Sein „Hallo“ war der Beginn von etwas, von dem beide damals noch nichts wussten. Sie trafen sich einfach so, per Zufall. Nichts war geplant oder inszeniert. Es war echt, sie beide. In dem Moment, als sie sich beide trafen, stand die Zeit einen Moment für sie still – trotz der Hektik und dem Lärm um sie herum. Sie sahen nur sich, sonst niemanden. Als sie sich an sahen, bemerkten sie welch großes Glück sie hatten. In einer Welt, voll von Oberflächlichkeit, hatten sie beide etwas echtes gefunden. Sich. Und als sie dies begriffen, wurde aus einem ersten, zaghaften „Hallo“ der Moment, der ihre Geschichte schrieb.
Sie und Er
Sie fragte ihn: „Sag mir, was wünschst du dir von mir?“ Er sagte zu ihr: „Lass mich dich lieben, frei und ohne Angst. Ich kann dir nicht versprechen, dass ich dich nie verletzen werde – mit Worten, die ich unbedacht ausspreche aus blinder Wut. Oder mit Taten, die ich hinterher bereue. Ich kann dir auch nicht garantieren, dass wir niemals an uns zweifeln werden. Schlimmstenfalls scheitern wir, dann aber zusammen!“
Sie schwieg und er sprach weiter zu ihr.
„Ich sage dir aber Folgendes zu: Ich liebe dich jetzt und ich möchte bleiben, um mit dir ein Wir zu werden. Also bitte, habe keine Angst vor etwas, was wir noch nicht wissen können. Lass uns herausfinden, ob es für ein Leben reicht. Zusammen. Also, was sagst du dazu?“
Sie blickte ihn an und antwortete schlicht mit „Ja“.
Lachen und Weinen
Lachen und Weinen – beides ist wichtig für unsere Seele; zu lachen nährt die Seele, zu weinen reinigt sie.
Die Fähigkeit zu lieben
Vieles kann man sich selber beibringen. Das Fahrradfahren zum Beispiel. Oder das Schwimmen. Aber die Fähigkeit „lieben zu können“, erlernst du nur mit Hilfe anderer Menschen. Im besten Falle zeigen dir deine Eltern wie man liebt. Später lernst du es im Umgang mit Freunden oder engen Bezugspersonen. Und mit ganz viel Glück triffst du irgendwann den einen Menschen, der mit dir zusammen erlernen möchte, was Liebe wirklich bedeutet.
Mut
Habe den Mut, dich so zu zeigen wie du bist. Es ist viel zu anstrengend, „Etwas“ sein zu wollen, was du nicht bist.
Um uns herum
Es bereichert das Leben, Menschen um uns zu haben, die an uns glauben und uns lieben, wie wir sind. Vor allem an den Tagen, an denen wir es selbst nicht schaffen.
Besuch der schwarzen Dame
Eine frühere Freundin, mit der ich einmal bei Kaffee und Kuchen über den Umgang bezüglich Krisen/negative Gefühle diskutierte, sagte zu mir: „Wenn die schwarze Dame kommt, dann lade sie zu einem Kaffee ein und spreche mit ihr. Setze dich mit ihr auseinander, egal wie lange es dauert. Du wirst sehen, danach geht sie wieder.“ Ich habe über diesen Satz lange nachgedacht. Zunächst fand ich die Metapher, die sie für negative Emotionen nutzte, interessant. Heute kann ich auch der Botschaft dieses Satzes viel abgewinnen und ich möchte erklären warum.
Das Wort „Krise“ ist generell negativ besetzt. Kaum einer hört es gerne oder möchte sich damit auseinandersetzen. Ebenso verhält es sich mit negativen Gefühlen. Daher ist es nicht überraschend, dass wir nicht immer wissen, wie wir mit Freunden umgehen sollen, die sich in einer Krisen befinden oder denen es schlecht geht. „Wie verhält man sich?“ „Was sagt man und was nicht?“ Es ist wie ein emotionales Minenfeld, auf dem man sich langsam durchtasten muss. Immer mit der Gefahr, dass dieses explodiert. Das ist anstrengend, weshalb es viele gar nicht erst betreten.
Noch schwieriger ist es, selbst in einer Krise zu stecken. Für dich, dein soziales Umfeld und deine engsten Bezugspersonen Vor allem aber für dich.
Keiner gibt gerne zu: „Du, mir geht es richtig schlecht“. Wir haben die Erwartung an uns selbst, stark sein zu müssen. Nur wer stark ist und immer positiv denkt, der meistert das Leben. Zeige keine/wenig Schwäche oder Verletzlichkeit. Andere könnten es ausnutzen, gegen dich verwenden oder sich schlimmstenfalls von dir abwenden. So bekommen wir es in der Kindheit oft beigebracht. Der Satz „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“, den sicherlich viele aus ihrer Kindheit kennen, unterstreicht noch einmal wie negative Gefühle wahrgenommen werden sollen: Am besten gar nicht oder höchstens kurz.
Die gängigsten Strategien im Umgang mit negativen Gefühlen sind demnach sich abzulenken oder diese schlichtweg zu verdrängen. Per se ist dagegen nichts einzuwenden. Sicherlich brauchen wir ab und an schöne Bilder, mit denen wir uns vom Alltag ablenken können und die unsere Seele nähren. Es hilft auch nicht, sich in negative Emotionen zu verlieren. Sie komplett zu verdrängen aber ebenfalls nicht.
Negative Gefühle sind Bestandteil unseres Lebens – ob wir wollen oder nicht. Wenn wir diese nun immer nur „aussperren“, ist es nicht verwunderlich, dass wir mit ihnen nicht umgehen können/wollen. Wir müssen es erst lernen. Wie gelingt dieser Lernprozess? Genau, indem wir negative Emotionen nicht mehr verdrängen und uns mit ihnen auseinandersetzen. Und hier kommt nun „die schwarze Dame“ ins Spiel.
Ich interpretiere diesen Satz auf diese Weise: „Lasse dich von der schwarzen Dame nicht mehr nur besuchen, sondern lade sie aktiv ein. Setze dich mit ihr auseinander und spreche mit ihr über deine negativen Gefühle.“ Es ist sicherlich ungewohnt, negative Emotionen auf diese Weise zu betrachten. Es kostet Kraft und Zeit. Vor allem Kraft. Doch am Ende lohnt es sich, versprochen.
Wer sich aktiv mit seinen negativen Gefühlen auseinandersetzt, wird wieder handlungsfähig und bemerkt, dass er seinen Umgang mit Situationen, in denen diese oft entstehen, selbst steuern kann. Negative Gefühle haben ihre Berechtigung, daher sollten wir ihnen zuhören. Erst wenn wir das tun, können wir sie verstehen und anders mit ihnen umgehen. Und auch erst dann besteht die Chance, dass sie weniger auftreten. Wer gehört wird, der wird nicht lauter. Der verschwindet allmählich nach einiger Zeit.
Gedankenkarussel
Das Gedankenkarussel dreht sich meistens um „das Morgen“ oder „das Gestern“, selten um „das Hier und Jetzt“.
Willst du aufhören dich zu drehen, dann steige aus „dem Morgen“ und „dem Gestern“ und konzentriere dich auf das „Hier und Jetzt“.
Es lohnt sich

Null
„Ich weiß nicht, wie und wo ich anfangen soll.“
„Fang bei Null an – es ist der beste Ausgangspunkt.“
