Konfetti

Es regnet selten ständig buntes Konfetti im Leben; manchmal besteht der Regen „nur“ aus Resten von weißem Papier, wie aus einem Locher. Doch, wenn du dir die weißen Schnipsel farbig denkst, regnet dein „eigenes“ Konfetti – und, dass an jedem Tag.

Dein Herz

Ich halte es geborgen, in meiner Hand;

wiege es behutsam hin und her,

streichle es sanft.

Es ist bei mir sicher, ich gebe auf es acht;

höre seine leisen Ängste und Zweifel,

„puste“ zart über seine Narben.

Ich möchte es lieben, wenn du mich lässt;

dein Herz, ist so schön,

ich liebe es bereits, so wie es ist.

Licht

Wir sind alle Kinder des Lichts; „gesprenkelt“ mit den Farben des Lebens.

Stillstand

Kein Ton, kein Laut, Stillstand bis zur Apathie,

Außen die Stille, im Innen ist sie laut wie nie.

Die Freiheit verloren, durch eine Maske verdeckt,

Gesichter, zermürbt und müde, werden versteckt.

Melancholie

Die Melodie sie spielt, bittet zum Tanz;

melancholisch‘ Herz, im dunklen Glanz.

Das Herz tanzt schwer, es dunkel singt;

es kennt die Melodie, die heut‘ erklingt.

Leise Momente

Die leisen Momente der Liebe zeigen sich in der Stille mit unserem Gegenüber; in dessen Armen zu liegen, ihm entweder in die Augen zu schauen oder mit ihm zu ruhen.

In diesem Moment zu spüren, dass der andere Mensch uns wie ein ruhiger Hafen geborgen „hält“, ist sicherlich eines der schönsten Gefühle der Welt.

Austausch

Die Kunst sich nicht zu verlieren, beinander zu bleiben, liegt in der Fähigkeit, miteinander im Gespräch zu bleiben; trotz aller Konflikte oder Meinungsverschiedenheiten.

Ein Austausch über Sehnsüchte, Wünsche oder Ängste schafft Möglichkeiten, sich in seinem Gegenüber „wiederzufinden“ oder ihn bzw. sich als Paar immer wieder neu zu entdecken. Mit der Zeit entsteht dadurch etwas Eigenes; etwas, dass zwei Menschen einander bindet bzw. zwischen ihnen Verbindung schafft; aus ersten, flatterhaften Schmetterlingen werden beständig fliegende Schwärme.

An manchen Tagen fliegen diese Schwärme höher, an anderen tiefer; doch immer gemeinsam, in dieselbe Richtung.

Beginning / End

I fell in love with you, without thinking; it was the beginning.

Then I started to think, without loving; it was the end.

Im Sog der Tiefe

Im Sog meiner Gedanken bin ich fast ertrunken; fest umklammert, gefangen in der Tiefe. Helle Blautöne verschwammen, wurden zum schmutzigen Grau. Alleine, im Dunkeln, mein SOS ohne Echo oder Antwort; nirgendwo ein Anker oder ein Rettungsboot in Sicht.

Dann, nach einer Zeit in der Tiefe, begriff ich, dass ich mein eigener Anker sein muss, mein eigenes Rettungsboot; ich hörte meine Rufe in der Not. Ich begann, mich von diesem dunkelgrauen Sog zu lösen; allmählich, ganz langsam stieg ich empor, der Oberfläche entgegen.

Atemzug

Ich lauschte deinem Atem, wie er sanft, fast zart, ein und aus dahinglitt; ein rauschendes Meer voll Ruhe.

Jeder berauschte Atemzug von dir, ging in mir über, breitete sich in meinem Inneren aus; die Ruhe, die zarte Sanftheit, ergriff mich – zunächst vorsichtig zögerlich, dann vollkommen ganz, bis ich selbst dem Schlaf entglitt.