.

Der Regen ebbte ab, sie konnte zum ersten Mal wieder atmen; nach langer Zeit. Sie roch den frischen Duft des eben vergangenen Regens. Sie atmete tief ein und aus; ihre Seele füllte sich mit Licht. „Es ist Zeit neu anzufangen“, sagte sie zu sich selbst.

Dann trat sie aus der Pfütze ihres Schmutzes, abgewaschen vom Regen, heraus in ihr Leben; ein Leben, dass erst zu diesem Zeitpunkt „tatsächlich“ begann.

Das Monster in uns

Es scheint wohl so, als hätten wir noch länger etwas vom Lockdown. Nicht wirklich überraschend. Schade, dass ich diesmal keine Wette abgeschlossen habe. Einmal im Leben hätte ich etwas gewinnen können. Bezüglich „pessimistischer“ Ansichten habe ich immer ein gutes Gefühl. Bitte interpretiert anhand dieses Satzes nicht meine Persönlichkeit. Er steht für sich selbst; höchstens als ein Anteil dieser.

Der einzige Lichtblick daran ist, dass ich dieses Jahr eine Ausrede habe, warum ich am Valentinstag wieder alleine auf der Couch liege. Wie ihr seht, bin ich durchaus ein positiver Mensch, der die Situation für sich positiv zu deuten weiß.

Die jetzige Situation macht uns alle müde, die ganze Welt ist müde „davon“. Was macht diese Müdigkeit bloß bis Mitte Februar mit uns?

Neben der Müdigkeit steigt auch das Aggressionspotential. Die Masken fallen sozusagen; lustigerweise werden diese Züge durch eben diese verdeckt. Medizinisch, versteht sich.

Ich bemerke dieses steigende Agressionspotential an meinen Mitmenschen. Vor ein paar Wochen habe ich es sogar deutlich zu spüren bekommen. Mein Wagnis im Freien zu nah an jemanden vorbeizulaufen wurde mir zum Verhängnis. Ich wurde wild beschimpft, man schrie mir sozusagen noch meilenweit hinterher. Sicherlich konnte man es auch noch im nächsten Viertel hören; sicher ist sicher, dachte sich die Dame. Am liebsten hätte ich mich zu ihr umgedreht, um ihr Folgendes zu sagen: „Holde Maid, mögest du von dannen ziehen“. Nein, natürlich hätte ich gerne etwas anderes gesagt, aber da man hier nicht „piepsen“ kann, lasse ich es, diese (un)angebrachte Äußerung zu publizieren.

Dieses Verhalten zu ignorieren, dachte ich, ist die bessere Strategie. Irgendwann ist sie heiser oder hat vergessen, worüber sie sich eigentlich aufgeregt hat. Soll passieren. Dieses „Monsterverhalten“ ist mir eine Weile hinterher gelaufen, ich bin eher ein freundlicher Mensch. Kann gut sein, dass dies der Grund gewesen ist. Wer weiß das schon. Apropos Monster, zurzeit gibt es sie wirklich überall.

Lebt man alleine, ist man mit seinen eigenen Monstern beschäftigt. In einer Partnerschaft mutiert das Gegenüber auf einmal zum Monster. Viel freie Zeit, um sich mit dem anderen auseinandersetzen. „Ihh“, so war das aber nicht gedacht.

In diesem Fall habe ich jedoch durchaus Verständnis; ein Lockdown mit meinem letzten Freund hätte dazu geführt, dass einer von beiden auf dem Balkon geschlafen hätte. Dies wäre wahrscheinlich noch die harmloseste Variante gewesen. Gott sei Dank ist mir dies erspart geblieben. Wieder etwas Positives, dass ich bemerke. Ich sprühe förmlich vor positiver Energie. Kaum auszuhalten.

Die „Königsmonster“ Disziplin ist übrigens eine Partnerschaft / eine Ehe mit Kindern. Wie schrecklich muss es sein, wenn man feststellt, dass die eigenen Kinder ebenfalls Monster sind. Eigentlich wusste man von schon die ganze Zeit von dieser schrecklichen Wahrheit; jetzt kann man sie nur nicht mehr verdrängen. Wenn nun noch ein „Monster“ Partner dazukommt bedeutet dies, dass man die doppelte Arschkarte gezogen hat. Überall nur noch Monster, da kann man schnell selbst zu einem werden.

Ich lebe alleine. Kein „Partner Monster“, keine „Kinder Monster“, nur meinen eigenen. Nun, die können beizeiten auch sehr erschreckend sein. Doch, Trommelwirbel, trotz allem bin ich (noch) kein Monster geworden.

Mich nervt die jetzige Situation ebenfalls. Meine Haare stehen auf Halbmast, mein Pony ähnelt dem eines Lamas und mein Rücken bricht bald auseinander. Ich hatte schon überlegt, ob ich mir einen Novalgin Vorrat anschaffe; Novalgin müsste schneller zu besorgen sein, als FFP2 Masken.

Neben dem Agressionsmonster, gibt es übrigens auch das Jammermonster. Ich persönlich finde, dass es auf hohem Niveau jammert. Manche von ihnen geben es immerhin zu.

Natürlich ist Home-Office mit Kindern scheiße und kaum durchführbar, ein Partner, der ständig etwas will, kann nerven. Aber immerhin will er noch etwas. Andersherum wäre es schlimmer. Keine Arbeit zu haben, übrigens auch oder kein Geld; denke ich zumindest.

Diese Zeit ist für uns alle schwierig, jeder darf und soll jammern. Ist menschlich. Wütend oder genervt zu sein auch; aber dieses Verhalten muss sich nicht in einem Monster manifestieren.

Ich möchte einfach nicht in einer Welt voll von Monstern leben; egal, ob sie aggressiv sind oder andauernd jammern. Das Leben selbst ist oft schon „Monster“ genug, Weitere brauchen wir nicht.

Ich weigere ich mich vehement, ein Monster zu werden und bleibe weiterhin freundlich und weitestgehend positiv eingestellt.

Wenn dies nicht helfen sollte, die Monster einzudämmen, werde ich ihnen bei der nächsten Begegnung sagen:

„Weichet davon – hinfort mit euch“. So oder so ähnlich.

Hätte / Wäre

Zwischen einem „ich hätte“ oder einem „es wäre“ liegt meistens ein „ich will“; oft fehlt es nur an Mut.

Puzzleteile

Wir bestehen, wie ein Puzzle, aus verschiedenen Teilen. Niemand ist nur introvertiert, extrovertiert, besteht nur aus Schmerz oder Freude. Wenn wir all diese Teile in uns akzeptieren, ergibt sich für uns und andere ein Bild, dass auf seine „spezielle“ Weise Vollkommenheit und Zufriedenheit ausstrahlt.