Mut

Das Leben ist eine Reise ins Ungewisse. Lasst uns aufbrechen, die Welt entdecken und mutig sein – Ronja’s Räubertöchter und -söhne. Nichts wartet auf uns, wir alle kommen früh genug nach Hause. Der erste Schritt auf den Weg zu uns selbst ist der schwerste, bis wir finden, was wir suchen; Lebensliebe und Dankbarkeit, für jeden Atemzug.


In deinen Händen,

liegt dir die Welt zu Füßen –

Mut, der erste Schritt.


Geburt –

Leben ruft,

auf Reisen gehen,

sich selbst kennenlernen – dann

Heimkehr.


1. Advent

Alle Jahre wieder, Adventssonntage, Vorweihnachtszeit, Weihnachten. Eigentlich eine besinnliche Zeit, wären da nicht der Stress und die Hektik, weil wir nicht im Moment ruhen, sondern nach dem nächsten Augenblick haschen, der uns glücklich machen soll.

Genießt den Tag, die Stunden, die Minuten, die Sekunden bei mildem Wetter zum 1. Advent. Alles Liebe, Madeleine.


Der Sonnenadvent,

streicht über das Land, flüstert,

Liebe sei mit euch.


In uns allen – Gott,

der die Welt erblühen lässt,

durch seine Schöpfung.


Wir jagen das Glück

und vergessen den Moment,

der uns glücklich macht.

Dezembergedanken

Dezember klopft an,

mit Plätzchenduft und Glühwein,

gegen die Kälte, Wärme,

die von innen kommt.


Die letzte Sonne,

streichelt die Blätter am Baum –

Abschiedskuss zum Schlaf.


Die Vögel singen,

Abschiedslied, Richtung Süden,

geht das Leben auf.

Funken

Es werde Licht:

„Alles beginnt mit einem Funken“,

wenn die Liebe in uns spricht, wächst das Herz himmelhoch, mit Flügeln des Selbstvertrauens zum Ikarus Flug ohne Übermut, getragen von Vertrauen,

hinauf zu den Sternen,

aus den Zwergenschuhen heraus.

Sterntaler

Wie gekommen, so gegangen,

dazwischen Tage, an denen wir sein dürfen –

Sterntalererfahrungen, öffne dein Herz,

Reichtum ist, zu leben,

bis es dunkel wird.


Familienbande

Gedanken zu eigenen inneren Familie.


Angelika spazierte nach einem anstrengenden Arbeitstag durch den Wald. Die kühle Luft, die sie einatmete, verschaffte ihr Klarheit, mit der sie ihren Anteil an einem Konflikt mit einer Kollegin zur anstehenden Weihnachtsfeier reflektieren konnte. Aus ihr hatte die Wut gesprochen. Ihr inneres Kind hatte wie so oft bei diesen Thema das Steuer übernommen. Verärgert über sich selbst setzte sie ihren Spaziergang fort.

Es dunkelte, Angelika seufzte. Im Dunkeln zur Arbeit fahren, im fast Dunkeln nach Hause kommen. „Wo bleibe ich, wo meine Selbstfürsorge oder die Zeit, etwas Schönes zu unternehmen, um die Seele baumeln zu lassen?“ Sie brummelte verärgert vor sich hin, bis sie erschrocken feststellte, dass erneut die Wut aus ihr sprach. Um zur Ruhe zu kommen, blieb sie an einem See stehen und beobachtete die Schattenspiele auf der Wasseroberfläche. Dann sah sie sich um und erspähte halbnackte Bäume, deren verlorenes Laub einsam am Boden lag. Auf einmal überkam sie eine tiefe Traurigkeit. Es roch nach Winter, nach Weihnachten und ihrem Geburtstag, der sich erneut jährte. Eine Jahreszeit mit besonderen Tagen, die sie wieder allein verbringen würde. Ohne einen Partner an der Seite, engen Freunden oder Familienmitgliedern. In diesem Moment erinnerte sie sich an die bisherigen Weihnachtsfeste und Geburtstage, die sie fast alle alleine verbracht hatte. Angelika schluckte, doch wich ihrem Schmerz nicht aus. Sie fühlte ihn mit all seiner Intensität, tröstete sich und nahm sich selbst in den Arm. Bis der Schmerz verschwand. Mit ihm die Traurigkeit und ihre Wut.

Als sie ihre Wohnung betrat, war ihr Licht wieder an. Ihr war klar was passiert war. Sie hatte die Gefühle ihres inneren Kindes als Erwachsenen- Ich nicht fühlen wollen. Erst als sie ihre Trauer- und die Wutgefühle zuließ, konnte sie für sich selbst Mutter- und Vater sein, um sich Liebe und Geborgenheit zu schenken. Sie beschloss, sich heute besonders gut um sich zu kümmern. Der Waldspaziergang mit tröstender Umarmung war erst der Anfang gewesen.

5 Minuten später kochte sie hingebungsvoll Grießpudding für sich, den sie mit heißen Kirschen dekorierte. Der Tisch hatte sie schön eingedeckt. Es brannte eine Kerze, während der heiße Kakao mit Schlagsahne dampfend auf sie wartete. Angelika begann zu essen. Mit jedem Löffel des warmen Grießpuddings wurde ihr wärmer ums Herz. Sie war glücklich und zufrieden.

Angelikas inneres Kind fühlte sich geborgen, in den Armen von Mutter und Vater, die es liebevoll in seinem Schmerz erkannten und es mit Liebe umsorgten. Es fühlte sich zu Hause, an einem Ort, der immer da sein wird, wo Angelika ist.


– Mutter, Vater, Kind –

Familienbande in dir,

die dich lieben will.


Kindergeflüster,

lauter werdend,

Angst und Wut –

in Vater- und Mutterarmen,

findetsichheimat.

Schnee

Winterwald,

erstrahlt im Kalt,

mit nackten Bäumen,

die Weihnacht‘ träumen

zum funkelnden See,

fällt leise Schnee –

eine Novembernacht,

in stiller Andacht.


Himmelsstaub,

in weiß,

fällt leise herab,

für den friedvollen Erdenschlaf;

Winterdecke.

Fenster

Gedanken zum Wort Fenster. Montagspoesie auf Instagram.


Verstand,

ein Fenster,

für die Liebe,

die uns entdecken will;

öffnedeinherz.


Ein Herz am Fenster,

erblickt die Liebe für sich;

Verletzlichkeit fühlt.


In deinen Augen,

spiegelt sich mein wahres ich;

Fenster der Liebe.

Wann ist es wieder Sommer

Die grauen Tage,

mit Nieselregen träumen,

vom Sommerbeginn.


Der Winter klopft an,

Kälte spricht, in uns flüstert,

die Sommersehnsucht.

Liebe

Schwereloses Herz,

getragen von Gedanken,

die Leben lieben.


Ein leiser Moment,

die Liebe flüstert in uns,

zum Gute Nacht Kuss.