Be…

glamorous; even, when the lights go out!

Glücklich

Ich brauch‘ meine Maske nicht, trag‘ mit Stolz mein weiches Gesicht.

Hör meine Seele, wenn sie spricht, sie ist geschlossen, eine Einheit in sich;

Vertrauen ins Leben umgibt mich und ich kann sagen, „ich bin glücklich“.

Halt‘ mich

abc.Etüden – der Wandertyp

Informationen zum Projekt findet ihr hier, vielen Dank an Christiane: https://365tageasatzaday.wordpress.com/

Die Wörter für die Textwochen 25/26 des Schreibjahres 2021 stiftete Monika (auch hier, lieben Dank) mit ihrem Blog Allerlei Gedanken. Sie lauten:

Praline
herzhaft
wandern; Reihenfolge anders, wie immer 300 Worte und los geht’s.

„Du bist witzig“, sagte Hannah zu Steffi am Telefon, „ich und wandern; das passt so gut zusammen, wie Kräuterfrischkäse mit Schokolade. Ich weiß einfach nicht, was ich anziehen soll; das pinkfarbene Cocktailkleid muss wohl im Kleiderschrank bleiben und die einzige Hose, die ich besitze, gehört zu meinem Bärchen-Pyjama. Damit kann ich Arno wohl kaum beeindrucken.“ Steffi lachte: „Du bist unverbesserlich; wenn dich Arno in deinem Bärchen-Pyjama nicht attraktiv findet, dann hat er dich auch im Cocktailkleid nicht verdient. Sei einfach du, alles wird gut.“ Beide legten auf.

Gedankenverloren füllte Hannah ihre letzte Praline, die sie zubereitet hatte. „Steffi hat recht“, dachte Hannah sich. Beim Auswaschen der Schüssel sah sie kleine grüne Stücke in der Spüle; „ich kann mich nicht erinnern, Pistazien in die Füllung getan zu haben.“ ; die Uhr schlug 12. Hannah stellte schnell alles beiseite, um sich fertig zu machen.

Beide waren schon eine Weile gewandert, als sie beschlossen, eine Pause einzulegen; Hannah bot Arno ihr Konfekt an. „Die habe ich selbst gemacht; mit einer Frischkäse Füllung.“ Arno bediente sich aus der Dose und biss genussvoll in das Schokoladenstück, verzog jedoch bald darauf sein Gesicht. Hannah betrachtete ihn besorgt: „Was ist los, schmeckt sie dir nicht?“. Arno kaute, schluckte die Reste herunter und antwortete: „Doch, ihr Geschmack war nur etwas außergewöhnlich.“ Während Arno lachte, verstand Hannah nur Bahnhof „Ich glaube, ich habe noch nie eine Schokoladenpraline mit Kräuterfrischkäse gegessen“, ergänzte Arno augenzwinkernd. „Das tut mir leid“, sagte Hannah, „bei der Zubereitung der Füllung habe ich wohl etwas verwechselt.“ Beide schwiegen, bis Arno sagte: „Weißt du Hannah, ich bin sowieso eher der herzhafte Typ“. Er blickte Hannah liebevoll an, sie lächelte zurück; sie hatte unrecht, sie war wohl doch der Wandertyp – zumindest mit Arno, der ihr Kräuterfrischkäse Konfekt mochte.

Retro – Love

Pinguin

Ich bin ein Pinguin, der sein Herz selten verschenkt; wenige Menschen umschließt, dafür uneingeschränkt.

Mein Herz umschließt auch dich, hat unsre Momente konserviert; Bilder und Worte farbig abfotografiert –

nun läss’s dich ziehn, fliegen, wie nen Luftballon; was bleibt, sind Erinnerungen, verpackt in nem Karton.

Und ich weiß, dass ich gegangen bin, dir nicht gesagt hab‘, das du etwas für mich bist; es war nicht die Angst, sondern nur die Akzeptanz, dass es für dich einfach nicht dasselbe ist –

denn ich hab’s dir nie gesagt, doch in vielem gezeigt, das du etwas für mich bist; so sehr hab‘ ich mir gewünscht, dass du’s auch zeigst, es ein kleines bisschen für dich genauso ist.

Mein Herz ist ein Pinguin; bleibt dir zugeneigt, doch akzeptiert das Ist, wie es ist – es wünscht sich für dich, dass du glücklich bist und weiß, dass es das irgendwann auch wieder ist.

Saite

Wir spielen sanft des andren Saiten, fühlen unser‘ Seelen ineinander gleiten;

Töne, die wir füreinander spielen, klingen, fühlen wir als Ganzes; unsre Seelen singen.

Ohne Worte V

Liebe…

Grauer Vorhang

Ohne einen grauen Vorhang vor unserem Herzen, bestehend aus Erfahrungen und erlittenen Verletzungen, könnten wir einfach sein, was wir sind; ein Wesen mit Schatten und Licht. Wir würden aufhören, jemand anders sein zu wollen, unsere Licht- und Schattenseiten akzeptieren, könnten Mitgefühl für uns entwickeln und achtsam mit uns umgehen; eine Ansicht, die dazu führt, das wir auch andere Menschen so lieben, wie sie sind – achtsam zu ihnen sind, ohne sie verändern zu wollen, egal ob sie im Schatten stehen oder im Licht.

Ohne einen grauen Vorhang vor unserem Herzen, könnten wir die Schönheit des Lebens erkennen und unser Augenmerk auf dessen kleine Wunder legen; unserem Atem oder unser schlagendes Herz. Wir würden aufhören, das Leben als ungerecht zu empfinden oder wütend zu sein, weil wir uns etwas vom Leben wünschen, das es uns unserer Ansicht nach nicht schenkt; stattdessen wären wir dankbar und hätten ein offenes Herz, was dazu führt, das wir mit uns, mit dem was wir haben, glücklich und zufrieden sind. Eine Einstellung, die dazu führt, das wir Momente und Chancen, die uns das Leben im Ist schenkt, präsent wahrnehmen – denn meistens liegt das Glück in diesen Momenten, nicht in der Suche danach.

Ohne einen grauen Vorhang vor unserem Herzen würden wir aufhören, uns in negativen Gefühle zu verlieren; in Neid, Missgunst oder Hass auf andere, weil sie etwas haben, was wir nicht haben. Wir würden aufhören, unser Glück im Außen zu suchen oder in Dingen bzw. anderen Menschen; stattdessen würden wir Zufriedenheit und Glück spüren, weil wir uns für andere freuen können. Eine Einstellung, die dazu führt, dass wir das Leben annehmen wie es ist, ohne uns bei Stürmen in Frage zu stellen, da wir fest in uns verwurzelt sind – wir könnten die Stürme als Rückenwind nutzen und bei Krisen wachsen, da wir uns sicher sind, dass das Glück uns irgendwann wieder findet.

Ohne einen grauen Vorhang vor unserem Herzen, könnten wir einfach lieben; etwas wofür wir geschaffen sind. Wir würden uns nicht mehr in Illusionen oder Phantasien verlieren, da wir fühlen, das beidseitig Interesse besteht, unser Herz dem anderen zu öffnen; denn wir senden Signale, die klar sind und dem anderen auf unsere Weise zeigen, was wir für ihn fühlen. Wir würden uns nicht mehr von Ängsten oder innere Blockaden leiten lassen; stattdessen würden wir uns einfach lieben lassen und selbst lieben – uns fallen lassen, um uns im anderen erkennen zu können. Eine Einstellung, die Liebe frei wachsen lässt, da sie auf Anerkennung des Seins unseres Gegenübers beruht.

Wir alle haben einen grauen Vorhang vor unserem Herzen, eingefärbt durch unser Leben. Er schützt uns, doch blockiert uns auch; dann, wenn wir ihn geschlossen halten, er für neue Erfahrungen und Ansichten zu blickdicht ist – doch es lohnt sich, unseren grauen Vorhang ab und an zu öffnen.

Ozean

Unser Leben wird zu einem Ozean voller Möglichkeiten, wenn wir lernen, die Gedanken loszulassen, die uns in die Tiefe ziehen; erst dann können wir uns von den Wellen des Lebens tragen lassen und uns freischwimmen – selbst im Wechsel von Ebbe und Flut.