Vollbart, Haselnuss, Kissen
Sein Vollbart kratzt beim Gute Nacht Kuss. Sie schließt die Augen und versucht zu schlafen. Während er vor sich hin schnarcht, wälzt sie sich hin und her. Ihr Kissen ist unbequem und sie stört sich am Geruch von Haselnuss: „Warum stellt man sich ein Lufterfrischer auf den Nachttisch?“
Sie redet sich immer weiter in Rage, bis sie sich auf die Seite dreht und ihn anschaut: Lange hat sie nach einem wie ihn Mann gesucht. Ihr wird klar, dass sie sich ebenso auf ihn einlassen muss, wie er auf sie. Mit dieser Erkenntnis schläft sie ein. Ihre Hand auf seiner Brust.
Krümel von Haselnuss hängen in seinem Vollbart. Er lacht lauthals, als sie ihm es sagt. Eigentlich ist er nicht ihr Typ, doch er hat etwas Herzliches an sich. Genau das zieht sie an. Ihr Herz schlägt, als sie ihm in seine Augen blickt. Dann fragt er, ob es ihr gut geht und alles in Ordnung ist.
Sie nickt und lässt sich auf ihr Kissen fallen, das sie zu ihrem Mondscheinpicknick mitgebracht hat.
Als sie nebeneinander liegen, spürt sie, dass er der Richtige für sie ist. So ist das mit der Liebe; sie zeigt sich, wenn wir in ihre Seele blicken.
