Vollmond, Kälte, Knochen
Vollmond geht auf, Kälte legt sich über die Gräber, in denen die Knochen Verstorbener ruhen.
Inschriften an den Gedenkstätten von Hinterbliebenen funkeln im Licht. Sie erinnern an das Leben von einst, sind Zeugen der Liebe, die niemals erlischt.
Auf dem Friedhof finden alle Menschen Ruhe. Entweder in prunkvollen Grabmälern oder in schlicht gehaltenen Ruhestätten. Wir sind alle gleich. Am Anfang des Lebens und am Ende. Was uns unterscheidet, ist die Zeit dazwischen; ob wir sie nutzen oder nicht.
Sabine legt einen weißen Strauß Rosen auf das Grab ihrer Mutter. Sie hat ihre Zeit genutzt. Sie liebte bedingungslos und hat geliebt.
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