Damals / Heute

Damals dachte ich, dass ich vor nichts Angst habe; bis ich dich getroffen habe. Auf einmal hatte ich nur noch Angst; Angst dir nicht zu genügen oder nicht gut genug für dich zu sein. Irgendwann bestand ich nur noch Angst, und meine Bilder, die ich mir im Kopf ausgemalt hatte, wurden zur Realität; ich habe mir meine Zukunft selbst prophezeit.

Heute weiß ich, dass ich keine Angst vor dir hatte, sondern vor dem Gefühl, welches du in mir ausgelöst hast. Es war harte Arbeit, doch ich habe gelernt, mir selbst zu genügen und, dass ich gut „genug“ für andere bin. Meine Realität ist eine andere geworden; sie besteht heute aus hellen Bildern; es sind diese Bilder, die mir eine andere Zukunft prophezeien werden.

Own World

I slept away, into my own world of peace; dreams of the moments, we have never had.

Goldstücke des Alltags

Heute konnte ich wieder feststellen, wie wichtig es ist, kleine „Goldstücke“ in den Alltag zu integrieren; vor allem,wenn die Üblichen – Aktivitäten mit Freunden – fehlen. Selbst kleine Goldstücke machen den Tag heller und heben die Laune. Das Schöne daran ist, dass diese Goldstücke bereits existieren; man muss sich nur an sie erinnern. Meine sind unter anderem frische Luft und guter Kaffee.

Anstatt heute erneut zu Hause zu versumpfen, beschloss ich spazieren zu gehen und einen Abstecher bei meinem Lieblingsbäcker zu machen. Diese Strecke – 2 Kilometer, jeweils hin und zurück – laufe ich sonst zweimal die Woche; immer dann, wenn ich zu meinem Training gehe.

Draußen an der frischen Luft bemerkte ich schnell, wie meine bleiernde Müdigkeit der letzten Tage Schritt für Schritt verflog. Mit jedem der Schritte entfernte ich mich von meinem Selbstmitleid und ging „frischer“ Motivation entgegen.

Nach dem Besuch meines Lieblingsbäckers genoss ich meinen Kaffee to go und nahm war, was ich auf meinem Spaziergang fühlte; den Wind im Gesicht und den feinen Nieselregen auf meiner Haut. Das Laufen tat mir so gut, dass ich auf meinem Rückweg kleinere „Umwege“ einbaute, um mehr von dem Wind und dem Regen wahrnehmen bzw. fühlen zu können. Auf meinem Nachhauseweg lächelte ich zwei Fremde an, einfach so, um ihnen einen Teil meiner guten Laune abgeben zu können.

Als ich zu Hause ankam, freute ich mich sogar auf meine eigenen Vierwände; die Wände, die ich den letzten Tagen im Überfluss genossen habe. Meine Wohnung ist in diesem Moment wieder zu dem Goldstück geworden, welches sie vorher schon gewesen ist; ich hatte dies nur vergessen.

Ich habe mir vorgenommen, von jetzt an wieder mehr „Goldstücke“ in meinen Alltag zu integrieren; Goldstücke, von denen ich die meisten schon kenne, die aber vom Blues überspielt wurden. Die meisten davon sind klein, kosten kein Geld und sind dennoch – oder gerade deswegen – wertvoll.

Auch ihr habt Goldstücke, die euren Tag aufhellen. Ihr müsst nur überlegen, welche es sind. Kleine kostbare Momente, die leicht in den Alltag zu integrieren sind, wenn man es sich vornimmt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Überlegen und Umsetzen.

Kreise

Dinge, die dich traurig machen oder belasten werden weder kleiner noch verschwinden sie, wenn du sie wie im Kreise gedanklich vor dich hin wälzt; im Gegenteil. Je mehr du über sie nachdenkst, um so größer werden ihre Kreise; bis du dich irgendwann gedanklich in ihnen verlierst.

Crazy

Crazy how deeply you heart can be touched by someone, who has never really touched you.

Genügt

Wenn ich etwas für dich tue, erwarte ich nichts dafür. Ich mag dich einfach, dass genügt mir.

Wärme

Das Leben kann manchmal kalt und grausam sein; ich weiß. Doch, dass ist nicht das Problem. So ist es nun mal. Schade ist, dass viele Menschen diese Kälte verinnerlicht haben. Sie haben vergessen, dass es ihre Wärme ist, die ihr Leben und das von anderen ein wenig heller machen könnte.

Der Corona Blues

Ende Oktober dachte ich noch, dass ich den Lockdown in seiner „light-Version“ genauso gut überstehe wie den vorherigen. Nun stelle ich fest, dem es nicht so: Der Corona Blues hat mich erwischt und spielt ein Lied für mich.

Der zweite Lockdown trifft mich einfach härter als der erste; selbst in seiner „light-Version“. Tatsächlich bin ich den letzten Tagen ein wenig in Selbstmitleid versunken. Der ständig wiederkehrende, monotone Tagesablauf – „Aufstehen-Arbeiten gehen-Fernsehen-Essen-schlafen – schlägt mir auf die Psyche. Die trüben Tage tun ihr übriges.

Gedankenmonster, die vorher still waren, werden wieder gefüttert. Unermüdlich, mit Gedanken, die sie größer werden lassen. Die Motivation etwas dagegen zu tun nimmt stetig ab; zurzeit bin ich quasi auf der Suche nach meiner Motivation für meine Motivation. Ehrlich gesagt muss ich mich derzeit dazu zwingen, Yoga zu machen oder zu meditieren. Natürlich werde ich diese Rituale weiterhin pflegen – alleine schon, weil sie Abwechslung in den Tagesablauf bringen -, um die „Gedankenmonster“ nicht weiter zu füttern. Nur so werden sie leiser, das ist mir bewusst.

Zusätzlich, zu meinem Selbstmitleid, war ich auch noch wütend auf mich. Ich fühlte mich undankbar aufgrund meines Selbstmitleides und meinen negativen Gedanken. Mir geht es gut, sicherlich besser als anderen. Ich bin gesund, kann arbeiten gehen und habe genügend zu essen und zu trinken. „Ich sollte ausschließlich Dankbarkeit empfinden und grundlegend positiv denken“, dachte ich.

Eins habe ich außer acht gelassen: Grundsätzlich empinde ich Dankbarkeit, vor allem für die „kleinen Momente; Materielles war mir noch nie so wichtig. Auch jetzt bin ich für die kleinen Lichtblicke, bestehend aus Arbeit oder Yoga, dankbar. In schwierigen Zeiten bemerkt man einfach nur, was man vermisst oder denkt über Vergangenes nach, was hätte besser laufen können. Viel freie Zeit, die sonst mit Aktivitäten verplant waren, fordert automatisch zum Nachdenken auf; zumindest bei mir.

Ich habe beschlossen, dass ich wegen dieser Gefühle nicht länger wütend auf mich bin. Stattdessen akzeptiere ich sie einfach und nehme sie an; bis sie wieder gehen. Das werden sie, wenn ich sie akzeptiere. Man kann nicht immer positiv denken, ab und an „erwischt“ es einen und man verliert sich in seinen Gedankenstrudeln; solange man dies bemerkt, verhindert man, dass die Gedankenmonster einen komplett auffressen können.

Letztlich ist es doch auch so: Nach jedem Tanz zu einem Blues, dreht man sich irgendwann wieder zu einem Takt anderer Musik; die ersten Klänge höre ich schon.

Tanz

Ich tanze zwischen Irgendwo und Nirgendwo meinen kreisenden Tanz;

bin wechselnd irgendwer und irgendwas‘, aber nie vollkommen ganz.

Sleep

Most of the people find peace in their sleep; I only find my dreams of yesterday and my sorrows of the future.