Märchen

Kein es war einmal,

ist dein Märchen, ein du bist;

lass dein Herz schreiben.

Kugel

Wir schütteln die Kugel,

feiner, weißer Trubel,

rieselt auf Häuser, Dächer,

ebbt am Boden, leiser Fürsprecher,

in unseren Herzen, ganz still,

flüstert, was die Welt von uns will,

Moment der Stille, Liebe die weint,

wenn Frieden uns küsst, wieder vereint.

2. Advent

Nachträglich allen einen schönen 2. Advent. Wegen Unwohlsein wird erst heute der zweite Teil veröffentlicht.

Es war einmal das Vertrauen, das Menschen die Fähigkeit schenkte, sich dem Leben trotz Schicksalsschlägen und Widrigkeiten hinzugeben; losgelöst von Angst und Zweifel.

Im leuchtenden Blau schimmerte es für die Menschen, um sie daran zu erinnern, dass sie auf sich selbst bauen dürfen; mit der Haltung, dass sich das Leben für sie zum Guten entwickelt. Das Vertrauen liebte es, menschliche Beziehungen zu stärken und den Glauben an die Erfüllung von Wünschen zu festigen.

Doch mit der Zeit wurde das Vertrauen immer farbloser. Die Menschen verlernten, bedingt durch schmerzhafte Erfahrungen und ihren Fokus darauf, zu vertrauen. Sie gingen kaum noch Risiken ein, trauten sich nicht mehr zu träumen und erwarteten ihr Scheitern.

„Niemand möchten mehr vertrauen, sich dem Leben oder anderen Menschen hingeben, aus Angst, enttäuscht oder verletzt zu werden. Was kann ich nur tun, damit ich für sie wieder mehr an Farbe gewinne?“

Das Vertrauen überlegte und wanderte umher. Entfernt sah es ein kleines grünes Licht brennen. Es ging auf die grüne Flamme zu, begrüßte sie und stellte sich ihr vor. Die Flamme antworte: „Hallo, ich bin die Hoffnung. Die Menschen haben mich ebenfalls vergessen. Daher habe ich beschlossen, das erste Adventslicht zu entzünden. Nun brenne ich sieben Tage.“ „Spürst du denn eine Veränderung? Hoffen die Menschen nun mehr als vorher?“ „Das weiß ich nicht, doch ich hoffe, dass sie es tun. Willst du dich mir anschließen, ein Licht entzünden und darauf vertrauen, dass sich die Menschen an uns erinnern?“

Das Vertrauen überlegte kurz, dann entzündete es mit seinem letzten Blau das 2. Adventslicht.

Wortwelten

Wortwelten schreiben,

Traumreisen für die Seele;

Auszeit, für das Sein.

Verse

Herzen

sind Gedichte,

die reimen wollen,

mit anderen, zur Liebespoesie;

lassdieversesprechen.

Frieden

Am Anfang war die Liebe;

zuerst fühlte sie in uns, dann teilte sie mit anderen, schließlich umhüllte sie die ganze Welt.

Neubeginn zum liebenden Wir.

Frieden.

Buttervogel

4.12. – Für dich.

Seelenflügel bunt gefärbt, haben sich Gottes Liebe gemerkt,

himmelhoch zur Abschiedsmusik, kleiner Buttervogel flieg,

sternengleich, zu deinem Ursprung – dein Herz in mir schlägt niemals stumm.

1. Advent

Allen Lesern einen schönen 1. Advent.

Es war einmal die Hoffnung, die Menschen in unsicheren Zeiten innere Kraft schenkte. Sie vermittelte, dass sich Wünsche und Träume erfüllen können, selbst wenn die Situation aussichtslos erschien. Die Hoffnung, die symbolisch als Anker dargestellt wurde, liebte es, die Welt daran zu erinnern, dass alles möglich ist, wenn man an sich selbst glaubt und daran, dass graue Tage irgendwann lichtvoll enden.

Doch mit voranschreitender Dunkelheit, dem Verschwinden vom Guten in der Welt, spürte sie, dass immer weniger Menschen zu hoffen begannen. Sie verlor immer mehr an Kraft, sowie ihren Willen, weiter in den Menschen wirken zu wollen. Kurz vor Weihnachten, am ersten Advent, sprach sie zu sich: „Niemand hofft mehr, dass sich alles zum Guten wendet oder, dass sich Träume und Wünsche erfüllen können. Ich bin für die Menschen nutzlos geworden. Wenn ich verschwinde, werden sie es nicht bemerken.“

Doch die Hoffnung zögerte. Sollte sie wirklich aufgeben? Die Menschen mit ihren Sorgen und Ängsten allein lassen? Plötzlich überkam sie ein warmes Gefühl und sie wusste, was sie zu tun hatte. Mit ihrer letzen Kraft entzündete sie das erste Adventslicht; selbst in der Hoffnung, dass sich die Menschen an sie erinnern, sie in die Welt tragen. Über den ersten Advent hinaus.

Heimatliebe

Heimatliebe,

sehnsuchtsvolles Herz,

fernab von Heimat,

schlafwandelnd in der Fremde;

heimwehnachdir.

Seelenwanderungen

Seelenwanderungen, Wegweiser zwischen Tag und Nacht;

vorbei an Bergen, Tälern,

Schluchten überqueren,

allein mit sich, seinen inneren Markierungen,

bis wir begreifen, das Leben selbst ist die größte Sehenswürdigkeit, bietet uns die schönste Aussicht, wenn wir loslassen, vertrauen, ankommen – bei uns selbst.