Über den Dächern

Über den Dächern,

erwacht Morgen sonnengelb,

zum Vogelgesang,

wird der Tag geboren und

Leben schlägt in uns.

Elfchen Zweierlei

Leichtigkeit,

des Seins;

der Moment schreibt

unter blühenden Orangenhainen Liebesgedichte –

Leben.

Reste

vom Orange,

ein letzter Sonnenuntergang,

du gehst, ich bleibe –

nachtdunkel.

Antlitz

Juniverse, Antlitz

Antlitz gleich,

Linien weich,

mit Funkeln darin,

Augensterne, in denen ich bin,

geborgen Liebe, ganz ich selbst,

schlägt mein Herz, das du hältst.

Nachtflug

Nachtflug

Nachtflug,

maskierter Herzen,

ins ersehnte Königreich,

splitterfasernackt thronen die Körper,

seelenkalt.

Der Nachtflug beginnt,

kleiner werdende Häuser,

das Herz weitet sich,

unterwegs zu den Sternen,

schlägt Fernweh nach mehr.

Nachtflug,

im Dunkeln,

zu vergessenen Melodien,

tanzen die Gedanken umher;

lautestille.

Splitterfasernackt

Augenstern –

Seelen ufern,

im Blickkontakt,

splitterfasernackt.

Drabble: Momentaufnahme

Sie sitzt auf einer Bank und lässt ihren Blick schweifen.

Ein altes Ehepaar läuft Hand in Hand in Richtung Parkausgang. Auf einer Wiese küssen sich innig zwei frisch Verliebte, während Kinder lachend Fangen spielen. Sie hört ein Baby schreien und sieht, wie es liebevoll von seiner Mutter in den Arm genommen wird. Dann vernimmt sie ein verhaltenes Lachen und dreht sich zur Seite. Neben ihr sitzt ein Mann, der vertieft ein Buch liest.

In diesem Moment wird ihr warm ums Herz, durch all die Liebe, die sie umgibt. Ein Glücksgefühl durchströmt sie, während sie leise flüstert: „Das Leben ist schön.“

Mauerblümchen

Juniverse.

Ein Mauerblümchen,

wird von der Sonne geküsst,

erblüht zur Rose,

die ihre Schönheit erkennt

und zu lieben beginnt.

Nachthimmel

Nachthimmel,

über uns,

das Leben fällt,

wir sind alle Sternenstaub;

einmalhimmelundzurück.

Gutenachtkuss

Ein Gutenachtkuss,

gelb orange küsst die Erde,

ruft zum Sternentanz

und Goldenhimmel leuchtet –

für jeden von uns.

Atmen

Hier kann ich atmen,

Gedanken sonnenschaukeln,

den Herzschlag hören;

am Meer, ohne Zeit und Raum,

bin ich die Insel.