Blick

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft, bedingen und beeinflussen sich gegenseitig.

Ein allzu langer Blick auf die Vergangenheit, verfärbt oft das Handeln und das Denken in der Gegenwart; dieser verschleierte Blick auf das Hier und Jetzt gestaltet deine Zukunft.

Vergiss deine Vergangenheit nicht, sie gehört zu dir. Aber achte darauf, dass du nicht allzu oft zurückblickst, damit die Vergangenheit nicht zu deiner Gegenwart oder Zukunft wird.

Erinnerung

Immer wenn wir uns sehen, erinnere ich mich daran, wie viel du mir einmal bedeutet hast.

Es ist diese Erinnerung, die mich dich nicht vergessen lässt.

Bereit

Frage dich nicht, warum dich die Liebe nicht findet. Gehe lieber in dich und frage dich selbst:

Bin ich bereit, einen anderen Menschen bedingungslos zu lieben, so wie er ist?

Bin ich bereit, mich von einem anderen Menschen bedingungslos lieben zu lassen, so wie ich bin?

In diesen Antworten findest du alles, was du wissen musst.

Wie man gut durch den Lockdown kommt

Es ist soweit, der zweite Lockdown – immerhin light – steht uns bevor. Keine Überraschung und trotz allem nervenaufreibend für uns alle. Haben wir doch eben erst ein Stück Normalität zurückgewonnen, wird sie uns schon wieder genommen.

Unsere Zeit wird erneut entschleunigt, wir haben auf einmal hat viel mehr davon. Diese Zeit müssen wir aber vorwiegend mit uns selbst verbringen, wir werden quasi auf uns „Selbst“ zurückgeworfen. Manche kommen mit dieser Entschleunigung und der freien Zeit für sich selbst gut klar, andere nicht; für sie werden Fragen laut, die es zu beantworten gilt.

Was mache ich bloß mit dieser freien Zeit?

Was kann ich tun, wenn ich merke, dass es mich wahnsinnig bzw. depressiv macht, so viel freie Zeit zu haben?

Wie kann ich mich „sinnvoll“ beschäftigen, um meinen Alltag bereichernd zu gestalten?

Soziale Kontakte und Aktivitäten sind wichtig, denn sie strukturieren den Alltag und vermitteln ein Gefühl von Nähe und Wärme. Diese gewohnten Möglichkeiten fallen nun erst einmal weg. Daher ist nur normal, dass Fragen wie oben aufgeführt laut werden. Nicht jeder kann Zeit mit sich selbst sinnvoll verbringen. Manchen macht es Angst oder es verunsichert sie. Daher hier nun ein paar Tipps, wie man die Entschleunigung und die freie Zeit positiv für sich nutzen kann:

Nutze die freie Zeit, um kreativ zu sein. Im Alltag bleibt aufgrund von Verpflichtungen und geplanten Aktivitäten wenig Zeit für Kreativität. Vielleicht zeichnest du gerne oder fotografierst oder oder oder… Jetzt ist Zeit dafür, also tu es. Kreativ zu sein tut immer gut und unterstützt dabei, Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Geh raus, bleibe nicht alleine in deiner Wohnung, selbst bei schlechtem Wetter nicht. Du kannst deine Freunde draußen treffen und dich bzw. deine Gedanken lüften. Achte auf deine Umgebung und auf die Dinge, die du beim spazieren gehen fühlst. Lächle andere Menschen an, denen du begegnest, vielleicht ergibt sich sogar ein Gespräch. Diese neuen Eindrücke lenken dich von negativen Gedanken ab und bieten dir neues Impulse, die dich mit positiver Energie versorgen.

Lese neue Bücher oder bilde dich weiter. Ich habe viel über Meditation gelesen oder über die Philosophie von Yoga. Es gibt bestimmt auch Dinge, die dich interessieren bzw. über die du etwas lernen möchtest. Nun hast du Zeit dafür, nutze sie.

Pflege soziale Kontakte auf andere Art und Weise. Heutzutage gibt es andere Möglichkeiten, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten. Berufe eine Videokonferenz mit deinen Freunden ein oder veranstalte einen Online-Spieleabend. Nutze Facetime oder andere Medien. Natürlich ersetzt dies keine echten Begegnungen oder Nähe, beugt aber sozialer Vereinsamung vor.

Verliere dich nicht in Wutparolen, Verschwörungstheorien oder in Negativität. Deine persönliche Freiheit wird eingeschränkt, das stimmt. Vielleicht würde man die eine oder andere Sache, die als Maßnahme festgelegt wurde, anders umsetzen. Ok. Wut, Verschwörungstheorien oder Negativität bringen dich nicht weiter. Anderen die Schuld an der Situation zu geben oder wütend zu sein, verändert nichts. Du kannst etwas Gutes tun, dass verändert etwas. Gehe für Nacbbarn einkaufen oder schreibe älteren Menschen, die in Einrichtungen leben.

Setze dir Ziele oder fang etwas Neues an. Ich habe mir vorgenommen, den Spagat zu üben. Vielleicht wolltest du schon immer fotografieren, hattest aber keine Zeit dafür. Jetzt kannst du es ausprobieren. Bilder lassen sich weiterhin mit einer Kamera einfangen.

Bleib positiv und behalte die Zuversicht! Das ist das Wichtigste. Ich gehe fest davon aus, dass 2021 für uns alle anders verlaufen wird. Diese Zuversicht behalte ich mir. Und genau das lässt mich auch diese Zeit überstehen.

Heilsam

Ein verschlossenes Herz schützt vor neuem Schmerz und bietet Sicherheit. Heilsame Bindungserfahrungen, die zeigen, dass „Liebe“ nicht immer weh tun muss, werden ebenso ausgeschlossen.

Diese Sicherheit ist somit trügerisch, da sie das Herz „einsperrt“, anstatt schützt.

Aussprechen

Anstatt Gefühle und Zuneigung für andere „nur“ zu denken, solltest du sie aussprechen oder offen zeigen. Erst dadurch werden sie für den anderen erfahrbar und zu seiner Realität; ansonsten bleibt es deine, die mit des anderen nicht zusammen findet.

Angst

Schlimmer als die Angst an sich, ist die Angst vor der Angst.

Umsonst

Keine Erfahrung ist „umsonst“, selbst leidvolle sind es nicht; dein Schmerz und deine Krisen – selbst jede einzelne Träne von dir – machen dich, wie auch deine positiven Erlebnisse, zu dem Menschen, der du heute bist.

Entfernen

Je näher du bei dir bist und im Einklang mit dir, um so geringer ist die Gefahr, dass dich Situationen oder das Verhalten anderer Menschen von dir selbst entfernen.

Ihre Gedanken

Eines abends, als sie auf ihrer Terrasse eine Zigarette rauchte, fing sie an, über ihr bisheriges Leben zu resümieren. Sie fragte sich, ob sie glücklich ist und ob sie heute der Mensch ist, der sie damals sein wollte.

Ihre Gedanken schweiften ab, zu ihrer Kindheit und ihrer Jugend.

Ihr wurde klar, dass damals viel weniger gereicht hat, um glücklich zu sein. Das Leben war unbeschwerter, man war der Mensch, der man war. Ohne diesen ständigen Druck, Erwartungen erfüllen zu müssen oder die Sorgen von Morgen. Man träumte viel und malte sich als Kind und später als Jugendlicher aus, wie das Leben als Erwachsene sein sollte.

Als Kind war es ihr Traum gewesen, kreativ zu sein. Glücklich zu sein, mit dem was sie hat. Später, als Jugendliche und Heranwachsende, wünschte sie sich, die Liebe zu finden, Kinder zu bekommen und einen Beruf zu erlernen, der sie erfüllt. Es waren keine besonderen Träume, aber eben ihre. Bunte Träume, voller Hoffnung und den Glauben daran, dass sich diese erfüllen.

Sie zog erneut an ihrer Zigarette und fragte sich, welche Träume sich erfüllt hatten. Heute. Sie kam zurück ins Hier und Jetzt.

Sie ging einem Beruf nach, der sie ausfüllte. Sie betätigte sich wieder kreativ. Sie hatte Liebe gefunden, aber auch wieder verloren. Keine war geblieben.

Dafür ist sie gewachsen; an Krisen und Situationen, die ihr das Herz zerbrachen. Sie kann aber nicht beantworten, ob sie heute wirklich glücklich ist und mit sich als Mensch zufrieden. Einige Träume haben sich verloren, der Druck und die Sorgen sind gestiegen. Manchmal fehlt ihr auch die Kraft bunt zu denken.

Ihr wird klar, dass ihr die Unbeschwertheit von Damals fehlt. Dinge, die man machen möchte, einfach zu machen. Sachen, die man fühlt, einfach zu sagen: ohne darüber nachzudenken, was richtig oder falsch ist. Einfach der Mensch zu sein, der man ist.

Sie zog ein letztes Mal an der Zigarette und sagte zu sich selbst:

„Ich weiß nicht, was man braucht, um glücklich zu sein. Ich glaube, niemand kann diese Frage beantworten. Es gibt kein Patentrezept. Glück ist individuell. Aber ich möchte meine Unbeschwertheit zurück und die Akzeptanz meiner Selbst als Mensch, der ich bin. Mit allen Stärken, mit allen Schwächen“.

Sie kam zu der Erkenntnis, dass dies für sie Glück bedeutet. Genau das. Es ist der erste Schritt dorthin. Denn es sind diese Eigenschaften, die sie braucht, um wieder hoffen zu können, dass sich der Rest ihrer bunten Träume von Damals auch noch erfüllt.