Ganzes

Die Stücke unseres Selbst vermischen sich, vervollständigten uns. Du bist ich und ich bin du.

Wir erkennen einander, als ein Ganzes, immer dann, wenn wir den anderen ansehen.

Liebe

Zwischen Blicken aus Angst,

Schritten, im Kreise getanzt,

entstand Mut, Hand in Hand,

war es Liebe, die uns fand.

Schatten und Licht

Wir werden geboren, als Kinder des Lichts. Im Laufe des Lebens, lernen wir die Schatten kennen. Wir erleben Schmerz, fühlen Angst oder Wut. Manchmal werden wir zu diesem Gefühl, zum Schatten selbst.

Wir verlernen, unser Licht zu fühlen; auch das von anderen. Wir lieben nicht mehr bzw. empfinden keine Freude für unser Leben. Wir lernen, ein Schattendasein zu führen und das Licht zu meiden; es blendet uns, anstatt uns zu erhellen.

Wir vergessen, dass wir ohne Licht nicht leben können; vor allem wegen der Schatten. Liebe oder Freude erhellt uns, erinnert uns daran, dass wir alle als Kinder des Lichts geboren worden sind.

Sehnen

Sehn‘ mich nach einem Zweisam, eingehüllt mit einem dir und mir; nach einem vollem Atem, der mich sanft zur Ruhe trägt.

Dürst‘ mich nach einem Halten, eingefangen in einem dich und mich; nach einem warmen Herzen, das in Liebe für mich schlägt.

Schwarze Wand

Es verschiebt sich, meine schwarz bemalte Wand,

für weite Blicke, im mir noch fremdem Land.

Ich bin bei mir, mit mir selbst im Einklang,

um vorwärts zu gehen, Richtung Neuanfang.

Abschied

Ein letzter Kuss, zum Abschied aufs Haar,

unsere Herzen entfernt, doch wir uns so nah.

Mir fehlte das Wort, um Adieu zu sagen,

es blieb mir dein Bild im Herzen zu tragen.

Leichter

Es ist leichter zu hassen, anstatt zu lieben.

Es ist leichter nichts zu tun, anstatt sich um etwas zu bemühen.

Es ist leichter mutlos zu sein, anstatt etwas zu riskieren.

Leichter bedeutet nicht unbedingt besser, es ist oft nur bequemer.

Wir sollten uns fragen, ob unser Leben dadurch wirklich leichter wird bzw., ob uns ein permanentes bequemlich sein auf lange Sicht glücklich macht.

Oft dämmt die Bequemlichkeit unseren Mut, sich um etwas zu bemühen, was wir wirklich wollen; etwas, das uns vielleicht mit tiefem Glück erfüllt hätte.

Kleine Welt

In dieser schnelllebigen Welt, die sich oft oberflächlich zeigt, ist es ein Privileg, mit einem für sich besonderen Menschen etwas Echtes zu haben, etwas mit Bestand.

Sozusagen eine eigene kleine Welt, in der für einen Moment die Zeit still steht; immer dann, wenn man sich einander nahe ist, sich gegenseitig ansieht, tief in seinem Inneren spürt, dass man vom anderen als die Seele gesehen und geliebt wird, die man ohne Maske ist.

Nichts

In diesem Moment, als sie vor ihm stand,

mit nichts außer ihrem Herzen in der Hand,

war es der Augenblick, in dem sie verstand,

es gab nichts mehr, was sie beide verband.

Orte der Erinnerung

Manchmal besuche ich bewusst, meine Orte der Erinnerung. An diesen Orten, treffe ich auf Menschen, die einmal wichtig für mich gewesen sind. All die gemeinsam erlebten Momente, ziehen noch einmal an mir vorbei; vor meinen Augen und durch mein Herz.

Ich sehe diese Momente und ich fühle sie, immer intensiv; egal ob sie schwarz waren oder bunt.

Diese Orte, voll mit Menschen und Momenten, sind wichtig für mich; egal, wie sie heute eingefärbt sind. Ich will mich an diese Menschen erinnern, niemanden von ihnen vergessen; sie sind und bleiben ein Teil von mir.

Es waren diese Momente, die mich zu dem Menschen geformt haben, der ich heute bin.