Dann, als der Regen kam, trat sie mitten in ihn hinein. Sie ergab sich der Nässe vollkommen, badete in ihr. Die einzelnen Regentropfen streichelten ihre Seele; zart und hart zugleich. Jeder Tropfen verwusch einen Teil des Schmerzes, des Drucks oder der Zweifel in ihr; von Sekunde zu Sekunde fühlte sie befreiter. Der Regen ebbte ab,„Regen“ weiterlesen
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Das Monster in uns
Es scheint wohl so, als hätten wir noch länger etwas vom Lockdown. Nicht wirklich überraschend. Schade, dass ich diesmal keine Wette abgeschlossen habe. Einmal im Leben hätte ich etwas gewinnen können. Bezüglich „pessimistischer“ Ansichten habe ich immer ein gutes Gefühl. Bitte interpretiert anhand dieses Satzes nicht meine Persönlichkeit. Er steht für sich selbst; höchstens als„Das Monster in uns“ weiterlesen
Hätte / Wäre
Zwischen einem „ich hätte“ oder einem „es wäre“ liegt meistens ein „ich will“; oft fehlt es nur an Mut.
Puzzleteile
Wir bestehen, wie ein Puzzle, aus verschiedenen Teilen. Niemand ist nur introvertiert, extrovertiert, besteht nur aus Schmerz oder Freude. Wenn wir all diese Teile in uns akzeptieren, ergibt sich für uns und andere ein Bild, dass auf seine „spezielle“ Weise Vollkommenheit und Zufriedenheit ausstrahlt.
Von Booten und Wegen
Mit meinem kleinen Boot bin ich auf’s weite Meer geschwommen, hab‘ mich kreisend gedreht, die tiefsten Wellen mitgenommen. Die Ruder hab‘ ich stets verloren, schnell und meistens unbewusst, ich kannte das Ziel, doch den Weg dorthin, den hab‘ ich nicht gewusst.
Tage
Manche Tagen sind bunt, andere grau; dann gibt es die, die dazwischen sind. Wir leben an allen Tagen, bunt oder nicht; dass ist so, weil mit jeder Farbe ein neues Bild beginnt.
Entschuldigungen und ihre Kultur
Aus dem Film „Love Story“, einer meiner Lieblingsfilme, stammt folgendes Zitat „Liebe bedeutet, niemals um Verzeihung bitten zu müssen“. Zunächst fand ich dieses Zitat befremdlich. Eigentlich bin ich der Ansicht, dass man sich bei Fehlern entschuldigen sollte. So habe ich es gelernt. Eine Entschuldigung soll dem anderen zeigen, dass man seinen Fehler einsieht und er„Entschuldigungen und ihre Kultur“ weiterlesen
Worte
Es sind selten die gesprochenen Worte, die entzweien; sie verletzen derweil, doch können reinigend wirken. Wie ein Sturm oder ein Gewitter. Die Worte, die man sich nicht sagt, sich nicht wagt auszusprechen, aus Angst vor Unverständnis oder Ablehnung, – diese Worte entzweien. Sie schaffen Distanz, „ganze Ozeane“ zwischen den Menschen. Man redet einander vorbei, verstrickt„Worte“ weiterlesen
Angesehen
Dann hast du deine Maske abgenommen, dass, was ich sah, war für mich wunderschön; du hättest sie nie tragen müssen, dich hab‘ ich immer so wie du bist ganz in Liebe angesehen.
Grenzen
Unsere „Soll“ oder „Muss“ Vorstellungen zu Menschen, Beziehungen oder Lebensläufen setzen uns nur Grenzen; im Geiste und im Herzen. Es ist wichtig, dass wir uns mit uns und den Menschen um uns herum wohl fühlen; Wärme mit ihnen verspüren, an ihnen wachsen und mit, aber auch ohne sie, glücklich sind. Trotz oder gerade wegen den„Grenzen“ weiterlesen
