Heimatlos

Rastlose Nächte, in denen Körper in Gesichtern nach Erlösung suchen, schreien im grellen Licht. Vom Hunger nach Befriedigung angetrieben sprechen Namen von Intimität, in der Seelen unerkannt bleiben, weil sie sich hinter dem Ego verstecken. Im Zusammenspiel flüstert für einen kurzen Augenblick das Glück, bis die Unruhe wieder lauter wird, weil sie nach der nächsten unbekannten Erfüllung strebt. Die Zuflucht im anderen wird zur Flucht, das eigene Zuhause bleibt leer, Gäste besucht, obwohl es sich im tiefsten Inneren Liebe und Verbundenheit wünscht. Doch das ersehnte Heimatland verliert sich in der Angst, sich im anderen zu verlieren, bis es heimatlos wird.

3/4 Takt

Herzen, im 3/4 Takt,

Masken fallen, Seelen nackt,

bis zum Grund, drehn sie sich,

Schattenspiel, im Dunkellicht,

Steine fallen, die Mauer bricht,

weil die Angst der Liebe wich.

Suchen und Finden

Frohe Ostern allen! Wir müssen nicht immer sicken, um zu finden.

Im Weltenbummlern

suchen wir Heimat Liebe,

alles findet uns.

Suchend,

im Außen,

nach Heimat Liebe,

wir sind Welt genug;

nachhausekommen.

Auferstehen

Erwachen,

nach dem Düsterschlaf in schwarzen Löchern,

bricht das Licht hinein,

immer wieder ist Frühling,

Asche zu Phönix,

ein Stück Himmel liegt in jedem von uns, wenn wir fliegen,

Auferstehen, um zu leben.

Himmel

Ein Stück vom Himmel,

ein Leben, das atmet zur

Prosa der Liebe.

Lebenszeit

Lebenszeit dreht sich,

zum Sonnenaufuntergang;

Anfang küsst Ende.

Drabble: Fragen

Mit geschlossenen Augen streicht sie über Seide und geht Gedanken nach.

Könnte sie nur die Zeit verschieben. Wie viele Chancen hat sie nicht genutzt, weil sie über ihr inneres Kind gestolpert ist? Wie oft hat sie sich in Menschen verlaufen, weil sie nicht wusste wer sie ist und was sie sich wünscht?

Sie seufzt. Ist es hoffnungslos mit 41 Jahren von Hochzeit und Kindern zu träumen? Oder hat sie all diese Erfahrungen gebraucht, um die Frau zu werden, die sie heute ist? Sie will sich lieben lassen, ist mutig genug, von ihrem Happy End zu träumen. Alles liegt vor ihr.

Leere

Leere Kleiderbügel und Wände,

kriechen in alle Ritzen, kopfüber ins Herz und zwischen all dem Gesagten, bleibt nicht mehr als Stille;

manchmal ist für immer nur ein Wimpernschlagaugenblick.

Wellenbrecher

Die Liebe in uns,

schlägt Felsen zu Ufern hin;

Angstwellenbrecher.

Dunkelheit

Zwischen Ich und Ich,

bleibt unser Wir eckig,

ein luftleerer Raum,

kann nicht vertraun,

wenn das Kind rebelliert,

Ego laut applaudiert,

war die Liebe, die schreit,

das Licht geht aus, Dunkelheit.