Wir kaufen Ratgeber in Buchhandlungen, entwerfen Skizzen für unser Leben, gehen voller Mut los, doch stolpern beim ersten Schritt und bleiben liegen. Wieder hat uns der Selbstzweifeldrache zu Fall gebracht. Gedanken und Vergleiche trampeln unsere mühevoll erbaute Stadt bieder, bis sie in Schutt und Asche liegt.
Wie geht’s nun für uns weiter?
Sollen wir auf einen Drachentöter hoffen oder noch besser auf einen Retter warten, der uns aus unserem Angstturm befreit?
Wir können aufstehen, weitermachen, damit aufhören, uns zu vergleichen und bei uns bleiben; wir erschaffen unsere Städte und sollten nie vergessen -Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden.
Die Wahlergebnisse schlagen ein wie ein Komet: Von rechts nach links – Extreme gewinnen. Wer am lautesten schreit behält Recht, ohne zu wissen womit. Hauptsache Angst wird geschürt. Wir wird zum wütenden Wolf, der mit seinem Rudel alle zerfleischt, die nicht derselben Meinung sind. „Wir gegen alle“, lautet die Parole.
Unser ursprüngliches wir verliert sich; es wurzelt nicht mehr auf Liebe oder ein Miteinander, sondern auf Angst oder Hass. Es geht nicht darum, einander kennenzulernen, den anderen zu verstehen, um sich zu verbinden, sondern ums gewinnen und Recht behalten.
Doch der größte Verlierer ist das Leben, das um den Frieden bangt.
