Zweisam

Zweisam –

die Oberfläche

spiegelt unsere Sehnsüchte,

in der Tiefe verborgen;

wirtauchenab.


– Zweisamkeit –

eingehüllt im Kokon,

von der Raupe zum Schmetterling;

Heilung, die Flügel wachsen lässt, sich fallen lässt –

in die Liebe.

Elfchen zum Elften

2025


2025 –

schüttel dich

und rüttel dich

wirf Glück über mich –

Aschenputtelerwacht.


2025 –

ein Jahr,

wie jedes andere

und doch voller Möglichkeiten;

365tagelang.

Zeit

Nimm dir die Zeit zu wachsen, mit Gedanken, die Richtung Süden drehen.


Das Wasser fließt,

am Ufer sprießt,

Gras ganz klein,

im Sonnenschein,

wächst mit Zeit,

wiegt sich weit,

der Sonne entgegen,

mit all seinem Leben.

Drabble

Zimmer, berühren, Tunnel


Sie dreht den Schlüssel um und betritt das Zimmer. Mondlicht schimmert durchs Fenster. Else fröstelt, 6 Monate hat sie diesen Raum nicht betreten. Sie schaltet das Licht an und fühlt, wie die Erinnerungen an Bella sie berühren. Ihr Lachen hallt durch das Zimmer und ihre Stimme sagt: „Noch eine Geschichte Mama.“ Sie greift zum Buch auf Bellas Nachttisch und blättert zum Lieblingsmärchen ihrer verstorbenen Tochter; die Mondprinzessin. Else blickt zum Mond und flüstert: „Schlaf gut mein Schatz.“ Dann fängt sie an zu lesen. Mit jedem Satz fühlt sie den Schmerz. Es ist der Anfang von Licht in einem langen dunklen Tunnel.


Spielen, Modell, ausschlaggebend

Bettina sitzt am Schreibtisch. Seit Stunden versucht sie zu schreiben. Ihre Gedanken spielen verrückt. Nichts ist gut genug. Sie muss an den Leitsatz ihrer Eltern denken: „Es geht immer besser. “ Sie lebt dieses Modell. Sie würde gerne als Autorin arbeiten und ihre Geschichten veröffentlichen, doch traut sich nicht. „Was, wenn andere besser sind?“

Sie blickt in den Spiegel und fasst einen Entschluss. Sie möchte für andere ihre Geschichte schreiben. Über den Mut, sich besser kennenzulernen und Wünsche in die Tat umzusetzen. „Ausschlaggebend ist, was ich über mich denke, nicht, was andere von mir halten.“ Bettina fängt an zu schreiben.

Aufbruch


Im Frühlingswind,

Träume sind,

vom Aufbruch Leben,

die Knospen regen,

in voller Schönheit,

zum Blühen bereit.


Gedanken


Die Frühlingstage,

die Sonne tanzt am Himmel

und Windmusik spielt.


Frühlingskuss,

auf Seelenmund,

Leben um uns,

atmet in uns auf –

Freudenzeit.


Blick aus dem Fenster,

leichter Wind weht in Ästen,

geküsst von Sonnenstrahlen –

so schön ist die Welt.

Watteweiß

Auf Watte reiten

Träume in die Ferne und

werden himmelgroß.


Der Duft von Himmel,

blaues Band im Watteweiß,

die Seelen träumen.

Garten

Vor uns der Garten,

Duft von Blumen, Gräsern

Wind weht, biegt, formt –

Veränderung, Zeit flüstert und vergeht;

die Sonne steht am Horizont, streicht mit Wärme über die Haut, bis der Abend kommt und sie verschluckt –

dieser Moment,

Leben

und wir ein Teil davon, der atmet, versteht, dass alles Liebe ist, wenn es uns berührt.


In deinem Garten,

erblüht der Flieder lila,

während du mich küsst.

Augenschmeichler

Augenschmeichler,

vor mir,

blüht der Flieder,

die lila Ruhe atmet;

königeninmir.


Ein Augenschmeichler,

Lachen in deinen Augen;

Sterne, die funkeln.

Freude

Wo ist die Freude geblieben,

mit Kinderaugen staunend, über Leben, in Bäumen, Gräsern und Blumen,

Sonne auf der Haut, Wind in den Haaren, tanzen im Kreis unter freiem Himmel, mit offenen Armen empfangen;

Schaukelfliegen, Regenpfützenhüpfen, Schneestapfenknirschen, Schokoladenkakaowettessen –

der Topf voll Marienkäferglück am Ende des Regenbogens liegt in uns.