Tore

Verletzte Herzen lassen sich oft ungern lieben. Ihre Tore bleiben meist verschlossen, öffnen sich nur für kurze Zeit, einen Bruchteil von Sekunden; einen Spaltbreit, um bei Gefahr schnell wieder schließen zu können.

Will man behutsam diese Tore passieren, schließen sie sich sofort wieder; die Angst der Herzen ist zu groß.

Letztlich wissen diese Herzen nicht, wie sie Liebe zulassen können bzw. lieben sollen; sie haben es verlernt. Vielleicht haben sie auch vergessen, wie warm und frei sich Liebe ohne Angst anfühlt.

Durch ihre Angst begrenzen sich verletzte Herzen selbst; ihre Angst hindert sie, daran zu glauben, dass sie es wert sind, geliebt zu werden.

Verletzte Herzen fühlen sich nicht; vor allem nicht, wie schön sie eigentlich sind. Sie nehmen sich die Chance zu heilen, Liebe neu zu entdecken und sich zu fühlen; zu fühlen, wie wertvoll sie sind bzw., dass sie es wert sind, geliebt zu werden.

Veröffentlicht von Lene

Ich würde mich als emphatische und entspannte Person bezeichnen, die versucht, ihre Erlebnisse in Wort und Schrift darzustellen. Also alles was mein Herz in irgendeiner Art und Weise berührt, verarbeite ich schriftlich. Ich bin kein Meister der Poesie. Manches mag sich holprig anhören, aber so ist mein Schreibstil. Ich bin auch nicht festgelegt auf eine Art von Text, jedenfalls noch nicht. Ich probiere gerne mal aus, dass merkt man auch an meiner Website: Sie ist recht bunt. Ich denke gerne bunt, denn für mich ist es das Leben auch. Mich freut es einfach, wenn der ein oder andere etwas mit meinen Texten anfangen kann oder sich vielleicht sogar darin wiederfindet. Viel Spaß beim Lesen. Und danke für euren Abstecher in meine kleine, bunten Welt. Vielleicht bis bald. 🤗 Lene

31 Kommentare zu „Tore

      1. Was braucht es, um zu können? Zeit kann es sich nehmen. Geduld lässt sich üben. Und um an den Menschen heranzukommen benötigt es Mut, oder?

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      2. Ja, sicherlich auch. Aber das betrifft nun mal beide Herzen; es bringt nichts, wenn eins offen ist und kann bzw. will, daß andere aber verschlossen ist und nicht kann oder vielleicht auch nicht will. Aber im Prinzip ist Mut immer wichtig, für alles.

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      3. Ja, da hast du mich natürlich in der Falle. Wenn der andere nicht Willens ist aus welchen Gründen auch immer, dann tut das dem eigenen Herzen weh. Der Ausweg? Ich weiß es nicht, vielleicht abwenden, trauern, herausfinden warum das Herz an dem hängt, der nicht will und gegebenenfalls abwenden und weiter suchen. Aber darin bin ich absolut kein Experte. Ich weiß nur, dass irgendwo ein Spiegelherz schlägt. Geduldig sein, heißt die Devise, wachsam und im Erfolgsfall allen Mut zusammen nehmen, das Wagnis eingehen und… 🤷‍♂️

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      4. Ja, das scheint oft so zu sein. Doch irgendwie mutet solch ein Satz (also der letzte) an, als wolle man sich dahinter in seiner eigenen Angst und Anonie verschanzen, nur um nicht mehr verletzt zu werden. Aber ist Verletzlichkeit nicht Teil der Liebe?

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      5. Hm… und nun? Ratlos…
        Vielleicht mal wieder was dazu dichten, hilft, den Kopf klar zu bekommen und Zugang zu diesem Gefühl zu ermöglichen 🙂

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  1. Ich kenne nur die Chance, das Tor immer wieder zu öffnen – auch auf die Gefahr, dass das Herz wieder verletzt wird. Aber die anderen Herzen sind auch verletzt, haben ihre Tore auch verschlossen. Und so kann es nur funktionieren, wenn einer den Anfang macht – auch mit Tränen und zittern. Und je mehr Vertrauen man versucht, umso größer wird die Chance auf Glück – und das wünsche ich Dir, mir und uns allen.
    👍🍀💚

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    1. Sehr schön geschrieben, danke. Ich denke auch so und habe es auch immer wieder versucht und werde es auch. 😊 Deinen Wünschen schließe ich mich nur an. 🤗💕🌷

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  2. Hier ist es doch, von dir in deinem Werk „Verletzlich“ geschrieben: „Vor dir, zu deinen Füßen, liegt mein Herz, zeigt sich verletzlich, so wie es ist;“. Das ist es, was ich mit Verletzlichkeit als Teil der Liebe meine: Wer liebt, öffnet sich und begibt sich Gefilden der Verletzlichkeit; und das „muss“ man können, sich dieser Verletzlichkeit gewahr werden und sie in der Hingabe aushalten können. Und ich denke, jetzt weiß ich, was du meinst, wenn du sagst: „…wenn es kann“. Danke, liebe Lene, danke für diese Erkenntnis 🙏💞.

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    1. Ja, da hast du recht. Gerne. Recht hast du. Eigentlich könnte es so einfach sein; ist es aber nicht. Vielleicht, weil man es sich selbst kompliziert macht.

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      1. Genau! Es liegt alleine an mir selbst, wie ich denke, wie ich handle, was ich zulasse und was nicht, und, welche Signale ich nach außen sende. Sende ich Angst, Unsicherheit, Chaos, Wut oder was auch immer an sogenannten negativen Schwingungen, dann, na dann wird sich damit kein anderes Herz anfreunden wollen. Durch dieses Tor geht niemand gerne.

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      2. Ok, danke. Auf der allgemeinen Ebene ist das klar erkennbar.
        Ich sehe natürlich dein Suchen und Sehnen hinter deinen Texten (mir geht es nicht anders); würdest du dich als unsicheren Menschen bezeichnen? (Also, nur wenn du darauf antworten magst.)

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      3. Wow! Danke für deine Offenheit 🙏. Damit öffnest du dein Tor, Chapeau!, und das vor einem „Fremden“. Ich bringe dir damit meine Achtung entgegen!
        Das ist doch schon irgendwie verrückt, oder? Sobald ich mein Tor zum Einlassen für einen Menschen, zu dem ich mich hingezogen fühle, öffne, beginnt die Angst und die Unsicherheit sich auszubreiten, und würde das Tor am liebsten wieder schließen. Geht aber nicht, die Sehnsucht nach Verbindung ist der Keil, der die Tür nicht mehr schließen lässt. Der Tanz durch die Tore nimmt Rhythmus und Gestalt an 💃.

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      4. Wunderschön gesagt, danke. 😊 Genauso ist es. Ja, ich werde es immer wieder öffnen. Letztlich, wie ein anderer lieber Follower einmal sagte: Ich werde lieber verletzt, anstatt ich verletze. Oft wissen es andere Menschen nicht besser“.

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      5. Das ist eine weise Entscheidung von dir. Sich zu öffnen lässt Erfahrung und Erleben zu, das was das Herz zum Lieben braucht. Ansonsten verkümmert es. Das ist meines Erachtens nicht der Sinn unseres Daseins. Und im Tanz um die Verletzungen ist auch gegenseitiges Wachstum möglich, oder?

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