Angst und Zweifel

Uns wird kalt, wenn wir die Zehenspitzen unter der Decke aus Angst rausstrecken. Es kribbelt in den Beinen, im Po und im Bauch. Der Kopf dreht sich und das Herz rast. Neues Leben schlägt in uns. Wir sehen uns um, kriechen vorsichtig unter der Decke hervor, stehen auf und beginnen zu laufen.


Unter der Maske

liegt unser ich, will werden

was es ist – genug.


Ich

bin müde

vom davonlaufen – Angst

treibt mich an, Flucht

vor mir selbst.


Graue

Katzen laufen

über die Bettdecke

und kriechen ins Herz

Nachtreime.


Die Schafe zählen

graue Gedankenstille

Nächte, die laut sind.

Nachtflügel

Verweht

Gedanken

Lachen

Sternenlicht

Instagram Madeleine_lass_liebe_da

Drabble: Genug

China, Ärger, erfolglos

„Das ist mir so egal, als ob in China nen Sack Reis umfällt“, macht sie ihrem Ärger zu Hause Luft. Während ihre Suche nach einem Freund erfolglos bleibt, hat ihre Freundin einen Partner gefunden. Einfach so, beim Einkaufen im Supermarkt.

Ihre Wut verfliegt und Zweifel kommen auf. Was stimmt mit ihr nicht? Warum ist sie für keinen Mann genug? Dann wird ihr bewusst, dass es diese Gedanken sind, die ihr Herz festhalten.

Sie beschließt loszulassen, nicht mehr nach Liebe im Außen zu suchen; stattdessen will sie ihr „ich bin genug“ finden. Ein genug, mit dem alles stimmt. Auch ohne Partner.

Momente

Leuchtturm

Ein Leuchtturm zeigt Wege, durch die Dunkelheit, die uns in schlechten Zeiten zu verschlingen droht. Wir werden ruhiger, halten inne und lassen uns treiben anstatt zu kämpfen. Wir werden ans Ufer gelangen, wenn wir dem Licht folgen, das immer wieder aufblinkt, zwischen dem Zweifel, der Angst und der Sorge, in den tobenden Wellen des Lebens unterzugehen.

Wir werden auftauchen, aus dem Strudel der Gefühle, der uns zum Seelenboden zieht und im Gedankenmeer einen Anker finden, der uns hält – in der Hoffnung.

Es gibt immer einen Leuchtturm. Es gibt immer Hoffnung; die Zeit zwischen Dunkelheit und Licht, die uns Wege zeigt.

Leben