Das bin ich

Mir sind alte schwarz-weiß Filme lieber, als neumodische. Solche mit Bette Davies, die mit Dramatik auf sich aufmerksam machen anstatt mit Kugelgeballer.

Einschlafen kann ich am besten bei den Drei ??? Manche Folgen kann ich auswendig mit sprechen und mein Traum war es immer, für Recherchen ein Archiv wie Bob Andrews anzulegen.

Ich liebe den Geruch von Büchern und das Gefühl, die Seiten darin umzublättern. Bei einem Kindle habe ich immer das Gefühl, dass ich ein liebloses Stück Plastik in der Hand halte; verstehe aber, dass solch ein Plastikdingens für Reisen oder Zugfahrten praktisch ist

Mir ist das Schreiben auf einem Blatt Papier lieber, als auf einem Handy oder an einem PC. Ich gewöhne mich langsam daran, trotzdem werde ich immer einen Buchkalender führen.

Tolle Gerüche wie Kaffeeduft oder der vom frischen Regen rufen ein Wohlgefühl in mir aus. Schlechte Gerüche zerstören es. Mit Geräuschen verhält es sich ähnlich; ich mag die leisen Töne, sie beruhigen mich. Die lauten hingegen machen mich unruhig und bohren sich in mein Herz.

Ich liebe es Röcke und Kleider zu tragen, selbst im Winter. Meine kurzen Haare trage ich mit Stolz, auch wenn manche sagen, dass ich mit dieser Frisur unweiblich aussehen würde. Meiner Ansicht nach bin ich Frau genug; dass in jeder Hinsicht.

Intensive und lange Gespräche bereichern mich, ich hasse oberflächliches Blabla. Doch ich lerne es gerade, manches muss man wohl können, wenn man beruflich weiter kommen möchte.

Ich bin ein Gefühlsmensch, aber ich denke deswegen nicht ausschließlich mit dem Herzen; im Gegenteil. Oft denke ich zu viel nach, zerdenke das Leben. Zurzeit übe ich, mehr im Moment zu leben, weniger nachzudenken und den trägen Gedanken weniger Bedeutung beizumessen. Es gelingt mir immer besser.

Ich liebe es, eigenständig und unabhängig zu sein; dass heißt aber nicht, dass ich mich nicht auf andere Menschen einlassen kann oder, dass ich nicht für sie sorgen möchte. Mir sind einfach Augenhöhe und Respekt in menschlichen Beziehungen wichtig.. Ein Geben und Nehmen im Gleichklang; wobei ich lieber gebe anstatt nehme.

„Spezielle“ Menschen mag ich besonders; diese, die durch ihre Geschichte wie ich ihre Ecken und Kanten haben. Ich spiele gerne eine Haupt- oder eine Nebenrolle in diesen Geschichte, wenn es gewünscht ist.

Ich brauche Zeit, bis ich jemanden vollkommen in mein Herz lassen kann. Ein guter Freund ist der Ansicht, dass ich auf Männer distanziert wirke; er hat recht. Doch ich kann nicht wider meinem Gefühl handeln; ich bin ein vorsichtiger Mensch.

Ich habe manchmal Angst; vor allem davor verletzt zu werden oder im Alter alleine meinen „Lebensabend“ verbringen zu müssen. Auch wenn ich weiß, dass diese Angst zu „weit gedacht“ bzw. surreal ist, kann ich sie in manchen Momenten nicht abstellen. Jeder von uns hat vor etwas Angst; wir müssen lernen mit ihr zu leben. Unsere Angst darf uns nur nicht auffressen.

Wenige Menschen (er)kennen mich wirklich; nach außen wirke ich stark und selbstbewusst, im Inneren nagen manchmal Zweifel an mir. Doch ich möchte gar nicht, dass jeder sieht, wie ich „wirklich“ bin; dieses Prädikat gestehe ich den Menschen zu, die wichtig für mich sind oder solchen, die es werden könnten.

Veröffentlicht von Lene

Ich würde mich als emphatische und entspannte Person bezeichnen, die versucht, ihre Erlebnisse in Wort und Schrift darzustellen. Also alles was mein Herz in irgendeiner Art und Weise berührt, verarbeite ich schriftlich. Ich bin kein Meister der Poesie. Manches mag sich holprig anhören, aber so ist mein Schreibstil. Ich bin auch nicht festgelegt auf eine Art von Text, jedenfalls noch nicht. Ich probiere gerne mal aus, dass merkt man auch an meiner Website: Sie ist recht bunt. Ich denke gerne bunt, denn für mich ist es das Leben auch. Mich freut es einfach, wenn der ein oder andere etwas mit meinen Texten anfangen kann oder sich vielleicht sogar darin wiederfindet. Viel Spaß beim Lesen. Und danke für euren Abstecher in meine kleine, bunten Welt. Vielleicht bis bald. 🤗 Lene

10 Kommentare zu „Das bin ich

  1. Schöne Blitzlichter deines Selbst, liebe Madeleine! – Nur kurz: – Schwarz-weiße Fotos, vor allem großformatige, sind auch schön; sie beruhigen, das Auge und das Innere. – Ich schlafe auch mit den Drei ??? ein: 1.) Wer bin ich?, 2.) Welchen Sinn hat dieses Leben? und 3.) Was wird morgen sein? – Kaffeeduft und Regen (der straßenstaubige Geruch von Sommerregen)! Vor allem Kaffeeduft, an ihm hängt die ganze Schönheit meiner Kindheit, die Liebe und die Nähe meiner Oma. Nicht von ungefähr ist die hiesige Kaffeerösterei mein Kraftort. – Friseurbesuche waren für mich immer der Horrortrip des Smalltalks. Deswegen habe ich mir eine „Frisur“ ausgesucht, die mich mein eigener Friseur sein lässt – nichts stört die tiefgründigen Gedanken dabei. – Liebe Grüße, Bernd (-:

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  2. Liebe Lene,

    ich habe mich so sehr in der Beschreibung Deines ICH wiedergefunden, dass es nahezu unglaublich ist. Nur zu Röcken und Kleidern habe ich ein etwas anderes Verhalten 🙃😉.

    Für mich strahlst Du ganz viel Sympathie, Vertrauen und Schönheit aus

    Ganz liebe Grüße an Dich ❣🤗😘

    Gefällt 1 Person

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