Küsse

Küsse,

von dir,

seufzen leise Adieu,

Liebe straft mich lügen;

Vergißmeinnicht.

Weite

Weite des Lebens,

Blick zum Himmel gerichtet,

Freiheit liegt in dir.

Wolkenballaden

Wolkenballaden,

am blauen Himmel zeigt sich,

Endlichkeit des Seins.

Gedankenpause

Weiter Raum in dir,

Liebe raunt in der Stille,

Gedankenpause.

Sommererinnerungen

Geschichten

rauschen sehnsuchtsvoll,

in bunten Bäumen,

bis zum letzten Tanz;

Sommererinnerungen.

Funke

Göttlich,

der Funke,

in uns allen,

durch die Liebe entzündet-

duichwir.

Drabble: Leuchten

Sybille sitzt am Meer und beobachtet den Wellengang. Ein kleiner Teil vom großen Ganzen, der sich auf und ab bewegt, bis er sich in der Tiefe verliert. Die letzten Sonnenstrahlen glitzern am Horizont; wie Sterne, die vom Himmel gefallen sind, um an die Ewigkeit zu erinnern. Sie holt Luft und sieht, wie ihr Atemnebel in der aufkommenden Kälte verdampft. Möwen erobern den Abendraum und fliegen kreisend umher.

Melancholie macht sich in Sybille breit. In dieser Momentaufnahme endlichen Seins verliert sich ihre Zeit. Dann verspürt sie ihre Sehnsucht, die in ihr flüstert: „Leuchten, bis ich verglühe. Leben, mit allem was ist.“

Sommerschlaf

Herbstwind,

zieht auf,

der Regen fällt,

sanft auf die Erde;

Sommerschlaf.

Kalter Krieg

Irgendwo

im Nirgendwo

und wir dazwischen.

In uns totes Land;

kalterkrieg.

Loslassen

Im Fluss des Lebens,

lernen wir zu vertrauen,

wenn wir loslassen.