Ich glaube

Wir haben die Seele des anderen gesehen; zusammen auf bunten Wiesen Blumen gepflückt, aber auch in tiefe Abgründe geblickt.

Dennoch, vielleicht auch, weil wir uns im anderen wiedererkennen, sind wir beinander geblieben – und ich glaube, dass das Liebe ist.

Flüchtig

Glück ist flüchtig, es festhalten zu wollen, ändert nichts daran; es im Moment auszukosten, schafft Erinnerungen für die Ewigkeit.

Reste

Was geschieht mit Liebe, die sich nicht erfüllt; die enttäuscht wird, verletzt oder sich einfach verliert?

Manchmal wandelt sie sich in Wut um, häufig in Schmerz, der sich in Tränen entlädt und das Herz für eine zeitlang verschließt; aus Schutz, um nicht fühlen zu „müssen“.

Vielleicht bleibt auch eine Sehnsucht zurück, die sich, mit viel Glück, irgendwann in einem anderen Menschen erfüllt; auf eine andere Art und Weise.

So oder so, Reste dieser Liebe bleiben zurück; werden wieder „aktiv“, wenn du an den Menschen dieser Liebe denkst.

Ich kann mich nicht entscheiden, welcher „Rest“ mir am liebsten ist; Wut sicherlich nicht. Meine Reste waren immer die Sehnsucht, die blieb, und die Erinnerung an diesen Menschen; ich dachte immer mit Wehmut an ihn zurück, niemals mit Wut.

Du für mich – ich für dich

Es gab keine Rosen, keine großen Worte, kein romantisches Licht, sondern nur uns beide;

dieser Moment war alles, was wir brauchten, war das, was uns genügte – „du für mich und ich für dich“.

Jahreszeiten

Dein Lachen erweckt mich zum Leben wie der Frühling die Blumen.

Deine Liebe streichelt meine Seele wie ein sanfter Sommerregen.

Deine Poesie färbt mein Selbst in bunt wie der Herbst das Laub.

Du hältst mich warm und geborgen, beschützt mich vor der eisigen Kälte des Winters.

Anfang und Ende

Es heißt, dass jedes Ende auch ein Anfang ist –

Altes verlassen und verabschieden, neue Wege finden und gehen; auf Unerwartetes treffen, in der Hoffnung, sich selbst und sein Glück zu finden.

Ich möchte gerne daran glauben, dass es genau solch ein Anfang für mich ist.

Gestern zu Morgen

Das Gestern verblasst, wird eins mit dem „Dunkel-schwarz“, im Schimmer der Abenddämmerung; wandelt sich zu einem hellen Morgen, glänzend in den Strahlen des Sonnenlichts.

Zurück

Du schaust mich an, doch nie ins Gesicht;

blickst nur zurück, dort findest du mich nicht.

Auseinanderfallen

Manchmal fällt alles auseinander; dein Selbst, dein Herz, deine Pläne.

Alles liegt in Stücken verteilt vor dir; aber nur, um sich neu zusammen setzen zu können, für etwas Neues – etwas Wunderbares; etwas, was du dir vorher nicht einmal vorstellen konntest.

Wir

Wir zwei, verloren, fanden uns im „Nirgendwo“; wir fanden uns.

Aus einem „Nirgendwo“ wurde ein „Wo“; ein Ort für uns.

Wir wurden etwas, zusammen, waren nicht mehr verloren – denn wir fanden uns.