Traum

Ich habe einen Traum:

Du triffst auf mich, ich treffe auf dich. Wo genau, weiß ich nicht – die Hauptsache ist, dass es passiert.

Wir beide mögen uns auf Anhieb, was wir uns sagen; verbringen Zeit miteinander, die wir uns hierfür lassen. Wir reden miteinander, über Wünsche und Bedürfnisse, ohne uns zu verstecken oder darüber zu grübeln, was der andere von unseren „verqueren“ Gedanken hält; denn „so“ sind wir – also du und ich. Dass wissen wir beide; es ist in Ordnung, so wie es ist, so wie wir sind.

Mit der Zeit werden unsere Gefühle tiefer; wir verlieben uns ineinander. Dies „sagen“ wir uns, ohne viele Worte zu verlieren; Gesten und Taten „sprechen“ laut genug. Es gibt wenig Dramen, nur manchmal bei schlechter Laune, doch keine Spielchen oder ständige Ängste; wir lassen „uns“ einfach zu.

Irgendwann lieben wir uns, du und ich; ohne, dass wir uns unsere Liebe ständig beweisen müssen. Wir genügen einander, unser Leben genügt uns.

Auch, wenn wir manchmal getrennte Wege gehen, kommen wir immer wieder zusammen; meistern die Sonne, den Regen und den Sturm – akzeptieren die jedweiligen Fabelwesen des anderen, aber auch unsere eigenen.

Wir sind miteinander zufrieden, wir sind für uns und unser Leben dankbar; mit dem, was uns verbindet, was wir für- und miteinander haben.

Ich mag diesen Traum, ich träume ihn weiter; in der Hoffnung, dass er sich irgendwann erfüllt.

Zwiegespräch

Mein Verstand raunt meinem Herzen zu: „Ich weiß nicht, ob ich das für uns mit der Liebe noch will. Wir sind so oft von ihr verletzt worden, vor allem du; sie meinte es nicht gut mit uns. Ich musste dich oft trösten, all die Tränen trocknen, die du wegen ihr vergossen hast. Vielleicht vergessen wir sie; die Liebe. So sind wir sicher; du kannst, wir können, dann nicht mehr verletzen werden“.

Ich höre mein Herz seufzen, es atmet tief ein und aus, in dem Versuch diesem Versprechen, dieser Garantie, nachzugeben. Doch dann fühlt es wieder; die Sehnsucht und den Wunsch, die es beide inne hat. Und es flüstert meinem Verstand zu: „Ich kann mich an jede Träne, die ich wegen der Liebe gefühlt habe, erinnern; wie sie mich verletzt und enttäuscht hat. Oft habe ich mir in diesen Momenten geschworen, niemanden mehr in mich hinein lassen, mich zu verschließen, um mich vor diesem Schmerz zu schützen. Aber dann würde ich wider meiner Wünsche und Sehnsüchte handeln; dass kann ich nicht. Du hast recht, Liebe verletzt manchmal, ruft Schmerz und Tränen hervor. Doch das ist „Liebe“; Schmerz gehört manchmal dazu, wenn man liebt. Beides schließt sich nicht gegenseitig aus, gehört beinander, so wie das Licht zur Dunkelheit. Wir dürfen uns nicht verschließen, zu Stein werden oder in einen Käfig einsperren. Unsere Wünsche und Sehnsüchte sperren wir ebenfalls aus; selbst, wenn wir uns vor dem Schmerz, der Liebe schützen, werden wir nicht den Schmerz, den wir uns dadurch selbst zufügen, abwenden können. Wir tauschen nur das eine gegen das andere ein; verletzt werden wir trotzdem. Zwar nicht durch die Liebe, durch andere, aber durch uns selbst“.

Mein Verstand erwidert lange nichts, er hängt in seinen Gedanken fest, scheint mit sich zu kämpfen. Dann spricht er zu meinem Herzen: „Ich kann dir nicht zuwider handeln, wir sind eins, du und ich. Was du willst, will ich auch; wenn wir nicht im Einklang miteinander leben, kämpfen wir miteinander. Das möchte ich nicht. Du hast mich überzeugt, doch ich habe immer noch Angst, mache mir Sorgen um dich, um uns. Kannst du mir denn garantieren, dass wir die Liebe finden?“

Mein Herz fühlt in sich hinein, doch es findet keine Antwort, nur eine wage Hoffnung, auf die es vertrauen will; aber auch eine Sicherheit, die es auszusprechen gilt. Es antwortet meinem Verstand: „Ich kann dir nicht garantieren, dass wir die besondere Liebe finden; glaube mir, nichts würde ich mir mehr wünschen, als diese Garantie für uns auszusprechen. Aber ein versichere ich dir: Wie sind bereits von Liebe umgeben; sie ist überall, wir müssen nur genau hinsehen, um sie sehen und spüren zu können. Sie ist in uns, zu jeder Zeit, an jedem Ort. Allein deshalb, sollten wir uns nicht vor ihr verschließen.“

Mein Verstand bleibt still; mein Herz weiß, dass es ihn überzeugt hat.

Zum allerersten Mal verstanden sich mein Herz und mein Verstand, wollten beide dasselbe, miteinander, ohne sich gegenseitig zu bekämpfen.

Glitzerstaub

Dann nahm ich meinen Glitzerstaub, schüttelte ihn kräftig durch, streute ihn über die Dunkelheit, die mich umgab; plötzlich war es so, als ob Millionen Sterne um mich herum funkelten.

Träume

Lass uns Blumen pflücken, den Regenbogen suchen, auf weißen Wolken gehen,

lass uns kreisend tanzen, den Frohsinn spüren, unsre‘ Welt in bunt ansehen.

Lass uns träumen, dem Schlaf entgegen, uns dem Grau der Zeit entziehen,

lass uns nie aufhören, es zu wollen, ins bunte Land der Träume einzuziehen.

Unser Selbst

Unser reines Selbst, weder gut noch schlecht, besteht aus Licht; es ist aus Liebe gemacht – was sollte es anderes tun, als zu lieben, das Leben und die Menschen. Selbst dann, wenn es manchmal „müde“ davon ist.

Fußstapfen

Dann, wenn ich irgendwann gehen muss, hoffe ich, dass meine Fußstapfen tief genug waren; sie nicht von der Zeit „ausgehöhlt“ werden, bis sie vollkommen verblassen – damit sich jemand daran erinnert, dass ich für einen kurzen Moment hier gewesen bin.

Neue Geschichten

Ich setze den Stift an, um neue Geschichten zu schreiben. Die Tinte ist noch ganz frisch; ein dunkles kraftvolles blau. Noch es sind nur erste Worte, ohne Zusammenhang; Ideen für ein erstes Kapitel. Weder kenne ich die genauen Inhalte dieser Geschichten noch die Personen, die in ihnen vorkommen werden. Doch ich hoffe, dass es gute Geschichten werden, mit Menschen darin, die mich über mehrere Kapitel hinweg begleiten.

Keine Ahnung

So vieles habe ich zur Liebe geschrieben, meine Ansichten und Gedanken zu ihr; wie sie sich anfühlen könnte oder sollte – doch wenn ich ehrlich bin, habe ich eigentlich „gar“ keine Ahnung von der Liebe bzw. wenig Erfahrung mit ihr. Letztlich sind es nur wage Ideen, Hoffnungen und Wünsche, die ich von der Liebe habe oder mit ihr verbinde.

Mittlerweile bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es nur wichtig ist, offen für die Liebe zu bleiben; dass es kein „Muss“ oder „Soll“ gibt, wenn sich beide miteinander wohl fühlen und glücklich sind; trotz aller Regenwolken. Ich habe keine Prämisse, außer dieser einen. Weder ist es mein fester Wunsch zu heiraten noch Kinder zu kriegen. Sicherlich wäre es schön, vor den Traualtar zu treten oder eine Familie zu gründen; doch beides garantiert keine „lang anhaltende“ Liebe. Es gibt keine Garantie für ein „ewig“ in der Liebe.

Ich glaube, dass es wichtig ist, von- und miteinander lernen zu wollen, was Liebe mit dem anderen bedeuten kann, was nur möglich ist, wenn man „offen“ bleibt; für all das, was noch kommen möge.

Vielleicht ist es „das“, worauf es in der Liebe ankommt.

Worte

Deine Worte sind laut, dennoch leer. Ich spüre keine Seele darin.

Die „Schönheit“ in deinen Worte klingt, doch strahlt sie nicht. Deine Worte sind nicht echt, nicht du;

sie erreichen mich auf diesem Wege nicht.

Mutig

Das Leben trägt mich; von Moment zu Moment. Mir wachsen Flügel, ich gleite mit dem Wind, dem Licht entgegen. Stürme bringen mich nicht ins wanken, ich bleibe mutig; steige empor, auch alleine – solange, bis ich „oben“, dort wo ich hin will, angelangt bin.