Warum

Du bist mein Warum, hinter dem kein Fragezeichen steht.

Liebe dich

Angst hält fest, Wut zerstört, Traurigkeit macht farblos, doch die Liebe heilt; vor allem die Liebe, die du dir selber schenkst.

Winterherz

Mein Herz im Winter liegt auf Eis,

fährt auf Schienen ohne Gleis;

innen öffnen Risse sich,

es fällt in sein dunkles Ich –

dann küsst es die Ewigkeit,

schwindend, in der Dunkelheit.

Weg

Wer hofft, macht sich auf den Weg; wer an sich glaubt, ist es bereits.

Vielleicht

Ich kann lügen, mein Herz kann’s nicht,

ohne zu fordern, denkt es an dich.

Vielleicht warst du blind oder auch ich,

vielleicht warn wir etwas oder auch nichts.

Das Vielleicht flüstert; fragt, erinnerst du dich? –

denkst du noch dran oder vergisst du mich?

abc.Etüde: Ihr Moment

Infos zum Projekt: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2022/01/16/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-03-04-22-wortspende-von-stachelbeermond/

Großes Danke an alle, wie immer. Hier nun mein kleiner Beitrag.

Als Andrea die Tür öffnete und den Hausflur betrat, hörte sie ein leises Knistern. Unweigerlich stieg Wut in ihr hoch; Harald hatte sicherlich wieder ein Chipstüte geöffnet und war mampfend durch die Wohnung gerannt. „Schatz“, stieß es unverdrossen aus ihr heraus, „du wolltest doch heute Saugen“. Ohne eine Antwort abzuwarten, ging Andrea ins Wohnzimmer. Alles war dunkel, von Harald fehlte jede Spur. Entfernt sah sie Lichter auf dem Balkon brennen. Andrea trat einen Schritt nach vorn, dann stolperte sie über etwas Metallisches, das auf dem Boden lag. „Verdammter Mist“, schrie sie schmerzerfüllt.

„Schatz, was ist passiert?“, fragte Harald, der vom Balkon aus das Wohnzimmer betrat. „Ich bin gestolpert und auf meine Knie gefallen. Das ist los. Wieso brennt hier kein Licht und warum hast du nicht gesaugt, wie du es versprochen hast?“, erwiderte Andrea wütend. Harald kratzte sich verlegen am Kopf. Er ging zum Lichtschalter, knipste die Lampen an und holte einen Eisbeutel aus dem Kühlschrank. Andrea sah sich um. Auf dem Boden lagen getrocknete Rosenblätter, die Harald verteilt haben musste. Vor ihr lag ein Sektkübel, über den sie gestolpert sein musste. Auf dem Balkontisch standen zwei Sektgläser und eine Schale mit Wackelpudding; ihr Lieblingsnachtisch. Dann sah sie in Haralds Augen; er kniete mit einem Eisbeutel, auf dem eine offene Ringschatulle lag, vor ihr nieder. „Normalerweise kniet bei einem Antrag der Mann vor seiner Frau, doch wir beide haben schon immer alles anders gemacht. Wieso jetzt mit Traditionen brechen. Andrea, willst du mich heiraten?“

Andrea vergaß ihre schmerzenden Knie, nickte freudestrahlend und ließ sich in Haralds Arme fallen. Beide waren überglücklich in diesem Moment; ein typischer, leicht chaotischer Harald und Andrea Moment, der nur ihnen gehörte.

Mondscheinlicht

Ich seh‘ dein Gesicht,

im Mondscheinlicht,

deine Schönheit spiegelt sich,

ich frag‘ mich, wieso siehst du nicht,

wie viel Liebe aus dir spricht.

Träume und Wünsche

Wie viele Träume sterben, weil wir nicht mutig genug sind, sie fliegen lassen?

Wie viele Wünsche werden farblos, weil wir uns vom Grau des Lebens einfangen lassen?

Doch du bist der Schöpfer deines Lebens; denk‘ dich groß, mal‘ deine Gedanken bunt an, damit deine Träume und Wünsche fliegen können.

Myriade Impulswerkstatt: In deinen

Infos zum Projekt: https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2022/01/03/einladung-zur-impulswerkstatt-janner-februar-2022/

Danke an Myriade und alle Mitschreiber.

In deinen Händen bin ich,

dein Atem trägt mich;

in deiner Seele ruh‘ ich,

dein Herz sieht mich.

Essenz

Streifen wir unser Ego ab, finden wir unser wahres Selbst, dessen Essenz Liebe ist.