Horizont

Hinterm Horizont

wartet Leben und flüstert:

„Da ist so viel mehr.“

Lebenszeitgeschenk

Nachtschönheiten,

am Himmel,

erzählen von Sternenstaubreisen,

einmal Himmel und zurück –

lebenszeitgeschenk.

Glaube

Als wir anfingen uns selbst zu lieben, lernten wir mit unserem Herzen zu sehen und entdeckten die Welt neu. Regen ließ uns wachsen und die Stürme des Lebens wiesen uns den Weg zu den Sternen. Im Grau malte bunt, weil wir der Liebe vertrauten und darauf, dass wir ein Teil von ihr sind. Ein unerschütterlicher Glaube an uns selbst und an das Leben entstand. Wir kreierten unsere eigene Wahrheit, weil wir verstanden hatten, dass etwas wahr wird, wenn wir es gemeinschaftlich denken.

Und wir wollten glauben; daran, dass wir Liebe sind. Einander verbunden, durch eine Seele, die sich Leben nennt.

Drabble: Spiegelbild

Sie sieht ihr Spiegelbild. Rostig schmecken die Gedanken, die in ihr aufkommen. Ihr wird schummrig und die Spiegelung verschwimmt.

Trotz gut bezahlten Job, Hobbys und Freunden, mit denen sie ihre Freizeit verbringt, ist sie nicht glücklich. Immer wieder wird sie von ihrem Gefolge zu Fall gebracht. Zweifelnde Fragen, auf die sie keine Antwort findet, bohren in ihrem Inneren. „Bin ich gut genug?“, „Werde ich von anderen gemocht?“

Sie blickt erneut in den Spiegel, erkennt das kleine Mädchen von Damals, das sein Zimmer aufräumen muss, um sich geliebt zu fühlen. Sie nimmt sich selbst in den Arm und lächelt. Ein Anfang.

Wolken

Wolkenwattenherz,

trägt mich ins Himmelblaue;

freie Sicht auf uns.

Gedanken zur Datingwelt

Ein Herz im Laufrad,

wo ist Paris geblieben?

Die Antwort bleibt still.

Zwischen links und rechts verirren sich Herzen, auf ihrer Suche nach Liebe. Oberflächlichkeiten sprechen, während Tiefgründigkeit still schweigt. Kein Ankommen im „offen sein für alles“ oder „ich weiß es nicht“. Der Anker wird ausgeworfen und bleibt in vermeintlichen Seelengefährten stecken, die weiterziehen, sobald für sie die Illusion des perfekten Bildes zerbricht. Geister, die wir riefen, werden still, ziehen weiter ohne Abschied zu nehmen. Wir bleiben fragend zurück; mit Herzen, die suchen, nach ihrem perfekten Glück.

Heimatlos

Nur die Liebe zu uns selbst lässt uns Wurzeln finden, die uns durch das Leben tragen.

Eros

heimatlos

in Seelengestalten

Herzen nasskalten

an ihren Fragen

nach Wurzeln die tragen.

Thema Verletzlichkeit

Verletzlichkeit ist die Stärke, zu dem zu stehen, was uns glücklich macht. Es bedeutet, Bedürfnisse zu äußern, die einem wichtig sind. Selbst, wenn dies Ablehnung zur Folge hat, spricht man ein Ja zu sich selbst aus anstatt in Beziehungen zu verharren, die einen nicht glücklich machen.

Vertrauter Feind, umklammerst mein Herz, erzählst mir Geschichten von der Liebe, die ich nur allzu gerne glauben will.

Küss mich gute Nacht kalter Prinz, ich schlaf neben dir ein, träum den Dornröschenschlaf im vergifteten Paradies.

Unsere Nacht fühlt 100 Jahre, die Illusion steht still, bis ich auflebe, selbst wach geküsst, weil mein Herz sich wieder frei fühlt. All meine Wunden bluten und mein Schmerz spricht in seiner Verletzlichkeit, von dem, was ich wirklich will. Ich lass dich ziehen, meinen märchenerzählenden Prinzen auf getarnten Schimmel. Die Illusion verhallt, kein Echo bleibt zurück. Mein Herz ist bereit, sein wahres Märchen zu schreiben.

Die Verletzlichkeit,

spricht in offenen Herzen,

ein Ja zur Liebe.

Schoß

Kein Ort und kein Mensch wird ein zu Hause für uns sein, wenn wir nicht selbst eins für uns sind.

Im Schoß der Liebe,

schaukelt die Sanftmut das Herz;

die Seele kommt an.

Liebesgedichte

Schönen Valentinstag, ob allein oder gemeinsam. Liebe ist immer. Genau Jetzt. Genau Hier. In dir. In uns. In allem was ist.

Liebesgedichte,

flüstern bittersüß,

vom einzig Alleranfangskuss,

der Herzen schlagen lässt;

Valentinsträume.