Die Uhr schlägt Zwölf. Mitternacht. Geisterstunde. Mündlich überliefern Gespenster ihre Mär der Vergangenheit und der Zukunft.
Herzschmerz, einst ausgelöst, pocht laut im Takt von angstvollen Zukunftsballaden. Der Verstand singt ein Lied, mit wiederkehrenden Strophen und gleich bleibendem Refrain: „Niemals wird es anders sein als jetzt. Ich werde niemals glücklich sein.“
Die Zeit schlägt lähmend, im Raum ohne Ist. Der Körper und die Seele verfangen sich im Geist und erstarren.
Erneut ertönt ein Schlagen durch die tiefschwarze Nacht. Die Geisterstunde hat geschlossen. Die Gespenster ruhen, bereit zum nächsten Spuk. Geister, die man ruft. Unbewusst. Bis man ihnen in die Augen blickt.

