Kompass

Du bist mein Kompass –

durch die Fluten des Lebens;

nachhause, zu dir.

Seelenlandplatz

Mein Anker im Meer,

der mich ausruhen lässt; du,

mein Seelenlandplatz.

Abc.Etüde: Etüde

Informationen zum Projekt: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2023/04/02/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-141516171823-wortspende-von-meine-literarische-visitenkarte/ Mein zweiter Anlauf in diesem Jahr.

Sybille war schnell flügge geworden, nachdem sie damals aufgrund ihres Studiums ins Wohnheim gezogen war. Während sich ihre Freunde später mit Nestbau beschäftigten, blieb sie fokussiert. Sybille mied Parties, datete kaum und tat auch sonst nichts Verrücktes. Zielstrebig verfolgte sie ihre Ziele; Anwältin werden, eine eigene Kanzlei eröffnen, eine Penthousewohnung erwerben.

Heute, mit fast 38, hatte Sybille alles erreicht. Glücklich war sie trotzdem nicht. Die Meetings mit Arbeitskollegen verliefen oft belanglos und trotz all der warmen Lichter, die abends in ihre Penthousewohnung strahlten, war ihrem Herz oft frostig zumute. Es gab niemanden, dem Sybille von ihrem Tag erzählen konnte. Kein Partner, der ihre Hand hielt und keine enge Freundin, mit der sie abends ein Glas Wein trinken konnte.

Die Sonne strahlte und das Meer rauschte. Sybille lag am Strand und resümierte über ihr Leben. Sie hatte ihre Karriere vorangetrieben und materielle Ziele verfolgt. Alles andere war auf der Strecke geblieben.

Aus weiter Ferne hörte Sybille Trommeln schlagen. Rhythmisch und herzerfüllend. Sie verspürte auf einmal den Drang, sich zu bewegen, im Rhythmus zu verlieren, stand auf und begann zu tanzen. Frei von allen to do’s, war sie glücklich, im Jetzt und Hier. Sybille tat etwas Verrücktes, zum allerersten Mal in ihrem Leben. Dieser Moment war der Anfang von etwas Neuem, das spürte sie.

Lebenspilgern

Lebenspilgern;

Herzen beherbergen,

in Seelen nächtigen.

Sich Finden, Ankommen im

gemeinsamenwir.

Sprung

Sprung von Herz zu Herz.

Finden von Liebe und doch

verliert man sich selbst.

Verdenken

Verdenke nicht dein Leben, sondern fühle seine Schönheit; in den Momenten, die sich dir als Chancen und Möglichkeiten zeigen, dein Glück selbst zu bauen.

Lass los, hab den Mut zu träumen und das Vertrauen, dass dich das Leben dahin führt, wo du sein sollst.

Margeriten

Der Schimmel hat sich schwarz geritten,

der Prinz den Drachenkampf verloren,

die Prinzessin ward frustriert vor lauter Bitten,

hat die Hochzeit zum Nimmerleinstag erkoren,

aus roten Rosen wurden weiße Margeriten.

Auferstehen

Lass auferstehen;

die Liebe zu dir selbst und

den Glauben an dich.

Gute Nacht

Du küsst mich gute Nacht,

ich leg mich träumen,

hab nichts zu versäumen,

da der Morgen, niemals erwacht.

Denn wir sind ewig,

in diesem Moment,

der keine Zeit kennt,

für einen kurzen Augenblick.

Universum

Da war ein Staubkorn, sanft und weich

das fand ein andres, ihm ganz gleich.

Aus einem Kosmos, einer Begegnung,

wurde Liebe, ein Universum.