Zu viel

Ich fühle; meistens zu stark und oft zu viel. Das Leben, die Menschen; das Schöne und das Traurige um mich herum.

Manchmal wirbelt dieser Strom der Gefühle zu sehr in mir; er verknotet mein Herz, bis dieser Knoten platzt und sich in Tränen löst.

Doch nicht alle Tränen sind von Übel, manche reinigen; dein Herz, deine Seele – all der „Schmutz“ von Außen, der sich im Inneren festgesetzt hat, wird weggespült.

Vielleicht fühle ich zu viel, zu stark; doch, das bin ich. Ich kann „nur“ fühlen, lieben und Wärme geben – für das Leben und die Menschen; „nichts“ fühlen, kann ich einfach nicht – nur der Hass und die Wut, sind beides „nichts“ für mich.

Veröffentlicht von Lene

Ich würde mich als emphatische und entspannte Person bezeichnen, die versucht, ihre Erlebnisse in Wort und Schrift darzustellen. Also alles was mein Herz in irgendeiner Art und Weise berührt, verarbeite ich schriftlich. Ich bin kein Meister der Poesie. Manches mag sich holprig anhören, aber so ist mein Schreibstil. Ich bin auch nicht festgelegt auf eine Art von Text, jedenfalls noch nicht. Ich probiere gerne mal aus, dass merkt man auch an meiner Website: Sie ist recht bunt. Ich denke gerne bunt, denn für mich ist es das Leben auch. Mich freut es einfach, wenn der ein oder andere etwas mit meinen Texten anfangen kann oder sich vielleicht sogar darin wiederfindet. Viel Spaß beim Lesen. Und danke für euren Abstecher in meine kleine, bunten Welt. Vielleicht bis bald. 🤗 Lene

19 Kommentare zu „Zu viel

  1. Ich wünsche dir dass du diese Fähigkeit für immer bewahren kannst… Ich weiß wie sich das anfühlt, wie man Dinge nicht versteht, bis man gespürt hat, wie. Es sich anfühlt..

    Ich hab irgendwie vor ca 10 Jahren zu oft gesagt bekommen dass ich zu alt zum weinen sei und seitdem ist emotional alles kaputt…

    Lass dir niemals einreden, deine Tränen seien ein Zeichen für Schwäche… Und deine Gefühle sind richtig, so wie sie. Sind, auch wenn. Andere sie. Als „falsch“ bezeichnen…. Das ist nicht wahr! Hör auf dein Herz und lass dich nicht verunsichern.
    ❤️

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    1. Ganz lieben Dank für deine lieben Worte. Ja, so sehe ich das auch. Gar nichts fühlen ist auch eine keine Option. Liebste Seelengrüße

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  2. Liebe Lene, ich habe gelesen, da oben. Und bin nun sprachlos, versonnen, sehr, sehr berührt. Ich habe es längst geahnt, nun habe ich Gewissheit: Du bist eine Seelenverwandte.

    Ich kann das schwer „beweisen“ aber ich lasse Dir einen Text hier. Wenn Du Dich in diesem Text wiedererkennst, dann ist das mit meiner Gewissheit nicht so falsch.

    Schau bitte mal hier:

    https://gedankenorbit.wordpress.com/2019/12/25/tagebuchseite-846/

    Ganz liebe Grüße an Dich! ✨💗

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      1. Ich weiß, aber es ist eine gute Gewissheit, in den schweren Momenten wenigstens eine virtuelle Brücke zu Menschen bauen zu können, die VERSTEHEN. Ich schätze das sehr, es ist eine unsagbare Hilfe für mich, gerade in den ganz finsteren Phasen. – Ich bin so dankbar, solche Menschen zu kennen. Ich hoffe nur, dass ich in der Lage bin, diesen Menschen immer wieder auch etwas zu geben. – Es ist schön, dass ich Dir begegnet bin … ❣

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      2. Das stimmt und mir geht’s genauso. 😊 Absolute Dankbarkeit. Und ja, du gibst mit deinen Beiträgen so viel, in denen mich wiederfinde. Daher, schön, dass wir uns begegnet sind. ❣️

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  3. (Hoch-)Sensible Menschen können nie zu viel fühlen. Sie fühlen mehr als andere Menschen. Sie kennen meist die ganze Palette der Gefühle. Alle Menschen haben diese Gefühle in sich. Doch wir (hoch-)sensiblen erleben diesen ganzen Reichtum, wenn es uns gut geht, bereichern sie uns, wenn es uns schelcht geht belasten sie uns, mehr als andere Menschen. Das ist unser Vorteil. Daraus beziehen wir viel Lebensenergie. Wir müssen nur daran denken, dass wir diese Gefühle nicht sind, wir haben sie, wir können sie bewusst zulassen und auch bewusst wieder in den Hintergrund treten lassen; zumindest können wir es üben und lernen. Wir sind warmherzig. – Und ein Mann, liebe Madeleine, hat es ungleich schwerer diese Gefühle zuzulassen und auszuleben, doch es lohnt sich, es wird belohnt. Und, ja, Weinen reinigt, wie ein Gewitter die Schwüle im Sommer vertreibt und wieder Luft zum Atmen bringt. Und wer eine gute Kindheit hatte, von dort Resilienz mitgebracht hat, oder wer sich diese Resilienz als Erwachsener angeeignet hat, der verfügt über dieses erforderliche Maß an Gelassenheit, aufkommende Wut und Hass von seinem Wesenskern abprallen zu lassen. Liebe und Gelassenheit sind die Antworten auf die Aufgeregtheiten im Jetzt. Liebe Grüße, Bernd (-:

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    1. Danke Bernd, das stimmt. Vielleicht ist aber auch eine Kombi aus zu vielen Gedanken, dies versucht. Als Idee. Letztlich ist es wichtig, wie eine Muschel, (du erinnerst dich) Gefühle reguliert zuzulassen. LG!

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      1. Ja, das Bild mit der Muschel ist gut. So meine ich das, nicht die Gefühle kontrollieren uns, wir kontrollieren die Gefühle. Wir entscheiden, vielleicht nicht, wann die Muschel geöffnet ist, aber doch, wenn sie sich wieder schließen soll. LG!

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