Nachtluft

Die Nachtluft atmet,

in Seelen, wiegend zum Schlaf,

küssen Träume sanft.

Tageslicht

Deine stillen Wasser tragen mich zum Horizont. Weite, im Raum des Himmels;

wir sind Jetzt, bereit für Tageslicht.

Wasser

Tauwetter in unseren Herzen brachte Eis zum Schmelzen.

Wasser durchfloss verborgene Tiefen in uns, spülte über Riffe hinweg, bahnte sich mit all seiner Kraft einen Weg zu unseren Seelen, erweckte Vergessenes zum Leben;

unseren Mut zu lieben, über all unsere Verletzungen hinweg.

Vergänglichkeit

Nachtflug,

in Erinnerung,

Spuren, die berühren,

weil sie Liebe erzählen;

vergänglichkeitsschön.

Liebesmoment

In Sternenkleidern,

tanzten sie Unendlichkeit,

Richtung himmelwärts,

schlagend zwei Herzen,

im Takt vollkommenen Seins;

ein Liebesmoment.

Eden

Jenseits der Liebe,

nachtbedeckt die Herzen still;

Abschied von Eden.

Drabble: Neues Leben

Ein erster Lichtstrahl der aufgehenden Sonne streift über Wiesen und Felder. Vogelgezwitscher begrüßt in seinem Gesang den aufkommenden Morgen, der Dunkelreste langsam verschluckt und hell bemalt. Der Tag beginnt, Menschen erwachen. Gedankenvoll öffnen sie ihre Augen, während sich ihre Herzen leeren, weil sie Nachtträume von Feenschlössern und Elfentänzen vergessen. Funktionieren.

Alltäglich das Wunder Wiedergeburt erleben; Dankbarkeit verliert sich, befangen in für die Seele blind gewordene Gewohnheiten, die den ersten Atemzug hektisch herunterschlucken anstatt den Rhythmus des Herzschlags in Stille zu spüren. Alles beginnt von vorne und auch wieder nicht, wenn der Mensch vergisst, dass jeder Tag ein neues Leben ist.

Tausendschön

Tausendschön –

Winter taut,

Frühling flüstert Erwachen,

in grün weißen Wiesen;

Gänseblümchenmeer.

Mondscheinlicht

Spurenlesen

Spurenlesen,

wo ist die Liebe hin?

Du und ich, vom Winde verweht,

kalte Nachtluft für mein Herz,

ich hebe die Arme, lass mich tragen;

wer fällt, weiß wie nah er den Sternen gewesen ist.