Gedankenimpulse

In den letzten Wochen habe ich mich durch all die Ruhe um mich herum weiterentwickeln können. Geholfen haben unter anderem Yoga und Meditation. All dies hat mich mir näher kommen lassen. Selbst die Anteile, die mir manchmal mein Leben verkomplizieren, habe ich lieben gelernt. Sie gehören zu mir und zeichnen mich zu dem Menschen, der ich bin.

Inmitten dieser Ruhe habe ich mir die Frage gestellt, was ich für ein Mensch sein will bzw. was ich mir vom Leben wünsche; beruflich und privat. Dazu habe ich Antworten finden können.

Zunächst möchte ich ein freundlicher und warmer Mensch sein, denn dies entspricht meinem Naturell. Dabei mache ich keinen Unterschied, ob mir der Mensch besonders nahe steht, ob er einen besonderen Status hat oder ob er diese Freundlichkeit verdient: Ich bin der Ansicht, dass alle Menschen Freundlichkeit verdienen, ohne etwas dafür tun zu müssen. Manchmal bin ich die Sonne, ein anderes Mal der Mond; anders gesagt, der Tag oder die Nacht. Ich werde nie ganz „das singende, springende Mädchen“ sein, sondern auch „das traurige Mädchen, mit den herunterhängenden Mundwinkeln“, und, dass ist in Ordnung für mich. Melancholie wird immer ein Teil meines Selbst sein, dies macht mich, positiv betrachtet, sensibler für Bedürfnisse und Stimmungen anderer. Ich darf mich nur nicht in dieser Melancholie verlieren; dies gelingt mir mittlerweile gut. Alle meine Anteile ergeben ein Bild von mir, dass ich mittlerweile akzeptiere, mehr noch lieben gelernt habe. Es ist ein buntes, mit schwarzen Farbklecksen darin; noch nicht fertig gestellt, bereit für weitere Farben und Maserungen.

Beruflich gesehen bin ich soweit zufrieden. Zurzeit habe ich eine Leitungsposition inne und kooridiniere mehrere Bereiche. Ich bin dankbar für meine Aufgabe, sie füllt mich aber nicht vollkommen aus.

Mir fehlt der Kontakt zu den Menschen, den ich früher durch meine Betreuungen von Familien hatte. Dabei möchte ich es mir zur Aufgabe machen, andere zu unterstützen, die Liebe in sich / für sich selbst zu entdecken. Wir alle haben sie in uns, manchmal braucht es nur jemanden, der einen unterstützt, sie wieder zu aktivieren oder sie überhaupt zu entdecken. Im Fokus dieser Idee stehen für mich Kinder und Jugendliche. Ich finde es wichtig, dass ihnen jemand zeigt bzw. mit ihnen reflektiert, wie wertvoll und wichtig sie sind. Manchmal können ihre Eltern das nicht, denn sie haben diese Liebe selbst nicht erfahren. Selbstliebe und Ruhe in sich zu finden, indem man „Frieden“ mit seinen inneren Monstern schließt oder lernt mit ihnen zu leben, sind für ein späteres, liebevolles Erwachsenenleben wichtig. Ich weiß, wovon ich spreche. All dies finde ich in dem Zitat von Pearl S. Buck „Kinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben“. Ich möchte gerne diejenige sein, die Kinder und Jugendliche dabei unterstützt, diese Liebe in sich selbst zu finden.

Durch diese Aufgabe möchte ich mich nicht selbst heilen, sondern einfach ein Wegbegleiter für diese verletzten Seelen sein; jemand, der ihnen zeigt, wie schön und strahlend ihre Seelen „trotzdem“ sind und, dass ihre Seelen es wert sind, geliebt zu werden. Ich finde diese Erkenntnis wichtig, denn eine Aufgabe aus purem Selbstzweck auszuführen, wäre meiner Meinung nach nicht richtig.

Mein Chef ist Gott sei Dank jemand, der sich auf neue Ideen einlässt. Er hat sein „Go“ für die Erstellung eines Konzeptes gegeben. Ich habe schon meine ganzen Materialien zusammengepackt und einen ersten groben Plan; vielleicht lest ihr in meinem Blog auch einmal etwas zu diesem Konzept.

Privat möchte ich mich wieder mehr digitalisieren. Dieses Wochenende habe ich mir noch Ich-Zeit genommen. Danach werde ich wieder vermehrt zu den wundervollen Menschen, die mich umgeben und lieben, Kontakt aufnehmen. Ich bin eigentlich ein geselliger Mensch, aber eben auch jemand, der Zeit für sich benötigt.

Ich möchte reisen, wenn es irgendwann wieder möglich ist. Gerne würde ich in einem Ashram mehrere Wochen verbringen; ohne Handy, nur mit mir selbst, um noch mehr Ruhe in mir zu finden und mir näher kommen zu können. Vielleicht spreche ich meinen Chef an, ob ich mir eine längere Auszeit nehmen kann; Möglichkeiten gibt es genug.

Zurzeit habe ich weniger das Bedürfnis, die „besondere Liebe“ zu einem Menschen zu finden; dieser besondere Mensch bin ich mir zurzeit vielleicht einfach selbst. Ich habe aber auch bereits viele tolle, besondere Menschen in meinem Leben. Momentan fühlt es sich so an, als ob mit diesen „Liebesgeschichten“ durch bin; dies ist aber nur ein Ist-Gefühlszustand, den ich einfach zulassen möchte.

Ich verschließe mich nicht gegenüber der Liebe, doch zurzeit empfinde ich zu diesem Thema eine gewisse Müdigkeit; ich kann dazu (noch) wenig schöne Geschichten erzählen. Ich glaube, dass mich große Gefühle zurzeit überfordern würden; lieber konzentriere ich mich auf die leisen, die in meinem Leben bereits vorhanden sind. Doch man weiß nie, wie das Leben spielt. Sollten die „großen“ Gefühle an mein Herz klopfen, werde ich sie herein lassen; ich suche nur nicht mehr aktiv nach ihnen.

Was ich mir von meinem zukünftigen Partner wünsche, weiß ich mittlerweile; dass ist der erste Schritt. Im zweiten geht es darum, „heilsame Erfahrungen“ zu sammeln. Das hört sich vielleicht so an, als ob ich andere Menschen für eine Heilung „benutzen“ wolle; dies ist aber nicht der Fall. Vielmehr verbinde ich mit dieser Begrifflichkeit, Erfahrungen zu sammeln, die mir ein bunteres Bild von Liebe vermitteln. Diesbezüglich habe ich ein gutes Gefühl, da ich viel an meinen Denk- und Handlungsmustern „gearbeitet“ habe.

Auf alle Fälle muss ein Mann Zeit und Geduld mitbringen. Vielleicht auch die Fähigkeit, Signale eindeutig zu platzieren; trotz meiner manchmal großen „Klappe“ bin ich schüchtern, wenn ich jemand besonders mag. Eine riesengroße, mit Lichtern besetzte Schrift, die signalisierend mit der Botschaft „Ich mag dich“ aufblinkt, wäre ein Anfang. Dieses Signal würde ich wahrscheinlich verstehen. Spaß beiseite, ich werde es noch lernen, all die „liebevollen Botschaften“ zwischen den Zeilen lesen und annehmen zu können.

Wir werden sehen, wo die Reise hingeht. Ich bin selbst gespannt. Einen wirklichen Plan habe ich nicht, nur einen groben; gerne komme ich davon ab. Ich denke, es ist Plan genug, sich ganz auf das Leben einzulassen; mit allem, was es für dich bereit hält.

Euch einen schönen Sonntag! Danke fürs Lesen und euer Interesse an meinem Blog. Ich danke euch auch, für eure wunderbaren Beiträge, die ich alle gerne lese und die mich oft zum Nachdenken anregen; auf eine gute Art und Weise.

Veröffentlicht von Lene

Ich würde mich als emphatische und entspannte Person bezeichnen, die versucht, ihre Erlebnisse in Wort und Schrift darzustellen. Also alles was mein Herz in irgendeiner Art und Weise berührt, verarbeite ich schriftlich. Ich bin kein Meister der Poesie. Manches mag sich holprig anhören, aber so ist mein Schreibstil. Ich bin auch nicht festgelegt auf eine Art von Text, jedenfalls noch nicht. Ich probiere gerne mal aus, dass merkt man auch an meiner Website: Sie ist recht bunt. Ich denke gerne bunt, denn für mich ist es das Leben auch. Mich freut es einfach, wenn der ein oder andere etwas mit meinen Texten anfangen kann oder sich vielleicht sogar darin wiederfindet. Viel Spaß beim Lesen. Und danke für euren Abstecher in meine kleine, bunten Welt. Vielleicht bis bald. 🤗 Lene

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