Versiegeln

Du kannst deinen Schmerz für eine Weile versiegeln, doch davon verschwindet er nicht; du unterdrückst ihn nur für eine Weile. Und irgendwann, wenn du dich ihm nicht stellst, gewinnt er die Oberhand und bestimmt dein Leben.

Stehen bleiben

Ich bleibe stehen; zum allerersten Mal in meinem Leben. Alles ruht in mir. Dort wo ich jetzt bin, war ich noch nicht. Es fühlt sich gut an. Ich atme tief ein, erst dann wieder aus. Was kommen soll, wird kommen – die Gedanken um das Morgen lasse dort wo sie hingehören; im Morgen. Stattdessen gehe ich Tag für Tag einen Schritt voran; bis ich oben angelangt bin.

Fühlen und Denken

Fühle endlich, anstatt immer nur zu denken. Du wirst sehen, vieles fühlt sich anders, als es sich denkt.

Zeige was du fühlst, anstatt dich immer nur zurück zu halten oder zu kontrollieren. Du wirst sehen, deine Gefühle geben dir ein anderes „Gesicht“, als es dein kontrolliertes Auftreten tut.

Vermischen

Lass uns unsere „Farben“ vermischen, damit unsere Welt ein wenig bunter wird; deine und meine.

Ein Stück „seines Selbst“

Blumen brauchen Wasser, um wachsen und irgendwann blühen zu können.

Das Erlernen neuer Dinge benötigt Zeit und Geduld, bevor man sie verinnerlichen kann.

Langjährige Freundschaften entwickeln sich aus gemeinsamen Erinnerungen sowie gegenseitigem Geben und Nehmen.

So ist das auch mit der Liebe. Es kann keine Liebe gedeihen, wenn man nicht bereit ist, etwas „Wasser“, Zeit und Geduld zu investieren. Liebe entwickelt sich nicht nur von „selbst“, sondern man muss auch bereit sein, ein Stück „seines Selbst“ zu geben, um gemeinsam wachsen und irgendwann blühen zu können.

Mut

Jeder sehnt sich nach Liebe. Die Frage ist nur, ob man den Mut dazu hat, seine Masken vor dem anderen komplett fallen zu lassen; je weniger wir unsere Maske vor anderen tragen, um so höher ist das Risiko von ihnen verletzt zu werden.

Wir wissen genau, wenn wir dann verletzt werden, dann im Kern bzw. in unserem Selbst. Und dass ist unsere eigentliche Angst „abgelehnt zu werden, in unserem Selbst“. Ohne Mut funktioniert Liebe aber nicht. Du kannst also entweder deine Maske ein lebenlang tragen und Beziehungen eingehen, die diese Fassade wahren oder du bist mutig genug, dich auf etwas Tiefes einzulassen; trotz der Gefahr, verletzt zu werden.

Die Wahl hast du selbst, zu jeder Zeit. Doch sage nie, dass du dich nicht nach Liebe sehnst, wenn eigentlich nur die Angst aus dir spricht!

Meer aus Zeit

Sie überlegte, wann sie das letzte Mal verliebt gewesen war. Es schien Ewigkeiten her zu sein, dass sie dieses Gefühl empfunden hatte. Sie hatte es verdrängt; das letzte Mal, als sie jemand in ihr Herz gelassen hatte – es wäre es fast zerrissen worden.

Sie wurde verletzt. Es war nicht eine Verletzung, sondern viele kleine, die eine große Wunde ergaben. Die schlimmste hatte sie sich selbst zugefügt, bei dem Versuch, ihre Gefühle zu verbergen. Monatelang. Bis sie es selbst nicht mehr ertrug.

Es hatte sich angefühlt, als säße sie auf einem Pulverfaß, dass irgendwann explodierte. Das tat es dann auch; bei dem Versuch, ihm ihre Gefühle zu gestehen. Es kam so, wie sie es befürchtet hatte: Er verstand sie nicht und sie hatte zu viel Angst, sich weiter zu öffnen. Also ging sie und er ließ sie gehen. Das war das Ende der Geschichte; aber nur das „erste“ Offensichtliche.

„Ihre“ Geschichte beschäftigte sie weiter, monatelang. Oft fragte sie sich, was sie falsch gemacht hatte. Sie wälzte sich in ihrer Verletzung und ertrank fast daran. Immer dieselben Fragen, jedesmal ohne Antworten. Sie verstand es nicht, aber nur, weil sie es nicht verstehen wollte.

Erst nach viel Zeit, einem Meer aus Zeit, begann sie es zu verstehen. Erneute Begegnungen mit ihm und das Zurückfallen in das bekannte Schauspiel „nichts zu fühlen“ taten ihr Übriges. Endlich verstand sie das „wirklich“ Offensichtliche; dass, was sie nie erkennen hatte wollen

Er konnte sie gar nicht verstehen und wird es auch nie; vor allem nicht ihre Gefühle für ihn. Für ihn war sie nie dass gewesen, was er für sie gewesen ist. Nicht einmal „etwas“ oder „irgendwer“, nur „gar nichts“. Dies hatte sich bei allen weiteren Begegnungen zwischen ihnen gezeigt. Er hatte ihr nie gezeigt oder gesagt, dass er sie auf dieselbe Weise gern hat, wie sie ihn. Nicht einmal ansatzweise. Sie bedeutete ihm nichts. Und dass war das eigentlich Offensichtliche, was sie nun endlich verstand.

Und da sie dies nun endlich begriffen hatte, hörte sie auf, sich an eine Geschichte zu klammern, die es nie gegeben hatte. Sie konnte loslassen, auch um sich selbst nicht mehr weh zu tun. Sie überlegte, ob es nicht Zeit war, neu anzufangen. „Das ist es“, sagte sie zu sich selbst. Sie wusste nur nicht, ob sie noch einmal mutig genug war, ihr Herz für jemanden anderen zu öffnen. „Eins nach dem anderen“, dachte sie. Und damit schloss sie ihre Überlegungen ab.

Schenken

Das ehrlichste, was du einem Menschen schenken kannst, ist ein offenes Lachen in einem schönen Moment.

Das wichtigste, was du einem Menschen schenken kannst, ist deine Zeit für gemeinsame Erinnerungen.

Das schönste, was du einem Menschen schenken kannst, ist ein Platz in deinem Herzen auf Lebzeiten.

Verlerne nie zu lachen, deine Zeit zu teilen oder zu lieben. Es sind diese Dinge, die unser Leben einzigartig machen.

Was du hast

Zwischen all dem was war und dem, was sein sein könnte, liegt das Jetzt. Konzentriere dich darauf. Es ist alles, was du hast.

Selbstlos

Durch dich habe ich gelernt, was es bedeutet, jemanden um seiner Selbst zu mögen. Dass Gefühle manchmal einfach da sind, ohne es erklären zu können. Oder zu müssen. Auch ohne Happy End bin ich dankbar, diese Erfahrung gemacht zu haben.