Tief unser Band,
wir zwei seelenverwandt –
hat uns die Liebe erkannt
und unsre Namen genannt.
Gedichte, Gedanken, Texte
Tief unser Band,
wir zwei seelenverwandt –
hat uns die Liebe erkannt
und unsre Namen genannt.
All
die Farben
des Lebens malen
Momente unseres Seins zum
Gesamtkunstwerk.
In Stein gegossen,
starr vor Angst, wird Liebe zur
Sehenswürdigkeit.
Die schönsten Geschichten erzählt unser Herz. Wir fühlen sie, malen sie aus tiefster Seele, mit unseren Wünschen und Träumen, unserer reinen Essenz. Die Liebe.
Unser Kopf denkt sie nur. Mit Glaubenssätzen über uns und die Welt, an die wir glauben, weil uns andere von ihnen erzählt haben.
Blick für Blick baut sich,
eine Brücke zwischen uns;
Seelen, die lieben.
Lass mich,
in dein Herz;
es sanft
berühren –
einen Moment Ewigkeit erschaffen.
Gedanken,
sind Samen,
für dein Lebensbeet;
pflanze Blumen, die im
Sonnenregenblühn.
Zwei Impulse zum Wort Feder.
Seelenweg
Ihr Herz hatte sich leer gelaufen; an all den Wegen und Pfaden, die sie hinter sich gelassen hatte. Ihre Seele hatte verkehrte Abzweigungen genommen, sich an scharfen Kanten von Hindernissen geschnitten und letztendlich gänzlich verirrt. Von ihren Irrwegen hatte sie Wunden davongetragen, die sie viele Jahre notdürftig mit Pflaster abgedeckt hatte. Ausgeheilt waren ihre Wunden nie. Innerlich bluteten sie weiter. In ihrem Herzen und in ihrer Seele. Ihre Wunden nahmen ihr das Rot und ließen sie vergessen, wer sie war. Ihr Herz verstummte und ihre Seele wurde grau. Anstatt die Stimme der Liebe zu hören, flüsterte ihr die Angst lähmende Geschichten zu. Sie konnte nicht mehr weitergehen. Die Angst raubte ihr die Kraft, neue Pfade zu suchen, ließ Hindernisse zu unüberwindbaren Geröll werden. Sie gab innerlich auf und setzte sich mitten auf den Weg, auf dem sie stand.
Auf den Boden sitzend kam ihr Körper mit der Erde in Berührung. Ein Gefühl von Ruhe kitzelte ihre Füße, stieg in ihre Beine, wanderte in ihr Herz. Wärme stieg in ihr auf. Zum allerersten Mal fühlte sie nach langer Zeit das Rot ihres Herzens. Etwas in ihr erwachte, griff nach Leben, rief nach ihrer Seele; es war ihre eigene Stimme der Liebe, die sich zaghaft regte, um ihr Mut zuzusprechen und Kräfte in ihr zu wecken.
Unter ihren Pflaster verspürte sie einen quälenden Juckreiz. Sie schriee vor Schmerz, als sie die Pflaster abriss. IhreWunden fingen an zu bluten. Ihre Stimme der Liebe sprach:„Decke deine Wunden nicht wieder ab, lass sie bluten, betrachte sie.“ Sie folgte ihrer Stimme, sah ihre Wunden an, trotz all des Schmerzes, der in ihr zu brennen begann.
Je länger sie ihre Wunden betrachtete, um so lauter wurde ihre Stimme der Liebe. Der Schmerz nahm im Gegenzug ab. In diesem Moment verstand sie, was Heilung bedeutet; seine Wunden zu akzeptieren, mit den Augen der Liebe zu betrachten, um ihren Schmerz sehen und schließlich fühlen zu können. Ein neuer Pfad hatte sich ihr gezeigt, als sie aufgehört hatte, vor ihrem Schmerz davonzulaufen.
Sie würde ihren Weg gehen. In ihrem Tempo. Schritt für Schritt, würde sie sich ihr Rot wiederholen und ihr inneres Licht. Nachdem sie den ersten Schritt gegangen war, blickte sie auf den Boden. Vor ihr lag eine weiße Feder. Marie lächelte und ging den nächsten Schritt. Leichtigkeit ergriff sie und die Gewissheit, Frieden auf einem Weg zu finden, der sie zu ihrem wahren Selbst führte.
Federworte
Lass Liebe sprechen,
in deinen Geschichten, mit
Federworten leicht.
Ewig,
unendlich,
bin ich,
weil dein Herz spricht,
ich liebe dich.
Heilig,
göttlich,
spiegelt sich,
in deinem Licht,
mein Seelenich.
Du bist mein Kompass –
durch die Fluten des Lebens;
nachhause, zu dir.