Nach einem Fehler auf der Arbeit bestand ihr Feierabend daraus, sich Vorwürfe zu machen. Sie setzte zu einer weiteren Schimpftirade über ihre Unfähigkeit an, doch stockte plötzlich.
Ihr innerer Kritiker hatte preisgegeben, was sie bereits wusste: Unter ihrer selbstbewussten Maske flüsterte ihre Unsicherheit, die wie feine Schichten Blätterkeksteig immer wieder aufquoll, du bist nicht gut genug. Doch nun bemerkte sie ihre Muster.
Bewusst entschied sie sich für ein anderes Nachmittagsprogramm und griff nach ihren Laufschuhen, um die Reste ihres Kopfnebels zu vertreiben. Nicht ihr Selbstbewusstsein war eine Maske, sondern ihre Unsicherheit. Diese wollte sie hinter sich lassen. Schritt für Schritt.
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