Mein Herz

Könnte man in mein Herz sehen, würde man all die blauen Flecken und Narben entdecken; meistens kam ein neuer Fleck hinzu, wenn ich mich jemandem geöffnet habe. Mein Herz kann sich nicht mehr „schnell“ öffnen; es ist vorsichtig geworden, braucht Zeit, Vertrauen und Geduld. Oft hat mein Gegenüber weder etwas von dem einen noch von dem anderen; es geht ihm nicht schnell genug. Daher wendet er sich ab, weil ich auf ihn kühl und distanziert wirke. Dabei wünsche ich mir, wie (fast) jeder andere auch, einen Menschen an meiner Seite, der mein Herz, meine Seele, (an)erkennt und liebt, wie sie beide nun mal sind. Jemand, der das Tempo meines Herzens mitgeht und sich nicht abwendet, weil es ihm nicht „sofort“ zu Füßen liegt; der ihm Wärme gibt, anstatt sie nur zu nehmen.

Ob ich jemals auf solch einen Menschen treffe, weiß ich nicht; doch die Hoffnung gebe ich niemals auf.

Veröffentlicht von Lene

Ich würde mich als emphatische und entspannte Person bezeichnen, die versucht, ihre Erlebnisse in Wort und Schrift darzustellen. Also alles was mein Herz in irgendeiner Art und Weise berührt, verarbeite ich schriftlich. Ich bin kein Meister der Poesie. Manches mag sich holprig anhören, aber so ist mein Schreibstil. Ich bin auch nicht festgelegt auf eine Art von Text, jedenfalls noch nicht. Ich probiere gerne mal aus, dass merkt man auch an meiner Website: Sie ist recht bunt. Ich denke gerne bunt, denn für mich ist es das Leben auch. Mich freut es einfach, wenn der ein oder andere etwas mit meinen Texten anfangen kann oder sich vielleicht sogar darin wiederfindet. Viel Spaß beim Lesen. Und danke für euren Abstecher in meine kleine, bunten Welt. Vielleicht bis bald. 🤗 Lene

10 Kommentare zu „Mein Herz

  1. Vorsichtig zu sein ist nicht schlecht…. und sein Herz langsam zu öffnen erst recht nicht.
    Die Menschen, die zu uns gut passen kommen mit der Zeit und sie treten in unser Leben .
    Meist wenn wir nicht darauf hoffen oder warten. 💕

    Gefällt 3 Personen

  2. Es gibt etwas, liebe Madeleine, das ich durch Angela Merkel, mit der ich selten einig bin, gelernt habe. Anlässlich ihres 50. Geburtstages wünschte sie sich einen Vortrag des Hirnforschers Wolf Singer. Über diesen Vortrag wurde gesagt, dass Frau Merkel besonders angetan war von der Äußerung Singers, dass etwas nur dann Nachhaltig sein kann, wenn es langsam wächst. Im Umkehrschluss, was schnell wächst, steht auf wackligen Füßen. Und dem kann ich aus Erfahrung nur zustimmen.

    Und du tust gut daran, Bindungen langsam wachsen zu lassen. Wem schon am Anfang einer möglichen Bindung/Beziehung das Vertrauen und die Geduld fehlt, der wird die unausweichlichen Fährnisse einer längerfristigen Beziehung nur schwer überstehen.

    Ich jedenfalls erlebe dich nicht als kühl und distanziert, sondern als warmherzig und verbindlich.

    Liebe Grüße, Bernd (-:

    Gefällt 4 Personen

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