Drabble Gepäck

Elke öffnet das Verdeck des Cabrios, Wind weht in ihren Haaren. Ein Gefühl von Freiheit macht sich in ihr breit.

Sie verlässt ihr Gefängnis; den Mann, der sie kontrollieren und beherrschen will. Von nun an trifft sie ihre eigenen Entscheidungen. Elke drückt aufs Gas. Ihr Atem hallt tief und ihr Herz schlägt regelmäßig. Alles liegt vor ihr.

Der Wind weht stärker. Er öffnet die nicht ganz verschlossenen Taschen, die auf dem Rücksitz stehen. Im Rückspiegel sieht Elke ihre alten Kleidungsstücke davonfliegen. Sie fühlt sich leicht und befreit. Ohne Gepäck fängt sie neu an; ihr Ziel, zu sich selbst zu finden.

Liebe

Gedankengepäck

Himmelsbote

Juniverse

Die letzten zwei Verse.


Geistern

Die Nächte im Wald

geistern im Mondscheinlicht und

flüstern im Gebüsch.


Spinnwebe

Netze in Bäumen

Leben in der Spinnwebe

seidener Faden.


Spinnwebe

Eine Spinnwebe

weht im Wind, die Sonne scheint

Bäume des Schicksals.

Ein neuer Tag

Ein neuer Tag zieht

übers Land

in Gottes Hand

Kälte, die flieht

von der Liebe geküsst

erste Sonnenstrahlen

und die Nacht vergisst

beim Sonnenaufgang malen.

Gedanken

Regenpfützenhüpfen

kühles Nass

fällt auf Erden

und die Natur atmet

Grünluft.


Ein kleines Gebet

zum Nachthimmel mit Sternen –

möge Frieden sein.


Zwischen den Sternen

leuchtet Leben, das erzählt;

wir sind für immer.

Juniverse 22-27

Dickicht

Das wilde Lebem

im Dickicht des Waldes liegt

der Ursprung vom Sein.


Dickicht

Zwischen den Wegen

verloren im Dickicht

strahlt Sonne auf den Boden

weist uns Leben

Schritt für Schritt

von Dunkel zu Hell –

wir müssen nur gehen.


Trampelpfad

Durchs dichte Geäst

den Wald vor lauter Bäumen

sehen- Trampelpfad.


Geäst

Im Schutz der Krone

majestätisches Geäst –

die Himmelsstürmer.


Geäst

Geäst im Mondlicht

streckt sich weit zur Himmelsnacht-

die stille Schönheit.


Wild

Unberührtes Grün

in dem wildes Leben steckt –

Natur ohne Mensch.


Hexenhaus

Knusperknäuschen Schritt,

auf Waldwegen flüstert

die Hexenhausmahr.

Salz der Erde

Schaukel