Frei

Wie frei wären wir, könnten wir die Menschen um uns herum annehmen und erkennen; so, wie sie wirklich sind. Ohne Vergangenes, geformt aus Schmutz und Staub, auf sie zu projizieren.

Ohne Projektion bzw. Übertragung des Schmerzes, den uns Vergangenheitsmenschen irgendwann einmal zugefügt haben, würden wir aufhören, Erwartungen an unsere Zukunftsmenschen zu stellen, die diese niemals erfüllen können.

Wir würden unsere Zukunftsmenschen auch nicht für Wunden verantwortlich zu machen, die uns Vergangenheitsmenschen zugefügt haben, bzw. Verhalten vom ihnen hinsichtlich unseres erlebten Schmerzes eingefärbt interpretieren.

Wir wären frei, in unserem Denken und Fühlen. Vielleicht ist es nur ein Wunschgedanke, dieses Maß an Freiheit in seiner Wahrnehmung von Menschen und Situationen innezuhaben; ich möchte es trotzdem zukünftig versuchen, Menschen und Situationen auf diese Weise wahrzunehmen.

Einfach, weil ich meine Zukunft frei gestalten möchte bzw. mit meinen Zukunftsmenschen glücklich werden möchte; was ich nur kann, wenn ich sie nicht zu Vergangenheitsmenschen denke bzw. fühle.

Seelen

Seelen aneinander reiben,

eins zu werden, Liebe schreiben.

Seelen aneinander sehen,

Ruhe fühlen, Zeit bleibt stehen.

Seelen aneinander kennen,

selbst im Dunkeln, Namen nennen.

Seelen aneinander binden,

ohne Ketten, Heimat finden.

Kategorien

Zwischen links und rechts, schwarz oder weiß, ist es Leben, das sich für uns ergibt und sich uns zeigt.

Abseits bekannter Wege, finden sich neue, verborgene Pfade oder unbekannte Abzweigungen, die wir nur finden bzw. sehen können, wenn wir unser Kategoriedenken aufgeben.

Nehmen wir unsere Brille ab, erkennen wir die Zwischentöne und all die bunten Farben des Lebens. Wir werden selbst bunt, offen und tolerant, für das, was sich Leben nennt.

Leben ist niemals links oder rechts; auch nicht schwarz oder weiß. Leben ist bunt und besteht aus zig Wegen, die gegangen werden können; wenn wir bereit dazu sind, all die Farben zu fühlen und die vielen Wege zu sehen.

Zwischen

Zwischen Zeilen zeigt sich Liebe versteckt,

in leisen Tönen, meist zart bedeckt.

Zwischen Zeilen liest sich Liebe verhüllt,

in stillen Worten, durch Wärme erfüllt.

Prosa

Einzeln eher grau, kein pastell in Rosa,

zusammen dunkelbunt, ein Wir unsrer Prosa.

Herz

Ein Herz fragt nicht, wen es lieben soll oder darf; es liebt von sich aus, frei und bedingungslos. Menschen, Orte und das Leben.

Das ist Liebe; sie ist einfach da, ohne Zwang ergibt sie sich, fern von jeglicher Kontrolle oder zu erfüllenden Bedingungen.

Wir können diese Liebe spüren; in uns, in anderen, im Leben selbst – mit einem offenen Herzen, das diese Liebe zulässt.

Ganzes

Die Stücke unseres Selbst vermischen sich, vervollständigten uns. Du bist ich und ich bin du.

Wir erkennen einander, als ein Ganzes, immer dann, wenn wir den anderen ansehen.

Liebe

Zwischen Blicken aus Angst,

Schritten, im Kreise getanzt,

entstand Mut, Hand in Hand,

war es Liebe, die uns fand.

Schatten und Licht

Wir werden geboren, als Kinder des Lichts. Im Laufe des Lebens, lernen wir die Schatten kennen. Wir erleben Schmerz, fühlen Angst oder Wut. Manchmal werden wir zu diesem Gefühl, zum Schatten selbst.

Wir verlernen, unser Licht zu fühlen; auch das von anderen. Wir lieben nicht mehr bzw. empfinden keine Freude für unser Leben. Wir lernen, ein Schattendasein zu führen und das Licht zu meiden; es blendet uns, anstatt uns zu erhellen.

Wir vergessen, dass wir ohne Licht nicht leben können; vor allem wegen der Schatten. Liebe oder Freude erhellt uns, erinnert uns daran, dass wir alle als Kinder des Lichts geboren worden sind.

Sehnen

Sehn‘ mich nach einem Zweisam, eingehüllt mit einem dir und mir; nach einem vollem Atem, der mich sanft zur Ruhe trägt.

Dürst‘ mich nach einem Halten, eingefangen in einem dich und mich; nach einem warmen Herzen, das in Liebe für mich schlägt.