Die Nacht so dunkel, der Tag so hell;
beides trifft sich in mir für ein Duell.
Tag und Nacht, ich bin beides, im Wechsel, wie es auch das Leben ist;
ich lernte, „du musst dich akzeptieren, lieben, so wie du bist“.
Gedichte, Gedanken, Texte
Die Nacht so dunkel, der Tag so hell;
beides trifft sich in mir für ein Duell.
Tag und Nacht, ich bin beides, im Wechsel, wie es auch das Leben ist;
ich lernte, „du musst dich akzeptieren, lieben, so wie du bist“.
In der Nacht, so süß und dunkel schwer,
kreisen Gedanken im Karussell umher.
Es ist die Vergangenheit, die lacht,
die Zukunft, die mir Sorgen macht.
Die Nacht schreitet bis zum Morgen voran,
das Karussell es dreht sich, es hält nicht an.
Morgen, in der Nacht, dreht’s sich erneut,
das Karussell, dass auf’s neue meinen Schlaf zerstreut.
Der Diamant, das Juwel, eines Jeden ist seine Seele.
Segenswünsche, für das neue Jahr, die Welt und all ihre Seelenkinder darin;
dass kommende Tage bunter werden, mit Glück und Freude ausgefüllt sind.
In deiner Verletzlichkeit, darin erkannte ich mich;
du erkanntest in meiner ebenfalls dich.
Wir beide, verletzlich und stark zugleich;
liebende Wesen, unterschiedlich und dennoch gleich.
Jeder freut sich über ein freundliches Wort,
zu jeder Zeit, an jedem Ort.
Jeder freut sich über ein Lächeln, dass man ihn schenkt,
dass man mit ihm fühlt und an ihn denkt.
Jeder freut sich über eine Umarmung, geborgen und warm,
sich fest und sicher einander zu drücken, von Arm zu Arm.
Ich habe all meine bunten Farben „an dir“ aufgebraucht; mein gelb für dein grau, mein rot für dein schwarz. Nun bin ich selbst „nur“ noch grau und schwarz und du, du bist es immer noch. Ich habe dir kein gelb mehr zu geben und auch kein rot; selbst wenn, du absorbierst die Farben nur und malst sie nicht selbst. Lass mich für eine Weile ruhen, ich brauche Zeit, damit ich meine bunten Farben wieder neu zusammen mischen kann; mit Menschen und Dingen, die diese nicht nur absorbieren, sondern mir spiegeln und mir dadurch gut tun.
Wie schön mag es sein, der Liebe fern von Vernunft zu folgen; aus dem Herzen heraus, ohne sie vorher zu zerdenken.
Ich wusste, als ich das letzte Mal sah, dass es Zeit ist, Abschied zu nehmen. Es bedurfte keiner Worte; sie wären ohnehin nicht möglich gewesen – nur ein Gefühl. Es war ein Abschied ohne Worte, still und leise; plötzlich, ohne Vorwarnung.
Damals hatte ich wenig Erfahrung mit dem Thema Abschied nehmen durch eines unwiderruflichen Verlustes; außer die Üblichen – zerbrochene Freundschaften oder Liebesbeziehungen. Der Tod eines nahen Menschen bedeutet ein anderes Abschied nehmen; trotz ähnlicher Gefühle.
Verluste schmerzen immer, doch sie gehören zu unserem Leben dazu; auch wenn sie einem den Boden unter den Füßen wegreißen.
Manche sprechen über ihren Verlust, andere verdrängen ihn und zeigen keinerlei Gefühle. Während andere weinen und schreien, am liebsten beides gleichzeitig, ziehen sich manche in sich selbst zurück. Trauer ist immer individuell; es gibt kein Muss oder Soll.
Oft gibt man sich, dem Leben oder anderen die Schuld; meistens hilft nichts – bis man die Erfahrung macht, wie heilsam es sein kann, darüber zu sprechen.
Sicherlich ist Trauer individuell, Verdrängung verarbeitet sie jedoch leider nicht. Niemand redet gerne über den Tod, über Verlust oder das Abschied nehmen; und doch ist es äußerst wichtig – nicht nur, um den Verlust verarbeiten zu können, sondern auch, um das Leben schätzen „lernen“ zu können.
Ich weiß, es klingt anmaßend aus den Themen „Tod“ und „Abschied nehmen“ etwas Positives ziehen zu wollen. Sollte ich irgendjemanden mit dieser Einstellung verletzen, tut es mir leid! Dies ist nicht meine Absicht. Ich habe selbst viele Abschiede erlebt; endgültige, auf unterschiedliche Weise. Lange habe ich diese verdrängt, mir die Schuld daran gegeben oder nicht über meine Gefühle gesprochen. Geholfen hat mir all dies nicht. Erst als ich meine Gefühle „wirklich“ zuließ und darüber sprach bzw. schrieb, konnte ich die Abschiede verarbeiten und Etwas aus ihnen mitnehmen. Vielleicht hilft dieser Denkansatz auch anderen, erlebte Abschiede anders zu betrachten bzw. sie für eine beginnende Verarbeitung (mir ist bewusst, dass es dafür manchmal auch noch andere Hilfen benötigt und ein Blogeintrag alleine hierfür nicht ausreicht) neu in den Fokus zu nehmen.
Abschiede sind meistens endgültig. Sie zeigen uns, wie vergänglich alles sein kann und auch ist; so wie unser Leben selbst. Vergängliches ist zerbrechlich und wertvoll; unser Leben ist wertvoll. Abschiede auf diese Weise zu betrachten bieten somit die Chance, das Leben mit all seinen Momenten als das zu sehen was es ist: Das wertvollste Gut, was wir alle haben.
Man schätzt sein Leben oft nicht genug. Zu schnell rast die Zeit dahin, zu sehr sind wir in meist vermeintlich wichtige Verpflichtungen, eingespannt. Wir vergessen zu leben, indem wir schöne Momenten, die uns das Leben ausreichend bietet, nicht fühlen, sondern funktionieren lediglich; im Sinne, den alltäglichen „Wahnsinn“ bewältigen zu können. Die Vergänglichkeit wird ausgeblendet, bis sie uns irgendwann packt und wach rüttelt; dass sollte sie auch.
Das Leben ist vergänglich, Momente sind vergänglich und leider auch Beziehungen zu Menschen, die wir lieben. Auch wir sind vergänglich, ein jeder von uns. Ich eingeschlossen, auch wenn ich nicht gerne darüber nachdenke. Abschiede prägen unser Leben und irgendwann werden wir selbst ebenfalls Abschied nehmen müssen; vom Leben und von uns.
Es geht mir nicht darum, dass man sich seine Vergänglichkeit und die des eigenen Lebens ständig vor Augen führt; emotional gesehen täte dies auch nicht sonderlich gut. Vielmehr sollte man sich, bedingt durch die Vergänglichkeit des Lebens, auf das Positive konzentrieren und sein Leben wirklich leben; anstatt nur zu funktionieren.
Unser Leben besteht aus mehr, als aus einem 10 Stunden Arbeitstag, gefolgt von einkaufen, essen und schlafen; sich im ständigen Kreislauf wiederholend. Natürlich benötigen wir alle diese „Basics“, um unser Leben gestalten zu können, aber es ist essentiell wichtig, sich auch für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens Zeit zu nehmen; für das Schöne im Leben, auch wenn es sich manchmal versteckt. Oft hilft es, genauer hinzusehen oder bewusst wahrzunehmen; nichts für selbstverständlich zu halten und dankbar zu sein.
Abschiede zeigen letztendlich, dass wir alle nur „einen Wimpernschlag“ auf dieser Erde verweilen; so kitschig dies auch klingen mag. Doch, wenn man diese kurze Zeit zu schätzen und zu leben weiß, genügt dieser „Wimpernschlag“ uns allen, um zu lernen, was „Glück“ bedeutet.
Ich wollte diesen Beitrag erst „Abschied nehmen“ nennen. Beim Schreiben selbst habe ich mich entschieden, meinen Beitrag den Titel „ein Plädoyer für das Leben“ zu geben. Wir alle sollten „Ja“ zu unserem Leben sagen; egal was es für uns bereit hält – denn, auch wenn es vergänglich ist, haben wir alle die Möglichkeit unser eigenes Glück zu schaffen; dass wir bis zum Ende unserer Tage mit und in uns tragen. In diesem Sinne wünsche ich Euch heute noch alle viele wunderbare Momente, die Euch glücklich machen.
Für Dich!
Im Hier und Jetzt, lass uns Altes hinter uns lassen,
uns ansehen, das Ich des Anderen ganz erfassen.
Im Heute, lass uns fühlen wer und was wir beide wirklich sind,
egal was war, es ist immer jetzt, solange man von vorne beginnt.
Dieser Tage, lass uns neu begegnen, reden und lachen,
ein uns nicht nur denken, sondern es dazu machen.