Himmel

Ein Stück vom Himmel,

ein Leben, das atmet zur

Prosa der Liebe.

Lebenszeit

Lebenszeit dreht sich,

zum Sonnenaufuntergang;

Anfang küsst Ende.

Drabble: Fragen

Mit geschlossenen Augen streicht sie über Seide und geht Gedanken nach.

Könnte sie nur die Zeit verschieben. Wie viele Chancen hat sie nicht genutzt, weil sie über ihr inneres Kind gestolpert ist? Wie oft hat sie sich in Menschen verlaufen, weil sie nicht wusste wer sie ist und was sie sich wünscht?

Sie seufzt. Ist es hoffnungslos mit 41 Jahren von Hochzeit und Kindern zu träumen? Oder hat sie all diese Erfahrungen gebraucht, um die Frau zu werden, die sie heute ist? Sie will sich lieben lassen, ist mutig genug, von ihrem Happy End zu träumen. Alles liegt vor ihr.

Leere

Leere Kleiderbügel und Wände,

kriechen in alle Ritzen, kopfüber ins Herz und zwischen all dem Gesagten, bleibt nicht mehr als Stille;

manchmal ist für immer nur ein Wimpernschlagaugenblick.

Wellenbrecher

Die Liebe in uns,

schlägt Felsen zu Ufern hin;

Angstwellenbrecher.

Dunkelheit

Zwischen Ich und Ich,

bleibt unser Wir eckig,

ein luftleerer Raum,

kann nicht vertraun,

wenn das Kind rebelliert,

Ego laut applaudiert,

war die Liebe, die schreit,

das Licht geht aus, Dunkelheit.

Leben

Meeresmelancholie,

Blick in die Ferne,

Wellen reiten, Richtung Unendlichkeit,

ameisenklein,

am Ort allen Seins,

Teil vom Anfang ohne Ende,

in diesem Moment, der alles ist,

atmet,

in mir, in dir, in uns allen;

Leben.

Liedgesang

Ein stiller Liedgesang,

vom Seelenrauschen,

wenn Herzen lauschen,

ertönt der Liebe klang.

Drabble: Kreischende Möwen

Sie steht an der Reling und blickt auf das Meer, das schimmernd vor ihr liegt. Der Wind, der durch ihr Haar streift, lässt sie Freiheit spüren. Fernab ihres Heimatdorfes, auf dem Weg in ihr neues Leben, weitet sich ihr Herz. Ihre Zukunft beginnt jetzt. Sie schließt die Augen und genießt ihr Kopfkino.

Keine hochgeklappten Bürgersteige, die nachtgraue Eintönigkeit in ihr auslösen, kein monotones rödeln in einem Bürojob, der durch stumpfe Routinen ihr Seelenklopfen abtötet. Sie will mehr, die Welt sehen; Herzflimmern fühlen, bis zum letzten Atemzug.

Kreischende Möwen holen sie zurück. Sie blickt zum Himmel, hebt die Arme und fliegt.

Sternenhimmelblick

Nebeldunst,

steigt auf,

kriecht in Herzen,

die erkaltet Seelenwärme suchen;

sternenhimmelblick.