Ein Schneckenhaus,
will weit hinaus,
gemeinsam fehlt,
das Herz erzählt,
strebt nach Glück,
Schritte vor, wieder zurück;
es zieht das Nest,
die Angst hält fest –
Morgen vielleicht,
falls der Mut reicht
Gedichte, Gedanken, Texte
Ein Schneckenhaus,
will weit hinaus,
gemeinsam fehlt,
das Herz erzählt,
strebt nach Glück,
Schritte vor, wieder zurück;
es zieht das Nest,
die Angst hält fest –
Morgen vielleicht,
falls der Mut reicht
Niemandsland,
unbekannt,
nimm meine Hand,
zu erkunden,
all die Wunden,
mit Schmerz empfunden –
nichts, bleibt fremd,
wenn Liebe nennt
und uns erkennt.
Schmetterling,
flieg und sing,
zum Himmel weit,
der Sonne entlang,
endlos ist Zeit,
für einen Sommerlang.
Piratentochter,
die Welt in ihrem Herzen,
Abenteuerland –
mutig weht ihr Haar im Wind,
vor ihr weites Meer.
Dating ist Realsatire, denkt sie, während sie nach Hause geht.
Ralf, 40 Jahre alt, braune Haare, bereit für eine Beziehung auf Augenhöhe. Isabell swipt nach rechts, ein Match. Sie gibt sich nassforsch im Chat und fragt schnell nach einem Treffen.
Er steht vor ihr, sie erkennt ihn nicht, bis er ihren Namen nennt. „Die Fotos sind schon etwas älter, aber auf die inneren Werte kommt es an.“ Isabell verabschiedet sich enttäuscht. Unehrlichkeit lässt ihn in ihren Augen auf Zwergengröße schrumpfen und sie ist nicht dazu bereit, ihre Werte zu entweihen. Auch nicht für die Liebe. Vor allem nicht für sie.
Der Wecker klingelt, sie drückt auf snooze. Dann morgen Yoga. Bestimmt. Also vielleicht, wenn sie es schafft, abends früher ins Bett zu gehen. Typische Realsatire in ihrem Leben.
Nach endlosem Suchen und kleinen mentalen Zusammenbrüchen findet sie ihr Auto. Zeit zum krankmelden bliebe noch, denkt sie. Wäre da nicht ihr Pflichtbewusssein, das sie durch eine Lüge entweihen würde. Sie steigt ein, fährt los und schneidet nassforsch einen Fußgänger. Beim Runterkurbeln ihres Fensters überlegt sie sich wilde Beschimpfungen und holt Luft. Dann blickt sie in zwei blaue Augen und muss lächeln. Mit einem Hallo beginnt ihr Tag. Plötzlich ist alles anders.
Gedanken zur Montagspoesie (Reihe Instagram).
Schattenweltenreich,
Asche auf unserem Herz,
zur Phönixgeburt.
Flüchtiger Schatten,
zerfällt im Tageslicht; Wir –
Nacht, ohne Ende.
Horizont,
in Seelen,
liegen eigene Welten,
die zueinander finden wollen;
Liebe.
Regentänze,
wirbeln durch die Luft,
versprühen Lebensduft,
sanft erwacht der Lenze.
Regen fällt und küsst
die Erde zu neuem Grün,
Kreislauf des Lebens.
Regen,
verwischt Spuren,
auf verlaufenen Straßen,
verirrt sich das Leben;
Neubeginn.
Dunkeldiamant,
die Nacht mit ihren Träumen;
es riecht nach Sternen.
Thomas und Regine spielen Liebe. Zwei Körper erfahren Intimität, während ihre Seelen schweigen. Doch Regine verspürt keine Euphorie, sondern Leere, in der sie versinkt.
Sie raucht ihre Zigarette danach und verliert sich gedankenverloren in die Dunkelheit, die sie umgibt. Die Nacht verschluckt alles, vieles bleibt geheim, selbst ihre tiefsten Sehnsüchte und Träume, weil Regine sie mit niemandem teilen kann.
„Wünschst du dir nicht auch mehr als das?“, fragt sie Thomas. „Du, es ist schon spät. Ich muss Morgen früh raus und sollte besser mal gehen.“ „Ja, das solltest du wohl.“
Thomas geht und die Uhr schlägt Mitternacht, Stunde Null beginnt.
Versprechen an dich;
in Regenpfützen tanzen,
mit Blick zur Sonne –
unser Löwenmut brüllt laut,
selbst geformtes Glück.