Kommunikation – ein Buch mit 7 Siegeln?

Wir kommunizieren die meiste Zeit des Tages. Frauen mehr als Männer; so heißt es zumindest.
Wir kommunizieren auf der Arbeit mit Kollegen und abends mit Freunden oder dem Partner. Wir kommunizieren sogar, wenn wir es eigentlich nicht tun – non verbal. Mit Gestik und Mimik. Wir können also nicht, nicht kommunizieren. Selbst, wenn wir den anderen ignorieren, kommunizieren wir. Die Botschaft dahinter scheint für uns klar zu sein: „Lass mich in Ruhe. Ich bin sauer. Ich will nicht mit dir reden“.

Möglicherweise hat uns der andere verletzt oder verärgert; zwei von schier unendlichen Interpretationsmöglichkeiten, die unser Gegenüber unmöglich alle anwenden kann. Wie auch, er nimmt die Welt um sich herum anders wahr und hat eigene Interpretationsansätze, die mit unseren nicht übereinstimmen müssen. Schweigen als Mittel für Kommunikation kann daher nicht funktionieren. Es führt höchstens zu noch mehr Konflikten und endet irgendwann in Stille.

Doch selbst, wenn wir miteinander kommunizieren, entstehen oft viele Missverständnisse. Während wir der Ansicht sind, dass wir dem anderen klar mitgeteilt haben, was wir von ihm wollen, versteht er uns nicht. Wir sind verwundert, sogar sauer und werden in unserer Kommunikation vehementer. Unser Gegenüber versteht uns immer noch nicht. Wir schalten den Kampfmodus an.
Doch bei diesem Kampf gibt es keinen Sieger, zumindest nicht auf lange Sicht gesehen. Irgendwann entsteht der Gedanke „der andere versteht mich einfach nicht“, der mit Zeit an Nachdruck gewinnt und schließlich zur bitteren Erkenntnis wird. Eine Erkenntnis, die Kommunikation versiegen lässt. Wieder vollkommene Stille.

Doch wie klar ist unsere Kommunikation wirklich?

Meistens ist unsere Kommunikation eher schwammig. Wir sagen dem anderen nicht klar genug, was wir uns von ihm wünschen. Meistens wenden wir Umschreibungen oder Metaphern an; in der Hoffnung, dass der andere sie versteht. Mit Blick auf unsere unterschiedliche Wahrnehmung der Welt ist dies jedoch unwahrscheinlich. Verschiedene Wahrnehmungen – unterschiedliche Interpretationen. Hinzu kommt, dass wir Botschaften unterschiedlich aufnehmen; zur Kommunikation gehören nun mal sprechen und hören.

Die Gründe für diese Unterschiede in unserer Kommunikation sind uns eigentlich klar: Wir denken nicht nur auf Basis unserer Erfahrungen und handeln danach, wir kommunizieren auch auf diese Weise. Schreck- oder schmerzgeprägte Menschen kommunizieren anders, als selbstbewusste Personen. Männer anders als Frauen usw. Alles nichts Neues für uns. Doch wenn wir dies wissen, warum klappt es mit der Kommunikation dann oft trotzdem nicht?

Wir verlieren uns in unseren Emotionen, anstatt einen Schritt zurückzutreten; sich dieses Wissen immer wieder bewusst zu machen oder Situationen zu reflektieren in denen der Schweige- oder Kampfmodus angesprungen ist, hilft uns dies zu erkennen. Wir müssen unsere Art der Kommunikation besser verstehen, um dem anderen klar sagen zu können, was wir uns von ihm wünschen; und, um ihn wirklich verstehen zu können. Das ist keine leichte Aufgabe – da wir aber ohne Kommunikation nicht leben können, eine wichtige.


Veröffentlicht von Lene

Ich würde mich als emphatische und entspannte Person bezeichnen, die versucht, ihre Erlebnisse in Wort und Schrift darzustellen. Also alles was mein Herz in irgendeiner Art und Weise berührt, verarbeite ich schriftlich. Ich bin kein Meister der Poesie. Manches mag sich holprig anhören, aber so ist mein Schreibstil. Ich bin auch nicht festgelegt auf eine Art von Text, jedenfalls noch nicht. Ich probiere gerne mal aus, dass merkt man auch an meiner Website: Sie ist recht bunt. Ich denke gerne bunt, denn für mich ist es das Leben auch. Mich freut es einfach, wenn der ein oder andere etwas mit meinen Texten anfangen kann oder sich vielleicht sogar darin wiederfindet. Viel Spaß beim Lesen. Und danke für euren Abstecher in meine kleine, bunten Welt. Vielleicht bis bald. 🤗 Lene

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