In uns

Liebe ist etwas, das in uns ist; selbst wenn dieses Gefühl durch andere geweckt wird, entsteht es in uns. Insofern verlässt uns die Liebe nie, da sie ein Teil von uns ist.

Wir werden niemals ohne Liebe sein, da sie Teil unserer Essenz ist.

Schirmchen

Sie holte tief Luft, atmete ihre Wünsche aus und pustete; die Schirmchen der Pusteblume lösten sich und flogen davon. Sie sah ihnen nach, verfolgte ihren Weg und dachte an ihre Träume, die auf Reisen gingen.

Vielleicht, so hoffte sie, fand ein Schirmchen einen Weg in sein Herz; stolperte er eines Tages über eins von ihnen und dachte an sie.

So oder so, ihre Schirmchen würden fliegen und nach ihm suchen; solange, bis sie sich beide wiedersehen.

Ersetzen

Unser Leben wird leichter und freudvoller, wenn wir unser muss, durch ein ich darf ersetzen: Ich darf sein, einmalig diese Welt erleben, alles dafür tun, in Frieden, Liebe und Glück zu leben.

Irgendwann, irgendwem, irgendetwas

Wenn wir begreifen, dass wir nichts festhalten können, hören wir auf, Menschen und Dingen hinterherzulaufen, von denen wir glauben, dass sie uns glücklich machen. Wir lassen los, lassen uns fallen, leben im Moment und sind im Jetzt glücklich, mit dem was wir haben; nicht irgendwann, wegen irgendwem oder irgendetwas.

Buchstabensalat

Da war ein L, doch fand dich nicht,

suchte ein I, das mit ihm spricht

und auch das E, das blieb allein,

wie ein B – ganz ohne Reim;

mein letztes E versteckte sich –

es war Liebe, doch nur für mich.

Alles

Alles was in uns schreit, weint oder wütend ist, will gesehen, gehört und gefühlt werden, damit es heilen kann.

Drehbuch

Wenn sich Geschichten ständig wiederholen, hilft es nicht, den Schauplatz und die Protagonisten auszutauschen, ohne vorher ein neues Drehbuch zu schreiben.

Fesseln

Lange war sie gefangen gewesen; in erlernten Glaubenssätzen und Ansichten über sich selbst und das Leben, die ihr Herz in Fesseln legten.

Ihr Herz schlug im Takt von „Ich bin nicht gut genug“ und ihr Selbst vergaß seine wahre Essenz; die Liebe.

Ihr Weg des Erwachens war hart. Manche Tage fühlten sich wie ein Kampf für sie an; Fesseln, die sich ein Stück gelöst hatten, schnürten ihr Herz fester ab als zuvor.

Eines Tages bemerkte sie, dass sich ihr Herz leichter anfühlte. Es hatte seine Fesseln gelöst, Ballast von damals abgeworfen und war bereit, einen anderen Takt zu schlagen. Sie hatte ihr Selbst, seine Essenz, wiederentdeckt; Liebe in sich gefunden.

Sie war frei, bereit loszulassen und zu fliegen. Wohin ihr Flug sie führte, wusste sie nicht, doch das war ihr egal. Sie vertraute dem Leben und hatte gelernt, dass der Weg wichtiger war, als das Ziel selbst.

Über die Angst in der Liebe

Angst flüstert, „er will dich nicht“,

Liebe schmerzt, wenn sie Nein ausspricht;

doch ich bin sicher, beschütze dich,

bleib bei mir, verlass‘ dich auf mich;

einfach so, erstarrst du zu Stein,

bleibst gefangen, im statischen Sein.

Auf der Suche

Auf der Suche nach uns selbst wandern wir durch Herzen anderer, streifen ihre Seelen, bis wir bereit sind, uns selbst zu lieben, in uns Heimat zu finden.

Und erst dann können wir im anderen ankern, selbst ein Hafen für ihn sein; wir müssen ihn nicht mehr lieben, um uns in ihm zu erkennen oder zu finden, sondern weil wir ihn lieben wollen.