Seelentanz

Genug

Ist ein Leben genug? Genug, wollen wir alle sein. Wir alle fragen uns ständig, sind wir es? Fallen zwischen Suchen und Finden nach Antworten in Zweifel, über den Sinn des Lebens. Sinnhaftigkeit ist für uns oft ein haben wollen, ohne ein sein zu dürfen. Wir dürfen sein, von Geburt an, was wir sind. Wir sind ein Wimpernschlag im Raum ohne Zeit. Doch Zeit zum Träumen und Lieben bleibt. Träumen, um zu leben und lieben, um zu sein. Wir sind Liebe. Liebe findet sich im Herzen, wenn wir fühlen. Unser Herz ist keine Scheibe, über den Tellerrand hinausblickend, finden wir alles in uns. In uns ist alles von Geburt Gott gegeben, um unser Glück zu bauen. Glück ist Leben, wenn wir verstehen, dass wir genug sind. Wir sind genug. Ein Leben ist genug. Von Geburt an, sind wir ein Wimpernschlag in Zeitlupe, mit Traumbildern und Liebeserinnerungen, die uns glücklich machen, wenn wir sie fühlen.

Seelengesang

Dein Seelengesang

streicht über meine Narben

rosa farben hell.

Kaleidoskop

Mein Kaleidoskop;

durch dich sehe ich die Welt

kunterbunt glitzern.

Drabble: Mondaufgang

Seit zwei Stunden suchten Tina und Ralf den Weg zu ihrem Hotel. Den Check-in Zeitpunkt hatten sie längst verpasst. Nach einem weiteren Wortgefecht schwiegen sich beide an.
Es dämmerte bereits, als Ralf plötzlich bremste. „Komm, lass uns aussteigen.“ Mürrisch stieg Tina aus.
Vor ihnen lag Wüstenhochland. Tina verlor sich in der Weite und begann Freiheit zu fühlen. Das Hotel und die Tour wurden zur Nebensache. „Schatz, wir planen unermüdlich. Unseren Alltag, unseren Urlaub. Lass uns einfach Ralf und Tina sein und den Mondaufgang zusammen ansehen.“ Ralf ergriff Tina’s Hand. Beide blickten zum Mond, dann küssten sie sich und waren glücklich.

Juniherz

Herbst

Verlaubte Alleen,

mit verlassenen Bänken –

im Herzen weht Herbst.

Sehnsucht

Auf der Suche, treibt es Herzen in die Ferne;
Leinen los,
Anker einholen,
Nord, Ost, Süd, West, ohne
Tagesanbruch.
Immer ruft das Meer,
sehnsuchtsvoll nach Heimat.

Regenbogenland

Wir, ein Kollekitv;

Farben, die sich mischen zum

Regenbogenland.

Nichts

Im Gestern schwindend stehe ich,

verlauf‘ mich suchend im neuen Morgen;

nichts, was ich suche, findet sich,

außer die Angst und meine Sorgen